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So meistern Sie eine Lebenskrise

Kein Berg ist zu hochEine Lebenskrise ist ein spezieller Lebensabschnitt, in welchem man Probleme wälzt, vor fast unlösbare Situationen gestellt wird, eher depressiv anstatt optimistisch ist, und man sieht diesen Lebensabschnitt als etwas Bedrohliches an. Diese Lebenskrisen dauern unterschiedlich lange an, und jeder empfindet sie anders. Viele Menschen verzweifeln in Lebenskrisen, andere wiederum blühen nachher richtig auf, und einige nehmen sich einen Lebensberater, einen sogenannten Life-Coach, welcher sie behutsam durch die Krise begleitet.

Psychische und körperliche Leiden, Probleme von aussen, aber auch ungünstige Lebenssituationen, in die man sich selbst bringt, sind Begleiterscheinungen in Lebenskrisen. enn die Depression droht, muss man einen Psychotherapeuten oder einen psychosozialen Berater aufsuchen, sonst verzweifelt man dran.

Ein eventueller Lebensfrust äussert sich nicht immer in Wut und Trauer, in Selbstmitleid, üppigen Tränen und im Kummerkasten stöbern, er kann sich auch darin äussern, dass man aus lauter Verbitterung anderen Menschen wehtut, weil man sich danach für einige Minuten besser fühlt. Wer sich an ärmeren Menschen, am Leid der Welt orientiert und seine Mitmenschen ständig auf die Fehler der Gesellschaft aufmerksam macht, der lädt unbewusst seinen Frust ab. Wer aktiv hilft, ohne zu jammern und zu meckern, der liebt sich, seine Mitmenschen und seine kleine Welt. Selbst die Superreichen haben ein Recht auf Leben, auch wenn sie ihren Lifestyle dekadent auskosten. Nur die Jammerbox lebt nicht, sie ist viel zu beschäftigt mit Jammern. Der eitle Pfau und die grössenwahnsinnige Diva leben ausgezeichnet, denn sie geniessen alles, was ihnen vor die Füsse fällt.

Fast jeder von uns weiss, wie es sich anfühlt, wenn man sich in einer Lebenskrise befindet. Man ist angeschlagen, abgeschlagen, müde, traurig, beinahe depressiv, und man weiss oft nicht, wie man dieser Krise entkommt. Wichtig in jeder Lebenskrise ist es, dass man weiss, sie geht vorüber, selbst wenn sie einige Jahre andauert. Oft hilft ein Jobwechsel, ein Ortswechsel, ein Partnerwechsel, und neue Freunde helfen fast immer, wenn man sie richtig aussucht. Wichtig ist, dass man sich Hilfe holt und nicht alleine zu Hause am Sofa sitzt. Psychologische Hilfe kann gut tun, ein Gespräch heilt oft tiefe Wunden, und ein Kaffeeklatsch mit einer guten Freundin, einem guten Freund wirkt wie Schokolade, es tut gut. Lebenskrisen meistert man besser, wenn man sich nicht hängen oder gehen lässt, sondern stark durch die Krise wandert. Schauen Sie sich nicht den derzeitigen Mangel an, achten Sie lieber auf Ihre verbleibenden Stärken.

Die Quarter-Life-Crisis

Es gibt nicht nur die Midlife-Crisis, es gibt auch die Quarter-Life-Crisis. Sie überkommt uns meist zwischen dem 25. und dem 35. Lebensjahr. In dieser Zeit sind wir auf der Suche nach der steilsten Karriereleiter, nach dem besten Partner fürs Leben, nach dem idealen Job, nach dem grossen Geld. Wir arbeiten hart, knüpfen Kontakte, die uns beruflich weiterbringen, bauen uns ein gutes Image auf, lechzen nach Prestige und Anerkennung, und wehe, es geht etwas auf diesem Weg schief, dann verzweifeln wir gerne.

Wir haben oft einen Partner gefunden, der als Familienvater und Ehemann in Frage kommt. Wir heiraten, bekommen Kinder, leben unseren durchgetakteten Alltag, machen Karriere, sind beruflich und familiär eingespannt und merken oft gar nicht, dass unsere Energiereserven am Ende sind. Das Burnout droht. Und so schlittern wir langsam in diese Quarter-Life-Crisis hinein. Hier ist es wichtig, nicht gleich alles wegzuwerfen, was wir uns aufgebaut haben, denn eine Scheidung kostet Geld und Nerven. Man sollte sich in Ruhe hinsetzen und sein Leben überdenken. Was ist gut? Was ist schlecht? Die wirklich schlechten Dinge sollte man ändern, wenn sie so weh tun, dass man sie nicht aushält. Die monotonen Dinge im Alltag, die nur ein wenig kneifen, jedoch nicht richtig wehtun, sollte man beibehalten und ihre Entwicklung beobachten, denn vieles repariert sich ganz von alleine.

In der Quarter-Life-Crisis ist es wichtig, dass man sich gewisse Freiräume schafft, sich etwas gönnt, seinen Körper achtet und sein soziales Umfeld nicht aufgrund einer steilen Karriere vernachlässigt. Gute Freunde braucht man immer. Seinen Körper benötigt man bis ins hohe Alter hinein, am besten im gesunden Zustand. Und die Seele muss geschützt werden, sonst geht sie zwischen Smartphone, Tablet und Terminkalender verloren.

Die Midlife-Crisis

Frauen befinden sich meist zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr in der Midlife-Crisis. Die Wechseljahre nahen und rauben uns den letzten Nerv, die Kinder werden erwachsen, oder man hat das Pech, keine Kinder zu haben und fühlt sich dann als Frau plötzlich verloren, wenn die Fruchtbarkeit schwindet. Die grosse Torschlusspanik überkommt uns, wenn wir verzweifelt nach einem Partner suchen, der uns schwängert. Bitte, diese Situationen gibt es im Leben, auch wenn sie noch so unrealistisch klingen, denn viele Frauen wünschen sich Kinder und haben mit 40 Jahren noch keine.

Für die Frau ist es wichtig, dass sie ihren neuen Körper so annimmt, wie er ist. Wenn wir uns gesund ernähren, mehr Sport als früher treiben, und wenn wir viel schlafen, bleiben wir länger jung und faltenfrei. Wenn wir feiern wie immer, altern wir schneller. Alkohol und zu viel Zucker, zu viel Fett und Fastfood sollte man in der Midlife-Crisis vermeiden. Wir brauchen neue Aufgaben, wenn die Kinder selbständig werden. Ein Jobwechsel oder ein neues Hobby kann helfen.

Der Mann befindet sich zwischen dem 45. Lebensjahr und dem 55. Lebensjahr in der Midlife-Crisis. Er will sich plötzlich als Mann bestätigt fühlen, verliebt sich gerne in junge Frauen und tauscht die eigene Frau gegen eine Jüngere ein. Viele Ehefrauen machen den Fehler, dass sie ihren Mann festhalten wollen, still leiden und immer noch für die Bügelwäsche verantwortlich sind. Wenn eine Ehe an der Midlife-Crisis scheitert, ist eine Scheidung oft besser als jahrelange Dehmütigungen. Bitte, nicht alle Männer sind so egoistisch. Viele fürchten die Konsequenzen, bleiben treu, sind gute Väter und gute Ehemänner, denn die Liebe siegt immer, wenn sie tief genug ist. Wichtig für den Mann in der Midlife-Crisis ist es, dass er nicht gleich mit einer jüngeren Frau das nächste Leben aufbaut, denn dies geht oft schief, weil die Jüngere den Platz der Ehefrau nicht gerne einnimmt. Man muss sich überlegen, was man in seinem Leben geleistet und aufgebaut hat, und erst wenn man damit tot unglücklich ist, dieser Zustand längere Zeit, mehr als zwei Jahre anhält, kann man an Veränderung denken und neu anfangen zu leben. Ein offenes Gespräch mit dem Partner, in welchem man über seine Gefühle, Ängste und Lebenskrisen spricht, seine Wünsche äussert, tut oft gut.

Kann man Lebensglück in der Krise kaufen?

Wer sich in einer Lebenskrise befindet, sieht das Glück nicht, denn es ist so klein, wenn die Probleme gross sind und auf der Seele lasten. Und gerade hier greifen viele Menschen zu materiellen Dingen, welche das Lebensglück bereichern, beschleunigen, intensivieren, aber dennoch nur kurzfristig wirken. Glück kann man kaufen, zumindest kurzfristig. Dinge können glücklich machen, wenn man sie achtsam kauft, sie domestiziert wie einen räudigen Strassenkater, der zur verschmusten Hauskatze mutiert, und man kann Dinge als lebenswichtig einstufen, wenn man mit ihnen interagiert. Besser ist es jedoch, man kriecht aus seiner Lebenskrise heraus, dann sieht man die Nachhaltigkeit leichter und greift materiell gesehen nicht so oft daneben.

Wie gut sind Beratungsplattformen in Lebenskrisen?

Wenn Sie einen schnellen Lebensberater für zwischendurch, kurzfristig und neutral, suchen, dann sind Sie bei Plattformen, welche spezielle und allgemein gehaltene Lebensberatung anbieten, richtig. Ich selbst steckte mehrmals in einer lebendigen Lebenskrise, und obwohl ich als unverbesserlicher Optimist bekannt bin, brauche ich hin und wieder einen Life-Coach, der mir zeigt, welche Denkfehler ich in meinen Alltag einbaue. Oft hilft es, wenn ein Aussenstehender eine vollkommen neutrale, andere Sicht auf die schwierigen Dinge des Lebens hat, dann gelangt man quasi in eine andere Matrix, sieht die Probleme von einer anderen Seite, rotiert in einem vollkommen anderen Rhythmus durchs Leben, und schon lösen sich einige Probleme in Luft auf. Man muss sich nicht schämen, wenn man Rat einholt, denn Freunde und Bekannte sind in Krisensituationen, auf Lebenskreuzungen, in alltäglichen Einbahnstrassen oft nicht die richtigen Ansprechpartner, da man mit ihnen privat verknüpft ist. Ein Rat von Experten ist sachlich-kompakt, und mit ihm ist man nicht privat verknüpft.

Ist unser Leben in Gefahr?

Das Leben wird aktuell immer turbulenter, manche behaupten sogar, es wird hektischer, unplanbar und grausam. Ich sage, das Leben ist so schön, wie man es gestaltet, denn jedes Bett ist so weich wie die Matratze, auf der man liegt, da kann das Bett nichts dafür, die Matratze ist schuld. Ich habe auch begriffen, dass unser Klima in Gefahr ist, und seit die Adria, das zweite Wohnzimmer der Österreicher austrocknet, wissen wir, zukünftig boomt der Städteurlaub, weil man auf der Luftmatratze im giftig werdenden Wasser am offenen Meer nicht mehr sicher ist. Trotzdem sollte man das Leben geniessen, solange es noch lebt.

Die Angst in der Lebenskrise überwinden

Das Leben selber ist lebensnotwendig, das wichtigste Instrument, um zu überleben. Es ist schön, und man sollte es möglichst intensiv geniessen, vorausgesetzt man ist bereit dazu. Ich kenne Menschen, die sind umgeben von Ängsten. Sie können das Leben nicht geniessen, weil sie mit ihrer Angst beschäftigt sind.

Lebenstechnisch gesehen sind wir Menschen mit einem funktionierenden Gehirn ausgestattet, welches 10% seiner Kapazitäten nutzt. Angst verschlingt hiervon 80%, sodass nur noch 20% von diesem kleinen Rahmen für andere Dinge genutzt werden. Hier sieht man anschaulich, wie wenig Genuss man dem Leben widmet, wenn man Ängste mit sich schleppt, die nicht sein müssten. Übrigens habe ich unter den Esoterikern viele Leute kennengelernt, auch unter den Astrologen, die auf eventuell eintretende Ereignisse aus der Zukunft mit Angst in der Gegenwart reagieren, denn sie wissen ja, was kommen könnte. Ich beschäftige mich damit immer erst, wenn eine mögliche Sache eintrudelt, dann habe ich mehr Gehirnkapazität für den Lebensgenuss zur Verfügung.

Wer das Leben einatmet, schluckt eine volle Portion Lebensgefühl, geht auf andere Menschen zu, verliebt sich womöglich und trägt Schmetterlinge im Bauch. Wer das Leben ablehnt, schluckt Frust und Ärger, dessen Existenz plötzlich allgegenwärtig scheint. Er igelt sich ein, sieht nur noch einsame Menschen, die ihm gleichen, sieht in vielen Menschen nur Enttäuschung, vertraut niemandem, lebt die Skepsis in vollen Zügen aus und verliert die Freude. Da helfen Witze und lustige Karrikaturen nur noch bedingt.

Heute lebt man modern, bewusst, nachhaltig, vorsichtig, sicher, mit mehr Abstand und mehr Achtsamkeit. Die globale Welt ist sensibler geworden, weil man jederzeit damit rechnen muss, dass Naturkatastrophen oder andere Ereignisse den Alltag aus den Fugen heben. Der Glaube an sich selbst und an eine zufriedene Zukunft ist jedoch gestiegen, da man immer wieder die eigenen Kräfte mobilisieren muss, um unerwartete Ereignisse zu überstehen.

Jetzt wissen wir, der Grossteil der Angst ist unwichtig im Leben. Wichtig sind die Lebensfreude, die positiven Emotionen, Glück und Zufriedenheit, aktive Dinge, welche uns Spass machen, genügend Freizeit, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit, bewusstes Leben im Hier und Jetzt. Wer weiss schon, was morgen wirklich kommt, aber jeder weiss, was in der aktuellen Stunde am Plan steht. Und so sollte man die aktuelle Stunde nutzen, um zu lachen, zu lieben, zu relaxen, und natürlich um zu leben. Wichtig ist auch die Mobilität, und so sollte man seinen Lebensstil auf gesunde Bewegung ausrichten, am Trimmrad trainieren, in der frischen Luft spazieren gehen, Sport treiben, die Natur geniessen, denn im Alter ist man froh über jeden Schritt, den man noch alleine gehen kann.

Wichtig im Leben sind Lifestyle und Luxus, wobei der Lifestyle eine individuelle Angelegenheit darstellt, und der Luxus für Arme und Reiche existiert. Die Reichen fliegen im Privatjet nach New York zum Shoppen, residieren in einer Privatvilla und kaufen sich eine Privatinsel. Die Armen fliegen in der Holzklasse nach Mallorca, besaufen sich und residieren in einer Herberge. Bitte, sogar Mallorca scheut diesen Massentourismus, aber geil ist er trotzdem. Der Reiche bewohnt das Penthouse, der Arme lebt in der Dachgeschosswohnung. Der Reiche fährt einen SUV einer bekannten Automarke, vielleicht einen Mercedes, und der Arme fährt einen SUV namens Yeti, aber klimatechnisch sind sie alle am Limit.

Wichtig im Leben sind das Teilen, das Geben, das Spenden, das Recycling, das Reparieren, denn die Nachhaltigkeit, die Nächstenliebe und die Achtsamkeit sind Faktoren, welche die Lebensfreude steigern. Ich teile gerne. Früher teilte ich meine Wohnung in Freising mit meinen Künstlern, damit wir uns für kreative Momente nicht immer gegenseitig besuchen mussten. Die Künstler wohnten teilweise bei mir, so lange, bis mein Balkon zu klein wurde und der Winter nahte. Heute widme ich meine Zeit manchmal caritativen Zwecken, und wer mich braucht, der meldet sich einfach bei mir, so lange, bis mein Mutter-Theresa-Syndrom ein Ende findet. Teilen, Sharen und Spenden sind ethisch hoch frequentiert, wenn das Ego auflebt, denn jeder Mensch freut sich, wenn er sein Leben mit anderen Menschen teilen darf, ausser man ist so frei und pachtet den Geiz für sich alleine. Fakt ist, das Leben selbst ist wichtig, denn es kostet nicht die Welt, sondern nur den Tod.

Lebenskrisen im Lebenslauf

Der eigene Lebenslauf beherrscht unsere Karriere, das Berufsleben und in gewisser Weise auch unser Image, das Prestige und die Anerkennung, nach der wir permanent streben. Ein Aussteiger läuft oft lange in einem gut funktionierenden Hamsterrad, radelt mit der Masse mit, strebt en Weg nach oben an, scheitert, steht wieder auf und kuriert sein Burn-out aus. Bis er zum Aussteiger wird, dauert es, aber wer aus dem Hamsterrad aussteigt, fühlt sich unendlich befreit, denn ein Lebenslauf, den andere von uns erwarten, kann manchmal so anstrengend sein, dass man an ihm zerbricht. Deshalb sollte man in seinem Leben auch Mut zur Lücke haben.

Forscher, die sich mit Lücken im Lebenslauf beschäftigt haben, sind zur Erkenntnis gelangt, dass aus rein optischer Sicht zwar ein lückenloser Lebenslauf eine höhere Jobgarantie gewährt, dass jedoch diejenigen Leute im harten Berufsalltag überleben, die lebenstechnisch schwimmen gelernt haben, denn sie besitzen immer Oberwasser.

Eine Sterbeforscherin sagte, ein Mensch geht eine gewisse Zeit ihren Lebensweg entlang, ändert nach dem Tod lediglich ihre Wohnadresse und kommt später wieder zurück. So baut man im Grunde nur eine gute Infrastruktur an Wissen, Erfahrungen und Kenntnissen auf, welche man nach dem Ableben ins Jenseits mitnimmt und wieder zurück auf die Erde bringt. So lernt man in der Schule des Lebens die wichtigen Dinge fürs Überleben. Wenn der Embryo im Mutterleib glaubt, er müsste sterben, weil die Nabelschnur durchtrennt wird, so irrt er sich, denn dann fängt ein neuer Lebensabschnitt an.

Abgesehen vom besten Lebenslauf, den jemand sein Eigen nennen darf, sehen manche Menschen das Leben wie ein seelisches Grab an. Wenn man ihnen einen Grabstein schenkt, wachen sie auf und beginnen zu leben. Im Grunde ist das Leben wie eine Überraschungstüte, man greift hinein und erwischt glückliche Leckereien oder saure Äpfel.

Den Lebenslauf benötigt man für Vorstellungsgespräche und Bewerbungen aller Art, selbst für Unternehmer ist er wichtig, denn im Kundenkontakt kann es vorkommen, dass man Referenzen benötigt. Der Lebenslauf sollte lückenlos sein, aber eventuelle Lücken darf man nicht mit phantasievollen Jobs, mit Lügen oder Unwahrheiten ausschmücken. Auch darf man nichts hineinschreiben, was man nicht wirklich gemacht hat, denn heute ist der Mensch so transparent, dass alles überprüfbar ist, und heute wird auch alles überprüft. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, und so fliegen nicht getätigte Studien und Lehrgänge auf, nicht selbst geschriebene oder geklaute Dissertationen, Plagiate und viele andere Schummeleien. Wichtig ist, dass der Lebenslauf authentisch ist, sachlich und kompakt, gut strukturiert, chronologisch aufsteigend geschrieben ist, und dass man darin ein vollständiges Persönlichkeitsprofil erkennen kann.

Wer kreativ durchs Leben geht, hat wahrscheinlich wenig Struktur und ist für einen Bürojob möglichst ungeeignet. Wer sachlich denkt und handelt, kann lückenlose Lebensläufe vorweisen und wird oft gerne in einer Firma gesehen, denn man traut ihm Zuverlässigkeit, Stabilität und Ausdauer zu. Der chaotische Typ wird es schwerer haben, einen soliden Job zu bekommen, da man ihm Labilität unterstellt. Oft ist es jedoch umgekehrt, die Leute, die viel gemacht, erlebt und auch durchgemacht haben, die sich zu ihren Lücken im Lebenslauf bekennen, entwickeln oft eine gesunde Resilienz, eine Resistenz und funktionieren hervorragend. Aber man kann immer noch in die Selbständigkeit gehen, als Unternehmer auftreten und sein eigener Chef sein, dann braucht man sich um seinen Lebenslauf nicht so ins Detail hinein zu kümmern.

Auch auf jedem Internetprofil, auf jeder Unternehmensseite, auf jedem Blog sollte ein Lebenslauf, oder die Lebensläufe der Mitarbeiter stehen, denn dies sorgt für die nötige Transparenz.

Auf jeden Fall sollte der Lebenslauf den vollständigen Namen, Familienstand, eventuell das Religionsbekenntnis, das Geschlecht, die Staatsbürgerschaft, die Schulbildung, die Ausbildung, die Berufswahl, die Jobs und Arbeitgeber, die gesamte berufliche Laufbahn, und eventuell die Interessen enthalten. Heute sind viele Leute geschlechtsneutral, das ist in Ordnung, Hauptsache man ist keine Sache. Heute sind noch mehr Leute ohne Religionsbekenntnis, und eventuelle kleine Glaubensgemeinschaften müssen nicht unbedingt angegeben werden, das ist auch in Ordnung. Es gibt mittlerweile Staatenverweigerer, das ist auch in Ordnung, aber sie werden sich wohl eher nicht irgendwo bewerben, es sei denn, sie möchten sich wieder in eine strukturierte Gesellschaft einordnen. Und heute hat man mehrere Jobs, oder mehrere Arbeitsstellen und Ausbildungen gleichzeitig oder zumindest hintereinander, da das Leben einfach nicht mehr so monoton verläuft wie früher. Auslandserfahrung ist in einem Lebenslauf immer gut, und Auslandsaufenthalte, sowie die jeweiligen Sprachkenntnisse sind auch optimal, aber man darf so etwas nicht anführen, wenn es nicht stimmt. Wenn man kein Chinesisch kann, klingt alles Spanisch, und man verliert sein Image, sein Prestige, wenn man damit auffliegt. Für sachliche, konservative Bewerbungen muss man seine Interessen und Hobbies nicht angeben. Allerdings sind hierfür stabile Familienverhältnisse ideal, und so sind verheiratete Menschen besser vermittelbar als Singles. In manchen Betrieben sind Singles beliebt, weil sie keinerlei Verpflichtungen haben und stabil einsetzbar sind, aber eine noch vorhandene Kinderplanung ist oft unerwünscht, und so haben es manchmal junge Frauen schwer, einen Arbeitsplatz zu finden. Aber auch hier werden wir langsam flexibler.

Wie findet man einen guten Lebensberater?

Ein guter Lebensberater besitzt eine psychologische Ausbildung und dient als Lifestyle-Coach. Er stärkt die eigene Persönlichkeit und hilft uns aus einer Lebenskrise heraus. Ein spiritueller Berater arbeitet mit positiven Affirmationen, Energiekarten, mit Visualisierung und Immagination. Ein astrologischer Experte arbeitet mit der Kraft der Planeten und den Sternbildern. Der beste Life-Coach sitzt jedoch in uns selber, wenn wir nachdenken, uns besinnen und auf unser Bauchgefühl hören. Wer jedoch labil genug ist, um auf einen Guru hereinzufallen, grenzt seine Lebensqualität ein, wenn er sich in einer Sekte wiederfindet oder einem fanatischen Glauben nachrennt.

Allgemein gesehen ist ein Lebensberater ein Coach, ein Trainer, welcher einem in schwierigen Lebenssituationen berät. Er muss eine Ausbildung vorweisen können, darf keine Krankheiten diagnostizieren und behandeln, es sei denn, er arbeitet als Arzt, Psychotherapeut oder Heilpraktiker. Ein Heiler darf medizinisch keine Auskünfte erteilen, da er als Heiler und nicht als Arzt arbeitet. Die Caritas ist beispielsweise eine Art Lebensberatung und kann in der Not helfen.

Eine Lebensberatung umfasst allgemein gesehen die Probleme in der Partnerschaft, in der Familie, im Beruf und Job, zwischenmenschliche Probleme, Probleme mit sich selbst, seinem Leben und dessen Bewältigung. Der gute Lebensberater arbeitet mit seinen Kunden an diesen Problemen, zeigt ihnen mögliche Lösungen auf, hört zu und steht in allen Fragen beratend zur Seite.

Nicht jeder Mensch möchte sich sofort beraten lassen, selbst wenn er es nötig hätte. Die Hemmschwelle, eine Beratungsstelle aufzusuchen, ist oft hoch, und man traut sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen, aus Angst davor, von den Leuten, Freunden und Bekannten schief angeschaut zu werden. Wenn ich im Leben in ein tiefes Loch trete, hoffe ich, gutes Schuhwerk zu tragen, denn ich habe bemerkt, ich bin in vielen Dingen beratungsresistent, lecke lieber monatelang in trauter Einsamkeit mit mir meine eigenen seelischen Wunden, bevor ich mich jemandem anvertraue, denn nach aussen hin bin ich entweder eisern sachlich oder gequirlt lächerlich.

In Deutschland existieren Lebensberater in jeder Stadt, denn die evangelische und die katholische Kirche verfügen jeweils über ein grosses Netzwerk von professionellen Lebensberatern. Hier stehen nicht nur spirituelle Glaubensfragen und Religion im Vordergrund, auch psychologische Beratung wird angeboten.

In Österreich sind die Regeln für die Ausübung einer Lebensberatung strenger definiert. Man muss diesen Beruf erlernen, muss hohen ethischen und moralischen Ansprüchen genügen, eine gewisse Stundenanzahl an Selbsttherapie und Gruppentherapie vorweisen, sodass nicht jeder einfach aus heiterem Himmel dieses Handwerk ausüben darf. Diese Regelung finde ich gut, denn psychisch und lebenstechnisch angeschlagene Menschen sind oftmals in einem labilen Zustand und empfänglich für alles und jeden.

Der Lebensberater in uns drin

Ein gesunder Mensch benötigt im Grunde keinen Lebensberater, höchstens einen Coach, der ihn in seiner Persönlichkeit fördert. Der wahre, unverfälschte und unverfehlbare Lebensberater wohnt in uns drin und handelt nach bestem Wissen und Gewissen, auch wenn wir Fehlentscheidungen treffen. Unsere Fehler sind wichtig, denn dadurch lernen wir und kommen zur Erkenntnis, dass der Mensch ein spannendes Wesen ist, spannender als jeder Kinofilm, denn Popcorn gibt es an jeder Ecke.

Wenn Sie sich jedoch in einer Lebenskrise befinden, leidet Ihr innerer Berater an einem Burn out Syndrom und benötigt mehr als nur einen Tag Urlaub. In Krisenzeiten sollten Sie sich Rat von aussen holen, denn zwei Gehirne denken doppelt und somit besser als nur ein Gehirn alleine. Krisen sind jedoch gut, wenn man die Vorteile darin entdeckt. Ich empfehle hier eine Trainings-CD von Kurt Tepperwein: Krise als Chance.

Der Lebensberater als Coach

Wer in seinem Leben unglücklich ist, einen anderen Weg einschlagen möchte, oder vor einer wichtigen Entscheidung steht, entscheidet entweder selber, oder er holt sich Rat vom Experten. Hier ist wichtig, dass man jemanden findet, mit dem man gut arbeiten kann, sonst wirft man sein Geld zum Fenster hinaus.

Was leistet der professionelle Lebensberater? Er ist ein Coach, der individuell mit Ihnen arbeitet. Er findet zuerst heraus, wo Ihre Stärken liegen und wo Ihre Schwächen verborgen sind. Dann arbeitet er gezielt mit Ihren Stärken und macht auch Ihre Schwächen zu starkem Potential. Er begleitet Sie durch verschiedene Lebens Situationen und gibt Ihnen Tipps mit auf den Weg.

Die telefonische Lebensberatung per Hotline

Ich bin ein Skeptiker der telefonischen Lebensberatung, vor allem, wenn man in einer teuren Hotline steckt. Ich habe einst miterleben dürfen, wie hier gearbeitet wird, wie der Kunde in der Leitung gehalten und oft zum Narren gehalten wird. Besonders labile Menschen nehmen die Ratschläge ernst und verfallen zunehmend dieser Hotline, müssen immer wieder anrufen, weil sie eine Art Hörigkeit entwickeln und hohe Geldsummen dabei verlieren.

Nehmen Sie sich in Acht vor den Lebensberatern, die einfach nur allgemeine Sprüche loslassen und Sie kurz am Telefon beraten. Diese Berater wollen sich nicht mit Ihnen persönlich befassen, sondern nur das Gespräch hinauszögern, um den erhöhten Minutenpreis von den Telefonkosten zu erhalten. Der gute Lebensberater arbeitet mit einem Honorar auf Stundenbasis und lernt sie persönlich kennen. Diese persönliche Variante finde ich besser.

Die astrologische Lebensberatung

Viele Leute lassen sich astrologisch beraten, geben ihre Daten, das Geburtsdatum, den Wohnort, den Geburtsort, die Geburtszeit und weitere sensible Daten aus ihrem Leben weiter. Was passiert eigentlich mit den Daten, wenn sie nicht ausreichend gesichert sind? Der astrologische Lebensberater hat zwar eine Astrologie-Ausbildung genossen, aber er dürfte nicht psychologisch beratend tätig sein. In Deutschland habe ich ein Urteil gesehen, aus dem hervorgeht, dass der Kunde nicht einmal ein Honorar bezahlen muss, da es keine astrologischen, magischen Leistungen, welche auf Zukunftsvorhersagen beruhen, gibt. Bitte, das finde ich jetzt aber auch schlimm, denn dann würden ja die ganzen Astrologen nichts verdienen und pausenlos gratis beraten.

Bei der astrologischen Lebensberatung muss ich jedoch sagen, Vorsicht ist angebracht, denn die Zukunft lässt sich nur mangelhaft prognostizieren und ist im Grunde etwas, welches in Lebenskrisen nicht weiterhilft, da man wie eine sensible Antenne alles für die Wahrheit hält, was da vorausgesagt wird. Man arbeitet dann gedanklich auf diese vorhergesagte Zukunft zu und verbaut sich manchmal damit sein Leben, weil man keine eigenen Entscheidungen mehr trifft. Das Zeitungshoroskop ist billiger.

Der hellsichtige Lebensberater

Bei Hellsehern, Wahrsagern, Kartenlegern und Magiern bin ich besonders vorsichtig. Ich bin bis jetzt nur einer einzigen Kartenlegerin begegnet, die anständig arbeitet, aber ich kenne ja nur einen Bruchteil dieser Berater. Im Grunde ist eine Lebensberatung, die auf Hellsichtigkeit und Wahrsagerei beruht, für den psychisch labilen Menschen gefährlich, denn er könnte eine gewisse Hörigkeit entwickeln und pausenlos um Rat fragen. Gerade für das Hellsehen, das Kartenlegen, die Jenseits Gespräche, das Wahrsagen, das Handlesen und all die übersinnlichen, paranormalen Phänomene sind wir empfänglich, da uns das Unbekannte reizt und anlockt, fasziniert und begeistert. Dies nutzen viele Hellseher aus, betreiben teure Hotlines und erfreuen sich jedes neuen Kunden, der labil genug ist, ständig anzurufen.

Die spirituelle Lebensberatung

Der spirituelle Lebensberater macht oft abhängig, wenn ein Mensch in einer tiefen Lebenskrise steckt und nach Antworten sucht. Sogar Religion kann abhängig machen, wenn man jede Sachlichkeit, jede Realität verdrängt und sein gesamtes Leben blind einer religiösen Macht anvertraut. Der Glaube an sich ist wichtig, denn er hilft und stützt uns im Leben, aber der fanatische Glaube grenzt eher aus, als dass er toleriert. Für mich sind alle Menschen gleich, denn wir alle lernen täglich dazu.

Ich habe bemerkt, wie man in ein tiefes Loch fallen kann, im Leben kein Glück mehr findet, wenn man Krankheiten und Probleme im Leben aufs pure Karma abschiebt, unter dem Motto, böses Karma, man muss leiden, um gutes Karma zu sammeln. Da kommt man sich wie ein Schwerverbrecher, wie ein schlechter Mensch vor, wenn man beispielsweise an einer Krankheit leidet. Solche Lebensberatungen meide ich lieber, denn Krankheit ist nicht alleine aufgrund eines früheren Lebens ein Ausdruck der Buße, sondern etwas, mit dem man lernen muss, gut umzugehen. Wer ernsthaft krank ist, zudem an einer körperlichen Erkrankung leidet, muss zum Arzt gehen. Besonders in der Krebstherapie sind spirituelle Heiler und Gurus oft fehl am Platz, da man ohne ordentliche medizinische Therapie sterben kann.

Erfahrungen mit Lebensberatern

Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie das Leben auf den einzelnen einwirken kann, und wie labil man in solchen Situationen ist. In meiner schlimmsten Lebenskrise ging ich zu den unterschiedlichsten Beratern, habe bravdie Honorare bezahlt und wurde um eine Stange Geld ärmer, denn spirituelle, astrologische, hellseherische und charismatische, sowie numerologische und karmische Lebensberatungen waren teuer. Wenn man sich an den Rat anderer Menschen klammert, wird dieser Rat zunehmend zum Gesetz und beeinflusst das eigene Ich.

Als ich trotz Geldverlust aus meinem Tief nicht herauskam, verzweifelte ich und dachte zum ersten Mal über all diese Lebensberater nach, welche mich grösstenteils nur telefonisch beraten haben und mich gar nicht richtig kannten. Ich wunderte mich, wo meine einstige Stärke samt Galgenhumor verblieben war und erkannte, dass viele der Beratungen reinste Gehirnwäsche darstellten, tief in mein Unterbewusstsein eindrangen und meine Handlungen unbewusst beeinflussten. Ich entschied mich, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, räumte alle Unannehmlichkeiten aus meinem Alltag aus, widmete mich wieder den schönen Dingen und vergrub die Probleme symbolisch im Garten unter einem Baum.

Man muss die Vergangenheit loslassen, um neu beginnen zu können. Man sollte ungelöste, im Moment unlösbare Dinge akzeptieren und darauf vertrauen, dass die Energie des Lebensflusses alle Ungerechtigkeiten eines Tages von selber regelt. Oft ist die Zeit noch nicht reif, um Ungerechtigkeiten auszugleichen, um Probleme zu lösen, aber Geduld heilt alle Wunden.

Das bedeutet jetzt nicht, dass eine astrologische Lebensberatung für die Katz ist, aber man sollte sich gut überlegen, von wem man sich beraten lässt. Vor allem sollte man sich bei echten psychischen Problemen an einen ausgebildeten Lebensberater wenden, der Erfahrung in der Psychotherapie hat, denn die Psyche ist eine sensible Angelegenheit, die nicht einfach so durch Zukunftsprophezeihungen geheilt werden kann.

 


Elisabeth Putz

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