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Landwirtschaft - Tipps für Bauern

Kuh und KalbDer gesunde Biobauer ist auch für unsere Gesundheit verantwortlich, da uns eine umweltfreundliche, nachhaltige Landwirtschaft gut tut und uns vor schädlichen Umweltgiften und Pestiziden schützt.

Das Landleben kann schön, aber auch hart sein. Inmitten der üppigen Natur muss man auf so einiges verzichten, das man in der Stadt quasi von der Stange konsumieren kann, aber dafür wird man reichlich belohnt. Wenn sich Fuchs und Henne gute Nacht wünschen, hat man seine Ruhe.

Heute geht man dazu über, nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben, denn der moderne Bauer ist umweltfreundlich und schont Flora und Fauna. So werden Prozesse vereinfacht und zusammengeführt. Um Ressourcen besser zu nutzen, lässt man Tiere und Pflanzen zusammenarbeiten, um nicht unnötig die Gentechnik zum Einsatz zu bringen, da heute grossflächiger Ackerbau betrieben wird, weil viele Menschen satt werden möchten.

Wasser kann man beispielsweise nachhaltig nutzen, indem man Fische und Tomaten zusammenschliesst. Die Tomaten gedeihen prächtig aufgrund der biologischen Ausscheidungen der Fische, welche zuvor gefiltert werden, und das Wasser ist zudem noch gesund, da es Nitrat enthält, welches die Tomaten für ihr Wachstum benötigen. Mit dieser Methode benötigt man anstatt 180 Liter Wasser nur 35 Liter. Wahrlich, Biodünger wächst auf dem hintersten Misthaufen, man muss ihn nur finden.

Im Obstanbau schafft man geschlossene Wasserkreisläufe, indem man Auffangbecken baut, die wie grosse Regentonnen das Wasser sammeln und es an die Obstbäume weitergeben. Im eigenen Garten kann man das Wasser übrigens auch in der Regentonne sammeln, um den Garten damit zu giessen. So bleibt die heimische Wasserleitung fürs Haus übrig.

Mit Hydrokultur betreibt man nachhaltige Landwirtschaft, indem man kleinste Flächen nutzt, denn hier gedeiht der Salat sogar am Hausdach im Hochbeet. Und mit einem eigenen Schwimmteich lebt man als Normalverbraucher nachhaltig, denn hier erspart man sich die Chemie eines Swimmingpools, welcher ständig gereinigt werden muss. Ich wollte schon immer mit den Fischen um die Wette schwimmen, bevor ich mich mit meinen Biotomaten stärke.

Die industrielle Landwirtschaft hat nur einen einzigen Vorteil, nämlich den billigen Preis für Fleisch, Obst und Gemüse. Ansonsten ernten wir die Nachteile, welche den Grossbauern und den Aktionär an der Börse jedoch nicht kümmern, wenn das Geld stimmt. Und den Konsumenten kümmert es auch nicht, solange er Geld spart. Erst wenn wir krank werden, denken wir nach, aber oft ist es dann schon zu spät.

In einem Mastbetrieb leben bis zu 20 000 und mehr Tiere auf engstem Raum. Damit sie nicht krank werden, bekommen sie Antibiotika. Damit sie gedeihen, bekommen sie Hormone und Mastfutter. Genau dieses Hormonfleisch essen wir, auch wenn wir uns öffentlich darüber aufregen, aber im Supermarkt an der Fleischtheke herrscht doch jedes Mal reges Treiben, wenn Fleisch im Angebot ist.

Die Tiere in Mastbetrieben erzeugen extrem viel Gülle, welche ins Grundwasser gelangt, und sie produzieren Methangas, weil sie atmen müssen. Zusammen mit den verabreichten Medikamenten gelangt alles in den Boden, in unsere Luft, verursacht dort erhöhte ungesunde Werte, aber wir können uns nicht dagegen wehren, weil wir selber dieses Problem heranzüchten, indem wir billiges Fleisch kaufen.

Der kleine Biobauer würde sich wünschen, mehr staatliche finanzielle Förderung zu erhalten, damit sich auch der benachteiligte Bürger, der nicht viel Geld verdient, einmal wöchentlich sein Biofleisch leisten kann. Der Industriebauer meint hingegen, der Weltmarkt bestimmt den Preis, und Billigfleisch müsste für alle ausreichend vorhanden sein. Während der Biobauer auf Nachhaltigkeit achtet, schaut der Industriebauer auf kurzfristige finanzielle Erfolge. Hoffentlich ist er alt genug und hat keine Kinder, damit er nicht versehentlich erkrankt oder seinen Kindern beim Dahinvegetieren zuschauen muss, wenn die Umwelt derart verschmutzt ist, dass wir daran zu Grunde gehen.

Schweine in der nachhaltigen Landwirtschaft

SchweinSeit ewigen Zeiten essen wir gerne Schweinefleisch, sodass das nette Schwein vom Nachbarbauern irgendwann als Schnitzel am Teller landet und in unseren Magen wandert. Wichtig ist dabei, dass das Schwein vorher ein menschenwürdiges Leben geführt hat, sonst schmeckt das Fleisch nicht gut und bleibt in unserem schlechten Gewissen hängen.

Tausende Menschen, vor allem in den Städten, sorgen sich jedoch nicht um das Wohl des Schweins, sondern um den kleinstmöglichen Preis, den sie für ein Kilo Schweinefleisch bezahlen müssen. Und so entstehen grosse Mastbetriebe, in denen die Schweine ein menschenunwürdiges Leben führen, mit Vitaminen und Fett vollgestopft werden, damit sie schneller schlachtbereit sind, und es werden ihnen die Ringelschwänze abgeschnitten, damit sie sich nicht gegenseitig die Schwänze aus Langeweile wegfressen.

Die biologische, nachhaltige Landwirtschaft stellt mehr Platz für die Schweine bereit, denn im Mastbetrieb kann man ja kaum ordentlich gedeihen. Bioschweine auf glücklichen Bauernhöfen besitzen ihre Ringelschwänze noch, da sie genügend Stroh zur Verfügung haben, mit dem sie sich beschäftigen können. Sie werden ordentlich gefüttert, ihnen werden keine Antibiotika oder Zusatzstoffe gegeben, damit sie gesund und dick werden, denn das Bioschwein darf ordentlich leben. Und so erntet der Konsument gesünderes Fleisch, welches jedoch seinen Preis hat, denn es kostet das Dreifache eines Mastschweines. Gott sei Dank findet ein Umdenken beim Verbraucher statt, damit vielleicht eines Tages die Schweinemastbetriebe der Vergangenheit angehören. Es gibt mittlerweile einige Organisationen, die sich für das Tierwohl einsetzen, und genau diese Organisationen sollten wir unterstützen, denn sie dienen auch unserem Wohl.

Die Kuh in der nachhaltigen Landwirtschaft

Kühe aus Mastbetrieben sehen das ganze Jahr über keine Weide. Sie stehen im Stall, werden vollautomatisiert gemolken und betreut, bekommen Mastfutter, welches mit künstlichen Vitaminen vollgestopft ist, und sie wachsen fettmässig in die Breite, damit wir das Fleisch schnellstmöglich konsumieren können. Im Supermarkt und Discounter kostet dieses Billigfleisch bis zu 60% weniger als das Biofleisch, aber der Konsument denkt sich, Hauptsache billig, während er sich um seine angeschlagene Gesundheit bemüht, Tabletten schluckt und an Krebs erkrankt.

Studien weisen darauf hin, dass Billigfleisch unter Umständen Krebs auslösen kann, und dass ein hoher Fleischkonsum allgemein zu Krebserkrankungen führen kann. 100 bis 200 g Fleisch in der Woche sind genug, mehr sollte man auf keinen Fall essen, und dazu zählt auch die Wurst.

Glückliche Biokühe stehen auf der Weide, weiden auf der Alm, fressen Gras und Heu, leben in der frischen Luft und setzen nicht so viel ungesundes Fett an, da sie ständig in Bewegung sind. Eine weidende Kuh legt im Laufe eines Tages einige Kilometer zurück, und genau das hält sie und ihre Milch gesund. Wir profitieren von Biomilch und Biofleisch, selbst wenn es teurer ist. Wenn wir anstatt haufenweise Fleisch zu essen, nur noch hin und wieder ein hochwertiges Stück Biofleisch verzehren würden, wären wir allgemein gesünder.

Kuh und Stier in der modernen Landwirtschaft

In der modernen Landwirtschaft müssen alle Prozesse automatisiert werden. Kuh und Stier sind wie Mann und Frau, sie pflanzen sich fort. Dies könnte in Zukunft jedoch nicht mehr so ganz natürlich ablaufen, denn die ersten Fortpflanzungsmaschinen haben das Licht der Welt erblickt. Bitte, es gibt ja auch schon den Melkroboter, der die Kuh sanft massiert, damit die Milch besser fliesst. Da kann der Bauer ausschlafen. Und so existieren auch die aktuellsten Techniken, um die Fortpflanzung von Kuh und Stier künstlich zu erzeugen, die künstliche Besamung der Kuh mittels einer Pipette. Wahrlich, da können dann die Stiere ausschlafen. Ob dies zu einer nachhaltigen, biologischen Landwirtschaft beiträgt, bezweifle ich, denn jeder maschinelle Einsatz raubt uns ein Stück Natur.

Superkühe geben mehr Milch und führen ein Kuh-Tagebuch

Kennen Sie Superkühe? Es sind Kühe, die mit einem Chip ausgestattet sind und permanent Informationen über ihren aktuellen Gesundheitsstand und Lebensstandard liefern. So weiss der Bauer, was, wieviel und wann die Kuh exakt gefressen hat, wie ihr derzeitiger Vitaminhaushalt aussieht, welches Futter ihr noch fehlt, ob sie zufrieden ist, ob sie schläft oder wach ist, wie gesund sie ist, und ob sie irgendetwas braucht, um noch zufriedener zu sein. Solche Superkühe führen auch ein automatisch erstelltes Kuh-Tagebuch, in welchem sämtliche Daten festgehalten werden. So hat der Bauer die volle Kontrolle über das Leben seiner Lieblingskühe. Die Milch solcher Superkühe ist angeblich reichhaltiger an Nährstoffen, gesünder und frischer. An speziellen Milchtankstellen kann man diese Supermilch sogar in Form von Rohmilch konsumieren, wobei man hier allerdings aufpassen muss, dass man keine Bakterien trinkt, denn Rohmilch sollte man lieber zuvor kurz auf 72 Grad erhitzen.Wenn ich eines Tages ein Kuh-Tagebuch führe, laufe ich auf vier Beinen, oder ich bin Bäurin geworden.

Das Melkkarussell am modernen Bauernhof

Heute melkt man seine Kühe nicht mehr unbedingt mit einer herkömmlichen Melkmaschine, auch nicht per Hand, sondern mittels eines vollautomatischen Melkkarussels. Der Vorteil dieses Melkstandes ist es, dass rund um die Uhr gemolken werden kann und somit auch grosse Bauernhöfe bewirtschaftet werden können. Der moderne Bauer ist geboren, und er stirbt auch nicht so schnell aus, denn diese Technik ist praktisch und erspart uns viel Arbeit. Mit dem modernen Melkroboter lassen sich Säuregehalt, Zuckergehalt und Fettgehalt der Milch messen, der Bakterienstand der Milch kann kontrolliert werden, man kann sehen, ob die Kuh gefressen hat und zufrieden ist, wieviel Futter noch nötig ist, welches Futtermittel noch fehlt, ob die Kuh genügend Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Ballaststoffe zu sich genommen hat, und somit können viele Kühe gleichzeitig vollständig und automatisch überwacht werden. Die Milchqualität erhöht sich, Antibiotika müssen seltener zum Einsatz kommen, und der Bauer ist zufrieden. Natürlich hat dies nichts mit dem kleinen Bio-Bauernhof zu tun, denn dort hat die Kuh noch einen Namen und eine Seele, wird gestreichelt und stirbt womöglich eines natürlichen Todes, weil sie keine Antibiotika verabreicht bekommt. Danke, ich trinke die Milch direkt aus der Quelle.

Das Huhn in der nachhaltigen Landwirtschaft

Masthühner setzen viel Brust an, weil wir Hühnerbrustfilet bevorzugen, dafür jedoch auf das Muskelfleisch verzichten. Wenn man sich anschaut, wie es in einem Hühnermastbetrieb von der Aufzucht bis zur Schlachtung zugeht, wird man zum Veganer, weil man sich übergeben muss. Ein Metzger meinte einst, der Konsument verlangt nach minderwertigem Fleisch, weil ihm sein teures Smartphone und sein Auto wichtiger sind. Am besten, man weiss nicht so genau, wie das Tier gelebt hat, welches man verspeist, sonst muss man sich übergeben.

Biohühner haben genügend Freiraum, bekommen Körner als Futter, leben in Freilandhaltung auf kleinen Bauernhöfen und geniessen die Natur. Biohühner kosten auch dementsprechend mehr Geld, aber zu viel Fleisch ist ohnehin ungesund. Biohühner besitzen noch ihre Schnäbel, da sie sich nicht gegenseitig beissen. Die Bioeier kann man ohne schlechtes Gewissen verzehren, da sie uns jede Menge wertvoller Nährstoffe liefern. Zum Veganer braucht man als Biokonsument nicht zu werden, da auch ein Vegetarier, der die Tierprodukte wie Milch, Käse und Eier nutzt, gesund lebt. Und so leistet der Biobauer viel für unsere Gesundheit.

Obst und Gemüse vom Biobauern

Als eine Bäurin einst zusehen musste, wie ihr Kleinkind an einer Pestizidvergiftung litt, stieg sie um auf biologischen Ackerbau. Wir ahnen kaum, wie sehr uns Kunstdünger und chemische Landwirtschaft gesundheitlich angreifen, aber es können Nervenschäden, Gehirnschäden und körperliche Schäden drohen. Allergien haben zugenommen, was auf industrielle Landwirtschaft zurückzuführen sein könnte, aber einige Pestizide sind immer noch aus wirtschaftlichen Gründen am Markt, obwohl in einigen Studien nachgewiesen wurde, dass sie Krebs auslösen.

Der Biobauer nutzt eine Art Vierfelderwirtschaft, welche immer wieder wandert. Auf drei Feldern baut er Getreide und Gemüse an, während sich das vierte Feld erholt. So ist gewährleistet, dass der Boden nicht ausgelaugt wird und genügend Nährstoffe bereit hält. Es werden keine künstlichen Düngemittel verwendet, und davon profitiert auch der Konsument, denn er verzehrt die Ware. Wir tendieren dazu, die industrielle Landwirtschaft aus unseren Gedanken zu verdrängen, weil wir gerne Obst und Gemüse aus der ganzen Welt importieren, anstatt uns regional, biologisch und nachhaltig zu ernähren. Wir verdrängen, dass wir dadurch unsere Umwelt und unseren Körper schädigen, weil die asiatische Sojabohne so gesund sein soll. Der Biobauer denkt hingegen regional, in kleinen Dimensionen und ist mit dem glücklich, was er erntet. So trägt er einen Teil dazu bei, wie wir uns ernähren könnten, wenn wir auf industrielle Produkte verzichten würden.

Wie schädlich ist konventionelle Landwirtschaft?

Der Biobauer fragt sich schon lange, wie lange wir die konventionelle Landwirtschaft noch aushalten? Die Monokultur, besonders die grossflächige Agrokultur macht unsere Welt weltweit kaputt, indem sie die Böden auslaugt. Einige Grossbauern, die sich gut über den Globus verteilen, ernten damit Unsummen an Geldern, profitieren wie die Weltmeister davon, und unzählige Kleinbauern verhungern. Den Kleinen wird das Land quasi kostengünstig weggenommen, und sie können sich das teure Saatgut nicht leisten, welches zunehmend eine Monopolstellung geniesst. Bitte, nicht nur Obst und Gemüse wird vereinheitlicht, auch Baumwolle, Kaffee, Kakao, Reis und Getreide werden monopolisiert, sodass die Vielfalt verschwindet. Dem Boden wird Phosphor, Magnesium und Kali entzogen, um den Kunstdünger am Leben zu erhalten. Diese Methode können wir noch ca 50 bis 100 Jahre anwenden, bis wir verhungern, weil dann die Böden vollkommen ausgelaugt sind und kaum noch etwas darauf angebaut werden kann. Alternativ könnten wir Stickstoffdünger verwenden, der jedoch mühsam aus Pflanzen gewonnen wird, welche den Stickstoff produzieren, aber das dauert länger, und Warten gehört nicht zu den Stärken der Menschheit. Vielleicht denken wir bald einmal um, spätestens wenn wir erkennen, dass die Lebensmittel immer dünner an Vitaminen und Mineralstoffen werden. Dann lebt der Biobauer auf und vermehrt sich wieder.

Soll man Wiesen verwildern lassen?

Stellen Sie sich vor, Sie schauen dem Gras beim Wachsen zu. Forscher haben im Zuge eines solchen Projektes herausgefunden, wie sich Grünflächen verändern, wenn sie weder gemäht, noch bewirtschaftet werden. Der Boden wird feuchter, gesunde Bakterien vermehren sich, während Pilze im Erdreich verschwinden. Grosse Blumen vermehren sich, während die kleinen Blümchen aussterben, weil sie aufgrund des Schattens der grossen Pflanzenwelt nicht gut gedeihen können. Die Pflanzenvielfalt nimmt zwar zu, aber einige Arten nehmen rapide ab. Der Erdboden wird nährstoffreich und gewinnt an zahlreichen Mineralstoffen. Wenn man die Wiesen mäht und bewirtschaftet, tritt der umgekehrte Effekt ein, besonders in Monokulturen. Der Boden wird ausgelaugt, die kleinen Pflanzen vermehren sich, die Pilze auch, während die gesunden Bakterien und Mineralstoffe weniger werden. Wir sollten uns für die Mehrfelderwirtschaft entscheiden und mindestens eine Wiese, ein Feld verwildern lassen, bevor wir es erneut bewirtschaften. Die Mehrfelderwirtschaft im bewirtschafteten und verwilderten Wechselzustand sorgt dafür, dass unsere Böden nährstoffreich und gesund bleiben.

Der Bauernkalender mit Tradition

Viele Bauern legen sich jedes Jahr einen Bauernkalender zu. Ein uralter Bauernkalender ist der Mnndlkalender, der traditionell aus Österreich, genauer gesagt aus Graz stammt. Er ist nach den kleinen Abbildungen von Heiligenfiguren benannt und gibt eine grobe Auskunft übers Wetter, die Feiertage, die Namenstage, die guten und schlechten Erntezeiten, damit der Bauer weiss, wann er seine Landwirtschaft in Schuss bringen soll. Natürlich enthält er auch Bauernirrtümer, aber aus langjährigen Erfahrungen und dem Stand des Mondes und der Mondphasen kann man einiges ableiten. Bauernsprüche, welche die Bauernirrtümer verstärken, sind auch in aller Munde, wenn man sich diesen Kalender genauer anschaut. Heute posieren hübsche Bäurinnen und junge, stramme Bauern für den Bauernkalender, auch wenn dies in der alten Generation nicht gerne gesehen wird. Es lohnt sich, so einen Motivkalender zu besitzen, da die Bäurinnen und Jungbauern schön anzusehen sind, wenn sie nur knapp bekleidet sind. Und für die Traditionsbewussten gibt es immer noch den Mandlkalender.

Bauernregeln und Bauernirrtümer

Viele Bauernregeln sind eher zum Schmunzeln und bewahrheiten sich nicht. Stirbt der Bauer im Oktober, braucht er im Winter keinen Pullover. Stirbt der Bauer im August, gibt es Ernteverlust. Stirbt der Bauer im März, braucht er im Sommer keinen Sterz. Das Heu muss bis Ende August eingefahren werden. Die Saat muss bis April auf dem Feld sein. Die Kühe geben an Vollmond mehr Milch. Der Stier besteigt die Kuh im Sommer, oder spätestens im Herbst, notfalls im Frühling, aber nie im Winter. Die Schweine werden im November geschlachtet. Und die Bäurin braucht unbedingt Nachwuschs, sonst liegt der Bauernhof eines Tages brach.

 


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Elisabeth Putz

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