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Was macht man gegen die Kälte?

Schneemänner im Winter
Wenn wir über den Winter reden, dann tun wir dies immer mit einer gehobenen Portion Angst, denn er steht entweder mit kalter Bedrohlichkeit vor der Türe oder hat uns mit seiner eisernen Gefühlskälte im Griff. So bekommen die Redewendungen, der Winter steht vor der Türe, der Winter bricht herein, einen ganz besonderen Sinn.

Jetzt ist es wieder einmal so weit, dass Europa und halb Asien im Schnee versinken. Der Löwe im Zoo hat sich wegen der tiefsinnigen Temperaturen extra eine Wolldecke gekauft, die er sich majestätisch um seine empfindlichen Nieren gewickelt hat. Nur die Eisbären fühlen sich so wohl, dass sie endlich einmal ihren dicken Pullover zu Hause lassen können. Tatsächlich bekommen die Kälte-empfindlichen Tiere im Zoo warme Decken, wenn bei uns die Temperaturen im Keller sind.

Und was macht das zweibeinige Wesen Mensch? Wir ziehen den Backofen zu Rate, denn der könnte uns bei milden 250 Grad Backtemperatur ein wenig wärmen. Bitte, in einem Miethaus irgendwo in Deutschland fiel die Heizung aus, und die Leute bedienten sich in der Tat dieser kreativen Heizmöglichkeit. Wenn man die Heizkosten eines Backofens betrachtet, die aus den Stromkosten resultieren, so ist dies eine kostenintensive Angelegenheit, aber wer friert, wird einfallsreich. Ich beheize mein Büro im Winter zusätzlich mit einem Elektroofen, damit mir die Finger beim Tippen nicht vor Kälte einfrieren. Im Sommer hoffe ich, die Stromrechnung würde an mir vorüberziehen, und im Herbst bin ich meistens kurzfristig pleite.

Stellen Sie sich vor, ich trage jetzt sogar Hosen. Ursprünglich wollte ich mein begonnenes Winterprojekt mit dem treffenden Namen - Winterrock - durchziehen, aber die Kälte machte mir das kleine Strichchen durch die Rechnung. Das Leben ist hart. Bis auf Weiteres verbleiben meine neu gekauften Winterröcke im Schrank. Dicke Strumpfhosen schützen zwar vor der ärgsten Kälte, aber bei Minusgraden unter 10 Grad hilft die wärmste Wollstrumpfhose nur wenig, wenn der Minirock zu kurz ist.

Ich habe mir jetzt meine eigenen Gedanken über den Winter gemacht. Ich musste mich beeilen, denn bei einer Eiseskälte von mehr als -10 Grad friert mein Gehirn leicht ein, und wenn ich es mit einem in weissen Rum getränkten Tee erwärme, läuft es Gefahr, an einer Alkoholvergiftung zu ersticken, dann kann ich überhaupt nicht mehr klar denken. Man weiss ja allgemein über den starken Jägertee Bescheid, Alkohol tötet Gehirnzellen ab und sorgt sogar dafür, dass wir uns am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern, mit wem wir die Nacht körperwärmend verbracht haben, wenn es nicht der eigene Partner war. Sogar der Sensenmann bekommt vom Jägertee weiche Knie und flüchtet.

Bitte, ich habe dann der Gefahr bewusst ins Glas gesehen und mir doch einen Tee mit Rum gegönnt, dezent dosiert, denn es hätte ja sein können, dass ich mein Gehirn noch brauchhe, da wollte ich es ein wenig schonen. Tee mit Rum, heisser Punsch und Glühwein besitzen doch tatsächlich erwärmende Eigenschaften, während sie auf der Zunge prickeln, die Zunge zu einem lockeren Schnatterinstrument machen und sich in der Leber zur Ruhe legen, denn dort wird der Alkohol abgebaut, ca. 0,1 Promill in der Stunde. Bitte, ich würde an Ihrer Stelle mit einem Jägertee in der Magengegend nicht mehr Auto fahren, denn auch das kleine Stückchen Plastikfolie, welches sich Fahrschein, halt, Führerschein nennt, ist schnell weg.

Funktionskleidung gegen die Kälte

Warme Kleidung ist ein Muss gegen die Kälte. Allgemein schützt uns Thermowäsche und Wollkleidung im Winter, denn der echte Pelzmantel ist out. In Russland tragen die Leute noch grösstenteils Pelzmäntel aus Echtpelz, aber bei uns trauern wir um den toten Zobel, selbst wenn wir ihn uns nie leisten können. Wir bevorzugen Kunstpelz, der inzwischen so raffiniert verarbeitet ist, dass er wie Echtpelz wärmt und auch so aussieht. Man erkennt ihn daran, dass das Innenfutter aus Stoff und nicht aus Leder besteht.

Eine Methode, der Kälte zu trotzen, ist das ISO OSI Modell, das sieben Schichten Modell, welches den Körper von aussen wärmt. Man beginnt mit der langen Unterwäsche, Modell Baumwolle, dann kommen zwei Pullover, zwei Hosen, eine Jacke und ein warmer Mantel, dicke Stiefel, warme Mütze, dicker Schal und wärmende Fäustlinge. Den Schal bindet man sich am besten über das halbe Gesicht aufwärts in Richtung Nase, damit man die eiskalte Luft durch den Schal gefiltert einatmen kann. Spätestens jetzt wären Mann und Frau nicht mehr direkt voneinander zu unterscheiden, man ist unter sich, man ähnelt sich stark. Mein trendiger Winterrock kann bei diesen Witterungsverhältnissen bestimmt nicht mehr mithalten.

Funktionskleidung schützt vor Kälte. Neulich meinte eine Verkäuferin zu mir, dass es nicht auf die Dicke des Stoffes ankommt, sondern auf das Material. So wird die Wolle immer gewinnen, während sich die Kunstfaser, allen voran das Polyester verabschieden kann. Funktionsmäntel mit einem Spezialfutter wärmen wie ein Backofen, Funktionsstrumpfhosen mit Thermo schützen vor Kälte, und Schuhe mit einer eingebauten Heizung halten die Füsse warm. Diese Variante der Beheizbarkeit gibt es inzwischen schon für Handschuhe, habe ich gehört, aber meine Kunstleder-Handschuhe sehen bestimmt optisch besser aus.

Gegen die Kälte ist leider kein Kraut gewachsen, aber manche Leute schützen sich mit Schibekleidung und beheizbaren Stiefeln davor. Da trägt man seinen Ofen gleich überall mit sich mit und friert nicht unnötig an den Zehen. Kalte Füsse reguliere ich beispielsweise, indem ich Mamas gestrickte Socken unter den Stiefeln trage und darauf achte, dass die Socken nicht gesehen werden, denn mit denen bin ich so markant, in denen würde ich auf jedem Fahndungsfoto sofort erkannt werden. Ich liebe Wollsocken, trage sie im beheizten Zuhause sogar samt Strumpfhose und Minirock, aber ich bete täglich, der Postbote möge nicht unangemeldet vor der Türe stehen.

Meine kalten Hände schütze ich mit Baumwollhandschuhen, innen Baumwolle und aussen glattes Leder, damit wenigstens von aussen der Schein eines trendigen Typs erkennbar ist, wenn ich schon so dick durch die Gegend laufe. Lange Fingernägel brechen extrem schnell ab, wenn die Kälte lauert, und meine Nägel sind mir heilig. Im Winter sind Handschuhe ein Muss, da die Hände spröde werden und die Nägel brüchig absplittern, da kalter Wind im Grunde trocken ist.

Meine kalten Ohren schütze ich eigentlich nur mit den Haaren, denn irgendwo möchte ich doch noch als Frau erkannt werden. Ich bin kein Liebhaber von Wollmützen, und meine schicken Hüte wärmen jede einzelne Gehirnzelle meines kleinen Kopfes, nur die Ohren bleiben stiefmütterlich betreut frei und müssen frieren. Ich bin froh, dass mein Gehirn nicht in den Ohren steckt, sonst würde ich regelmässig im Winter gedanklich absterben. Allgemein sollte man jedoch auf Wollmützen nicht verzichten, besonders wenn man sich lange an der Bushaltestelle im Freien aufhält. Warme Kleidung schützt auch vor der Blasenentzündung, die wir Frauen mit zunehmendem Alter bekommen könnten.

Die richtige Kopfbedeckung für den Winter

Der Kopf friert bei Kälte sehr schnell, denn von oben aus gesehen verlieren wir viel Wärme. Deshalb sollte man nicht nur Schal und Handschuhe, Mantel und dicke Stiefel tragen, sondern auch eine warme Kopfbedeckung, welche sogar die Ohren schützt. Eine Mütze, am besten aus Wolle, sorgt dafür, dass die Wärme im Körper bleibt und nicht nach oben hin entweichen kann.

Die Thermostrumpfhose gegen die Kälte

Eine normale Seidenstrumpfhose hilft bei Kälte nicht, sie sieht nur gut aus. Bei Minustemperaturen braucht die Frau eine Thermostrumpfhose, die das Beim blickdicht umschmeichelt und wärmt. Manche Frauen ziehen auch zwei Thermostrumpfhosen übereinander an, wenn sie einen Rock tragen, denn das wärmt besser. Tests haben gezeigt, dass diese Strumpfhose bis zu Minus 20 Grad geeignet ist, allerdings nur für ca 15 bis 20 Minuten in der Kälte wärmend zur Seite steht, dann fängt man an, auszukühlen. Am besten ist eine Thermostrumpfhose, eine Jeans und ein langer Pelzmantel, wenn man sich länger bei Minustemperaturen im Freien aufhält.

Fettcreme gegen die Kälte

Bei eisiger Kälte trocknet die Haut schnell aus, und Feuchtigkeit kann dazu führen, dass das Wasser auf der Haut verdunstet und sie noch trockener wird. Deshalb sollte man bei tiefen Temperaturen eine Fettcreme verwenden, welche ausschliesslich rückfettende Stoffe beinhaltet und nicht unbedingt viel Feuchtigkeit spendet. Besonders das Gesicht muss man fettreich eincremen, damit die Haut nicht rissig wird. Zu viel Feuchtigkeit hingegen führt dazu, dass man schneller friert, was sich unangenehm am Körper anfühlt.

Das Auto für die Kälte rüsten

Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss winterfesten Treibstoff tanken, welcher bis zu 30 Grad kältefest ist. Wer normalen Treibstoff tankt, könnte bei eisigen Temperaturen stehenbleiben, weil der Motor nicht mehr anspringt. Und auch die Autobatterie muss neuwertig und voll sein, da alte Batterien oft streiken, wenn die Temperaturen unter Null Grad sinken. Eine Starthilfe muss man ständig dabei haben, wenn die Batterie alt ist, denn dann steigt das Risiko, dass man irgendwo stehen bleibt und das Auto nicht mehr funktioniert. Und man muss für die Nötige Winterausrüstung sorgen, einen Eiskratzer, ein Eisspray und einen Schneebesen im Auto haben, die Türen gut mit Frostschutzmittel einreiben, die Gummidichtungen gut versorgen und das Auto rundum winterfit machen.

Der optimale Kälte-Schutz im Winter

Wie schützt man sich noch vor der Kälte, wenn man die Funktionskleidung bereits berücksichtigt hat? Warmer Tee, vorzugsweise Früchtetee, grüner Tee und Schwarztee sind Kältekiller, denn der Tee sorgt für die gute Durchblutung, und die Vitamine schützen unser Immunsystem. Wir erkälten uns im Winter leichter, da durch die kalte Luft unser Immunsystem geschwächt wird und leidet. Gute Darmbakterien, die man als Nahrungsergänzung in der Apotheke bekommt, sogenannte Probiotika, helfen auch. Ich probiere sie gerade aus, und wenn sie nichts nützen, schimpfe ich demnächst darüber.

Im Winter ist Sport wichtig, auch in der freien Natur, denn Aktivität fördert die Durchblutung des Körpers. Wer in der Kälte joggt, wird seltener frieren, vorausgesetzt, er packt sich warm ein. Schnee schaufeln, das Auto frei putzen, die Fenster enteisen, all das schützt uns vor der Kälte und hält uns fit. Mit Schnee-schaufeln kann man sogar etwas für seine schlanke Figur tun, und wenn man für andere schaufelt, könnte man damit noch Geld verdienen.

Vitamine schützen unseren Körper von innen vor der Kälte. Besonders im Winter ist das Hormon namens Vitamin D hilfreich für unser Immunsystem. Dies haben neueste Studien ergeben. Wir können in unseren nördlichen Breitenkreisen im Winter kein Vitamin D aufnehmen, aber es existiert Nahrungsergänzung dafür. Ich nehme sie zwar nicht, aber wenn ich leide, überlege ich es mir.

Die heizkosten sollte man auch im Winter im Überblick behalten, selbst wenn es eiskalt ist. Man kann den Gasanbieter, den Stromanbieter, die Heizvariante wechseln, und man sollte seine Wohnung isolieren. Ein Vollwärmeschutz wirkt Wunder, aber man sollte darauf achten, dass man noch Luft bekommt, denn total abgedichtete Räume entwickeln schnell Schimmel. Lüften sollte man bei Kälte kurz und gut, mit der sogenannten Stosslüftung. Ein gekipptes Fenster kann nämlich die Raumluft nie zur vollen Zufriedenheit auswechseln. Gut gelüftete Räume erwärmen sich schneller.

Bei Kälte sollte man seinen Körper, vor allem das Gesicht, den Hals und die Hände gut eincremen, die Lippen mit Lippenbalsam behandeln, und die Augenpartie mit einer speziellen Augencreme rückfettend eincremen. Im Winter trocknet die Haut durch die warme Heizungsluft und durch den kalten Wind extrem aus, wird rissig und spröde. Niemand will vorzeitig altern, und so sind feuchtigkeitsspendende und fettige Hautcremes je nach Hauttyp genau das Richtige gegen die Kälte.

Was spendet genügend Wärme?

Wir lieben es warm, ausser wenn der Sommer zu heiss ist. Alkohol und Zigaretten wärmen uns jedoch nicht, auch wenn viele Leute versehentlich glauben, es wären Wärmespender. Alkohol und Zigaretten verengen die Blutgefässe, sorgen im Körper für wahre Kriegszustände und kühlen uns langfristig nur unnötig aus. Ingwer hingegen wärmt uns hervorragend. Die Blutgefässe werden erweitert, der Körper erwärmt sich, und so ist ein guter Ingwertee ein richtig angenehmer Wärmespender, vor allem im Winter. Gewürze sind ohnehin gute Wärmelieferanten, weil sie den Körper erhitzen. Trotzdem sollte man es mit den Gewürzen, besonders mit Ingwer nicht übertreiben, denn die erweiterten Blutgefässe sorgen dafür, dass das Blut schneller durch den Körper fliesst, und so friert man nach einiger Zeit wieder. Sehr gute Wärmelieferanten sind normaler Tee, beispielsweise Grüntee, und die obligatorischen Schuheinlagen, denn damit entweicht die Wärme nicht an den Füssen. Manche Leute cremen ihre Beine mit einer Pferdesalbe, einem Pferdebalsam ein. Das wärmt zwar kurzfristig, aber dadurch entstehen leicht auch Entzündungen, sodass die Kälte wieder in die Beine flüchtet, der ganze Körper friert und nur die Pferde etwas davon haben. Manche Leute ziehen zwei Seidenstrumpfhosen übereinander an. Bitte, dieser Effekt kühlt unsere Beine nur unnötig, weil die Durchblutung gestört ist, wenn die Strumpfhosen zu eng anliegen. Eine dicke Thermostrumpfhose kann uns wärmen, eine dicke Hose, dicke Winterröcke, und eine Wärmeflasche. Gott sei Dank friert im Sommer kaum jemand.

Die spezielle Kältetherapie

Wer unter Rheuma leidet, geht in die Kältekammer. Und in Russland gibt es eine spezielle Kälteterapie, die uns hier zum Frösteln bringt. Russische Frauen tragen im tiefsten Winter, sogar noch bei bis zu 15 Gras Minustemperaturen kurze Röcke, Trägerkleider, keine Strümpfe, Sandalen, tiefes Dekollete, keine Mütze und keine Handschuhe. Auch russische Männer laufen in kurzen Hosen und T-Shirt umher, frösteln kaum und fühlen sich pudelwohl. Man nennt dieses Verfahren Abhärtungstherapie, und es soll angeblich das Immunsystem stärken, die Abwehrkräfte aktivieren und uns unempfindlicher für Erkältungen und grippale Infekte machen.

Mit einer Spezialtherapie kann man so trainiert werden, dass man die kalten Temperaturen nicht mehr spürt. Man geht ins Eisbad, für einige Sekunden, oder für 1 Minute. Dann wärmt man sich kurz in einem warmen Raum auf und geht erneut ins Eisbad. Diesen Vorgang wiederholt man mehrmals hintereinander, 5 bis 7 mal, damit sich der Körper an diesen Zustand gewöhnt und Abwehrkräfte aufbaut. Danach kann man in Sommerkleidung durch Russland spazieren. Das Spezialtraining beinhaltet einen speziellen Ernährungsplan, der aus Fisch, gesunden Fettsäuren, Eiweiss, Proteinen und vielen Kalorien besteht. Der Körper muss eine gewisse Fettschicht produzieren, damit man gegen die Kälte unempfindlich wird. Bei eisiger Kälte steigt der Herzschlag an, die Blutgefässe verengen sich, Stress entsteht, und oft kann man nicht richtig atmen. Der Körper lernt, wie er mit dem Stress umgehen muss. Dieses Training beinhaltet auch ein spezielles Bewegungstraining und ein Atemtraining. Man hält die Luft für jeweils eine Minute an, und man robbt 1000 Schritte auf den Knien am Boden dahin, um den Stress zu kompensieren. Auch bei uns findet dieser Hype immer mehr Anhänger, die im Winter in Sommerkleidung durch die Stadt gehen.


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Elisabeth Putz

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