Lifestyle Ratgeber

Ratgeber

Beauty

Esoterik

Flirten

Lifestyle

Wellness

Kultur

Leben

Shopping

Technik

Urlaub

Gesund leben ohne Plastik

BlumePlastik ist Kunststoff und besteht aus Makromolekülen. Es ist äusserst stabil, praktisch im Alltag einsetzbar, es lässt sich leicht formen und biegen, ist fest und elastisch zugleich, und wir finden es in unzähligen Dingen unseres täglichen Lebens wieder, nicht nur als Plastiktüte im Supermarkt und als Mülltüte im Mülleimer.

Plastik finden wir als Verpackungsmaterial aller Art, denn sogar die Zahnpastatube besteht aus Kunststoff, damit sie sich leichter zusammendrücken lässt. Wir finden es als Bodenbelag, in einigen Teppichen, als Kleber, im Geschirr, in vielen Elektrogeräten, sogar in einigen Autoteilen, in unserer Kosmetik, in der Kleidung, in unserem Schuhwerk, in zahlreichen Stylingprodukten, in der Medizin, im Haushalt, und wir erkennen oft unbewusst gar nicht, dass wir uns mittlerweile ständig mit Plastik umgeben, denn sogar Smartphone, Tablet und die Tastatur des Computers sind teilweise aus Kunststoff gefertigt.

Erst in letzter Zeit bemerken wir, wie ungesund Plastik ist, so sehr, dass Industrie und vor allem der Handel darauf reagieren. Viele Supermärkte verpacken Obst und Gemüse nicht mehr extra in Folie, zahlreiche Drogeriemärkte bieten keine Plastiktüten mehr kostenlos an, und der Handel hat allgemein beschlossen, sein Verpackungsmaterial zu überdenken. Ich finde es unsinnig, wenn Biogemüse in Folie verpackt ist. Als mein Gemüsehändler einmal keinen Blumenkohl hatte und ich diesen im Bio-Supermarkt kaufen musste, erschrak ich direkt, als ich sah, wie luftundurchlässig der Kohl dort umhüllt war. Da überlegt man sich, auf den Kohl zu verzichten und stattdessen Kartoffelpüree mit Spinat und Wildlachs zu machen.

Wir ersticken bald im Plastik

Wir sind zusammen mit den USA und China die grössten Plastikproduzierer und Plastikverwerter. So entsteht Plastikmüll, in welchem wir eines Tages ersticken werden, wenn wir nicht umdenken und die Produktion reduzieren. Hierfür gibt es Wege und Konzepte, aber der einzelne kann auch etwas dafür tun.

Wir könnten den Coffee-to go aus der eigenen Kaffeetasse trinken, die wir mitnehmen. So ersparen wir uns den Müll der tausenden Kaffeebecher, denn die Mülleimer sind voll davon. Wir könnten Glasflaschen kaufen, auf Plastikflaschen verzichten und Wasserflaschen wiederverwerten. Aus der Glasflasche schmeckt das Wasser ohnehin besser und ist gesünder. Wir könnten Obst und Gemüse unverpackt kaufen. In der luftdichten Verpackung bildet sich ohnehin zu viel gesundheitsgefährdendes Nitrit, besonders im Salat, und so tun wir ohne Verpackungsmaterial unserer Gesundheit viel Gutes.

Plastik in der Kosmetik

Irgendwann hat die Kosmetikindustrie herausgefunden, wie nützlich Plastik in Kosmetikprodukten sein kann. Seither tummelt sich der Kunststoff als kleine Kugeln in unserer täglichen Körperpflege. Man duscht sich so sanft, wenn im Duschgel eine gelartige Masse mitschwimmt, die sich leicht und locker am Körper verteilen lässt. Dies verleiht den meisten ahnungslosen Menschen ein sanftes Gefühl auf der Haut. Ich bin auf Naturkosmetik umgestiegen, weil ich meinen Körper nicht mit diesen Kunststofferlebnissen belasten möchte. Die Haut ist unser grösstes Atmungsorgan, scheidet Giftstoffe aus und atmet den Müll ein, der auf ihr lagert.

Als ich bemerkt habe, dass nicht nur die Verpackung von Kosmetik, sondern die Produkte selbst aus wirtschaftlichen Gründen mit Kunststoff versehen sind, begann ein Umdenken in mir. Allerdings kaufe ich meine Naturkosmetik noch in der vorgesehenen Verpackung, denn auf Hausmittel für die Körperpflege bin ich nicht umgestiegen. Manche Leute waschen ihre Haare mit Roggenmehl, andere nur noch mit Wasser. Die Naturmenschen pflegen sich ausschliesslich mit Wasser und Lebensmitteln, putzen selbst die Zähne nur mit Mitteln aus der Natur.

Ist Bioplastik der bessere Kunststoff?

Bioplastik ist nicht unbedingt ein besserer Kunststoff, auch wenn er mit Bio lockt. Wenn er mit dem Biomüll in Kontakt gerät, bringt er das ökologische Gleichgewicht in der Natur trotzdem durcheinander, da nicht jede Biomülltüte restlos aufgelöst wird.

Nanoplastik und seine Folgen

Nanoplastik wird eingesetzt, um Produkte stabiler, resistenter und funktionsfähiger zu machen. Feinste Nanopartikel finden wir auch in manchen Fertiggerichten vor und nehmen sie als selbstverständlich hin. Nanoprodukte sind beispielsweise Funktionskleidung oder Funktionsmöbel, die unseren Alltag erleichtern, zum Beispiel eine wasserabweisende Outdoor-Jacke. Ich bin auf Naturmöbel umgestiegen, aber nicht alles in meinem Haushalt ist frei von Nanoplastik, da ich nicht lange genug gesucht habe. Funktionsmöbel finde ich praktisch, aber meine Gesundheit finde ich noch praktischer, denn mit meinem Körper lebe ich bestimmt noch einige Jahrzehnte zusammen.

Wie ungesund ist Mikroplastik?

Kennen Sie Mikroplastik? Aber die Dinge aus dem täglichen Leben, wie Zahnpasta, Duschgel, Wasserflaschen, das tägliche Essen, die Alltagskleidung, das kennen Sie schon. Dann ist Ihnen auch Mikroplastik bekannt. Dies sind kleinste Plastikteile, die mit normalem Auge nicht zu sehen sind. Sie sind ein Abfallprodukt aus Plastik, schwimmen im Meer und vermehren sich, denn wir produzieren laufend Produkte aus Plastik, die nicht verrotten, sich aber zersetzen und in unseren Nahrungskreislauf geraten. Fische, Muscheln und Meerestiere fressen das Mikroplastik, Pflanzen saugen es auf, und wir essen es auch dann, wenn wir Fleisch essen, denn auch Schweine und Kühe müssen sich zuvor ernährt haben, damit sie gross und stark werden.

Mikroplastik ist ungesund, setzt sich überall hin, wo es nicht hin soll, reichert sich in unserem Körper an und kann uns auf Dauer krank machen. Wir brauchen neue Umweltgesetze, damit der Plastikmüll gestoppt wird. Zwar existieren auch Produkte, die kein Plastik enthalten, sie sind jedoch so selten im Alltag vorzufinden, dass man Mühe hat, sich frei von Mikroplastik am Leben zu halten. Guten Appetit, mir bleibt bei diesem Gedanken das Plastik im Hals stecken.

Die Wissenschaft arbeitet glaube ich an Studien, welche die Gefährlichkeit von Mikroplastik bestätigen, aber bis jetzt sieht die Industrie keine so grosse Gefahr für das menschliche Gehirn. Es könnte sein, dass unser Gehirn dadurch angegriffen ist, es könnte aber auch sein, dass die Mikroteilchen so klein sind, dass sie vom menschlichen Organismus einfach toleriert und ohne Bedenken ausgeschieden werden. Hier frage ich mich dann allerdings, ob nicht mit zu vielen Teilchen unsere Nieren irgendwann überanstrengt werden, wenn der Müll weiter zunimmt.

Wie vermeiden wir Plastik im Alltag?

Leben am Bauernhof ohne PlastikEs gibt zahlreiche Experimente, die belegen, dass wir ohne Plastik leben können. Die richtig naturbewussten Bio-Menschen können dies, da sie ihr Leben auf ein Minimum an materiellen Dingen reduzieren. Wer auf die vielen Kosmetikprodukte verzichtet, tut schon einiges, um Plastik zu vermeiden.

Ich habe ein Experiment gestartet, habe es allerdings bis heute noch nicht geschafft, Plastik gänzlich aus meinem Leben zu verbannen, da mich der nachhaltige Lebensstil zwar reizt, mich aber auch die vielen Verlockungen im Leben reizen. Und so ziehe ich mich manchmal noch schick an, obwohl ich weiss, dass die eine oder andere Gürtelschnalle und Haarspange aus Plastik ist.

Im Supermarkt braucht man kaum noch einzukaufen, denn da muss man lange suchen, bis man kunststoff-freien Produkten begegnet. Mein Kakao ist aber in Karton gehüllt, meine Nüsse jedoch in Plastik verpackt. Im Gemüseladen hat man eher die Chance, auf Plastik zu verzichten, und am Markt auch. Auf viele Dinge muss man verzichten, weil es sie nur als Alternative ohne Plastik gibt, und dann sind es eben nur noch ähnliche Produkte. Meine Zahnpasta ist Bio, aber selbst sie steckt in einer Kunststofftube, und ich verzichte auf keinen Fall auf sie, weil sie mir gut tut.

Es ist leicht, auf Plastiktüten zu verzichten, stattdessen die Waren in Stofftüten zu verpacken, aber man findet so schwer einen Computer, einen Tablet, ein Smartphone, eine Zahnbürste, einen Haarkamm, eine Nagelfeile, einen Damenrasierer, ein Diktiergerät, eine Digitalkamera und hunderte weitere Produkte, die ohne Kunststoff verarbeitet sind. Ich müsste meinen Beruf wechseln, wenn ich auf diese Dinge verzichten würde, da ich blind bin und auf die wenigen blindengerechten Geräte angewiesen bin. Sogar die Türgriffe unseres Wohnzimmerschrankes sind teilweise aus Plastik, obwohl es ein Designerschrank ist, der viel gekostet hat. Ich müsste mein Leben austauschen, von der Stadt aufs Land ziehen, zum Minimalisten werden und ein Aussteigerleben führen, um gänzlich ohne Plastik zu leben, denn sogar meine Badewanne ist teilweise aus Kunststoff. Trotzdem gibt es Leute, die leben gut ohne Plastik.

Die Plastiktüten verschwinden langsam, aber zuverlässig

Bis vor kurzem kaufte man ein und transportierte das Geshoppte in einer Plastiktüte. Diese Säcke sind jedoch zäh, lassen sich nicht unbedingt recyclen, es sei denn, man verwendet sie mehrmals, und sie zersetzen sich im Laufe der Zeit zu Mikroplastik und Nanoplastik. Eine gute Alternative sind Tüten aus Mais, aber hierfür müssen wieder riesen Maisfelder angebaut werden, damit jeder von uns seine obligatorische Tüte abbekommt. Wir haben uns etwas anderes einfallen lassen. Wir bepreisen jetzt die Plastiktüten, und das tut in der Geldbörse weh. Viele Kaufhäuser, Modeketten und Shoppingcenter sind dazu übergegangen, ihre Tüten nicht mehr gratis zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet, man kauft nicht mehr unnötig viele Säcke ein, nur noch die Müllsäcke, denn hierfür haben wir noch keine brauchbaren Alternativen gefunden, die praktisch und geruchsarm genug sind, um sich damit im Haushalt wohlzufühlen. Man sollte Plastik auch bei Kosmetik vermeiden, auch wenn die Produkte dadurch geschmeidiger werden. Bei Kleidung kann man auf Baumwolle umsteigen, und im Alltag braucht man sich nicht mit allen cool wirkenden Accessoires eindecken, die billig produziert wurden und lediglich gut aussehen. Naturstoffe bieten fast für jeden Bereich eine gute Alternative für Plastik, aber man muss doch eher spartanisch leben, wenn man die Chemie ganz aus seinem Leben verbannen möchte.

Taschen aus alten Flaschen sind nachhaltig

Wenn die Tasche früher eine Flasche war, ist sie umweltfreundlich, aus recycletem Material gefertigt, und man lebt damit nachhaltig. PET-Flaschen sind sehr biegsam und lassen sich gut zu anderen Dingen formen, sodass man aus einer alten Plastikflasche ein neues Design zaubern kann. Besonders Schultaschen liegen gut am Rücken, wenn sie aus PET Material gefertigt sind. Rucksäcke liegen auch gut auf den Schultern, schneiden nicht ein und sind durchaus tragbar, wenn man sie aus Flaschen fertigt. Farben und Design können nach Belieben variieren, und man trägt auch ein gewisses Image mit sich herum, wenn man so eine Tasche trägt. Sie passen in unsere derzeitige Welt hinein, da wir immer umweltbewusster werden und den Müll nicht achtlos ins Meer werfen und zu Microplastik verfallen lassen. Aus Plastikmüll kann man auch Plastiktüten und allerlei andere Dinge machen, damit der Müll nicht verendet.

Meerjungfrauen gegen Plastikmüll

MeerjungfrauPlastikmüll verstopft unsere Gewässer, verstopft die Tierwelt, die Pflanzenwelt und uns Menschen, denn wir schwimmen auf unterschiedlichste Weise im Plastik, selbst wenn wir es auf Umwegen essen. Ein Künstler macht auf dieses Problem aufmerksam, indem er ein Kunstwerk geschaffen hat, welches eine Meerjungfrau zeigt, die durch unzählige Plastikflaschen schwimmt. Dies soll uns sagen, Meerjungfrauen mögen kein Plastik, und der Mensch soll endlich mit der Plastikproduktion aufhören, oder den Plastikmüll wenigstens auf ein Minimum einschränken.

Gibt es bald eine Lösung fürs Plastik?

Es könnte bald eine Komplettlösung für zu viel Plastikmüll geben. Forscher haben nämlich ein Enzym entdeckt, mit welchem das Plastik innerhalb von wenigen Stunden aufgelöst werden kann. Damit könnten die Meere gereinigt werden, und die Müllberge verschwinden. Besser ist es aber dennoch, wenn wir weniger Plastik produzieren würden, denn die Risiken und nicht bekannten Folgewirkungen, welche durch den Einsatz dieses Enzyms in Verbindung mit dem Plastik entstehen könnten, sind noch nicht gänzlich erforscht.


Lifestyle

Impressum

Datenschutz

Elisabeth Putz

Sponsoren