Wer Recycling betreibt, lebt nachhaltig, achtsam und umweltfreundlich. Er lebt bewusster und sh„tzt die Natur. Was bedeutet Recycling? Es ist die Wiederverwertung von Dingen, Produkten, Mll, M”beln und Klamotten. Man muss nicht alles wegwerfen, man kann vieles wiederverwerten. Aus alt mach neu, Altkleider sammeln und wiederverwenden, kreative Produkte aus Mll gestalten, alte Dinge teilen, verschenken oder neu entwerfen, alte Flaschen recyclen, Kleiderbgel und Kleinkram kreativ umgestalten, all das macht unser Leben nachhaltiger. Beim Recyclen sollte man darauf achten, dass das wiederverwertete Teil ntzlich ist, dass man keinen zus„tzlichen Mll produziert, dass man so wenig Chemie wie m”glich zum Umgestalten einsetzt, und dass man die wegzuwerfenden Dinge in die richtige Tonne wirft, damit sie professionell wiederverwertet werden k”nnen.
Flaschen lassen sich gut recyclen. Man muss keine billigen Einwegflaschen verwenden, wenn es Mehrwegflaschen gibt. Allerdings sollte man die Plastikflaschen nicht mehrmals unrecyclet verwenden, da sich Bakterien im Plastik bilden k”nnen. Notfalls trinkt man das Wasser aus der Leitung oder aus der Glasflasche.
Altkleider eignen sich hervorragend zum Recyclen. Hierfr stehen Altkleidercontainer zur Verfgung, die auf professionelle Weise jedes Kleidungsstck wiederverwerten, und notfalls auch Putzlappen daraus fertigen. Und man kann nahezu alles recyclen, was man in irgend einer Art weiterverwenden m”chte. So kann man alte Sofas neu gestalten, alte Ger„te aufpeppen, alte Gegenst„nde umgestalten und neue, kreative Designerprodukte daraus zaubern, und man kann die Dinge notfalls weiterverschenken oder teilen. Kaputte Dinge sollte man reparieren anstatt wegzuwerfen. Und alte M”bel kann man im Vintage-Look gestalten, mit dicken Lackfarben lackieren und antik wirken lassen.
Beim Recyclen muss man einiges beachten. So sollte man auf die Bezeichnungen eines Produktes achten, auf den Grnen Punkt beispielsweise, denn jedes Produkt, welches recyclet werden kann, besitzt eine eigene Bezeichnung dafr. So weiss man, in welche Tonne ein gewisses Ding geworfen werden kann, damit es professionell wiederverwertet werden kann. Kleiderbgel kann man zum Plastikmll geben, wenn sie die n”tige Bezeichnung dafr aufweisen.
Es wird nicht alles recyclet, wenn man die Dinge wegwirft, denn das vollst„ndige Wiederverwerten ist in vielen F„llen nahezu unmlglich. Es werden lediglich Teile davon recyclet. Metalle und Edelmetalle werden aus alten Handys gewonnen, seltene Erden werden gewonnen, Ger„te werden zerlegt und daraus Einzelteile entnommen, und der Rest kommt dann doch in den Restmll, wo er verbrannt oder aufbewahrt wird. Biomll wird vollst„ndig verwertet, zu Humus verarbeitet, und deshalb ist es wichtig, kein Plastik in die Biomlltonne zu werfen, denn das verrottet nicht.
Kleidung, Altmll und M”bel k”nnen upcyclet werden. Man peppt sie auf und gestaltet sie neu. Aus einem alten Kleid kann eine Bluse gezaubert werden, oder man funktioniert den unteren Teil des Kleides zu einem Rock um. Aus einer langen Hose kann man eine kurze Hose machen, Hotpants zaubern, damit man die vom Winter brig gebliebene Hose im Sommer weiterverwenden kann.
Aus alten M”belstcken kann man neue Designerm”bel zaubern, wenn man sie mit neuen Stoffen bezieht. Und alte Gummistiefel kann man mit Strasssteinchen aufpeppen. Aus alten Holzteilen kann man Schmuck fertigen, und alten Schmuck kann man als Accessoires auf Kleidungsstcke draufn„hen oder draufkleben, damit sie hbscher aussehen. So kann man eine unechte Perlenkette weiterverwerten und sie aufs Kleid draufkleben. Man braucht ein wenig Phantasie, Geschicklichkeit und Mut, aber wer alternativ leben will, kann aus fast allen Dingen etwas neues machen.
Wer seine alten CDs nicht mehr ben”tigt, weil er jetzt Streaming benutzt, weil die CDs nicht mehr funktionieren, oder weil er keinen Platz dafr findet, der kann seine Wohnung damit dekorieren. Ein Tisch wirkt beispielsweise kreativ, wenn man die CDs draufklebt, oder wenn man sie zu Tischunters„tzen umfunktioniert. W„nde wirken kreativ, wenn man sie mit den CDs bestckt, und B”den wirken verspielt, wenn man sie mit CDs auslegt, quasi als Bodenbelag verwendet. Damit kein Schmutz zwischen die einzelnen CDs gelangt, kann man sie mit Klarsichtsfolie bekleben, oder man gibt eine Glasplatte auf den beklebten Tisch.
In vielen L„ndern gibt es das sogenannte Containern. Hier geht man nachts los, sucht in den Containern und Mlleimern bei den Superm„rkten nach gut erhaltenen Lebensmitteln, welche die Discounter und M„rkte wegwerfen, und man nimmt sie mit. Natrlich wird dies nicht gerne gesehen, und manche Superm„rkte verbieten dies auch, aber es gibt gengend M„rkte, deren Container nicht verschlossen sind. In L„ndern wie Belgien oder Frankreich darf man die Lebensmittel nicht wegwerfen, sie mssen an Arme verteilt werden. šbrigens, wer beim Containern seine berflssigen Lebensmittel nicht braucht, der kann sie in eigene Food-Sharing Klappen, „hnlich wie Babyklappen legen, und sie k”nnen von anderen Leuten dort entnommen werden, die aus irgendwelchen Grnden nicht Containern wollen oder k”nnen. Diese Lebensmittel Verteiler sind gekennzeichnet, und so l„sst sich die Armut auch gut bek„mpfen. Bitte, essen muss jeder Mensch, ob arm oder reich.
Lebensmittel werden bei uns haufenweise weggeworfen. 2 Millionen Tonnen werden j„hrlich in den Mll geworfen. Hier wirft die Industrie viel weg, gefolgt von Restaurants, Superm„rkten, Catering-Services und natrlich den privaten Haushalten. Wir verbrauchen Unmengen an CO2, mllen riesengrosse Fl„chen zu und verschmutzen die Umwelt. Das muss nicht sein. Wir k”nnten mit den weggeworfenen Lebensmitteln bis zu 10 Millionen Menschen ern„hren. Man kann n„mlich bis zu 780 Euro im Jahr sparen, wenn man seine Lebensmittel g„nzlich aufbrauchen wrde, bevor man neue kauft. šbrigens k”nnte man ein Mll Tagebuch schreiben, in welchem man festh„lt, wie viele Lebensmittel man warum weggeworfen hat. Weil sie abgelaufen sind, ein Frustkauf waren, ein Fehlkauf waren, nicht mehr schmecken, etc. Das wrde unser Mllproblem besser optisch zur Schau stellen.
Wir werfen so viel weg, dass wir die Klimaschutzziele nicht mehr einhalten k”nnen. Besser w„re es, wir wrden die gut erhaltenen Dinge teilen anstatt wegzuwerfen. Junge Leute werfen mehr weg als alte, da die „ltere Bev”lkerung vieles sammelt und hortet. Man kann ja nie wissen, ob man es noch braucht. Junge Menschen kaufen alles neu, wenn sie es brauchen, und sie gehen gerne mit dem Trend und kaufen sich die Dinge saisonal neu, wenn die neuen Trends erscheinen. Da wird gerne das alte Zeug weggeworfen. Gott sei Dank gehen immer mehr Leute zum Sharing ber und geben ihre nicht mehr verwendeten Dinge weiter. Bei Lebesmitteln werden dann nur noch Reste, Eierschalen und Kartoffelschalen weggeworfen, nicht aber Fertiggerichte und unangetastete, in Plastik verpackte Lebensmittel. Wir mssen unser Essen und unsere t„glichen Produkte mehr sch„tzen lernen.
Immer mehr Repair Cafes ”ffnen ihre Pforten, um Sachen zu reparieren, aus Altem wieder Neues zu machen und Menschen zu helfen, die entweder nachhaltig leben m”chten, oder sich neue Dinge nicht leisten k”nnen, weil sie zu teuer sind. Upcycling nennt man das. Es ist eine erweiterte Form des Recycling, da man nicht nur die alten Sachen weiterverwertet, sondern sie aufpeppt. Die Betreiber solcher Repair Cafes wollen helfen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Die Leute, die dort hinkommen, suchen unter anderem auch das intensive Gespr„ch, etwas Abwechslung, Unterhaltung, und so manch ein Cafe wird sogar zum Kummerkasten, wenn Menschen ihre Sorgen los werden wollen, w„hrend ihre Sachen repariert werden. Diese Cafes lohnen sich auch finanziell, da heute Unmengen an Mllbergen entstehen, die man zum kleinen Preis oder gar gratis weiterverwenden kann. Der Kunde bezahlt eine freiwillige Spende oder einen kleinen Beitrag, und manche Reparatur-Cafes werden auch stundenweise oder tageweise weitervermietet, wenn Bedarf dafr verhanden ist. Fakt ist, hier kommen die Leute zusammen, um wieder ein Miteinander zu pflegen, ganz anders als in den sozialen Netzwerken, wo man teilweise fast anonym nur Kontakte sammelt und seine Werbung hinterl„sst.
Wir leben im šberfluss, das ist Fakt, w„hrend in anderen L„ndern die Armut wtet. Wir werfen Dinge, vor allem Lebensmittel unachtsam weg, kaufen sie erneut ein und bergeben sie wieder gr”sstenteils der Mlltonne. Dies machen auch die meisten Superm„rkte, und genau das belastet die Umwelt, treibt die Klimaerw„rmung voran und l„sst andere Menschen hungern, w„hrend sich die Reichen t„glich am neuen Sortiment bedienen. Hier findet Gott sei Dank in manchen K”pfen ein Umdenken statt. Sie ziehen los, um zu containern. Es sind vor allem junge Leute, die diesen alternativen Lifestyle gew„hlt haben und in den Mlltonnen der Superm„rkte nach Lebensmitteln suchen. Die meisten Nahrungsmittel sind noch nicht abgelaufen, das meiste Obst und Gemse ist noch frisch, und sogar Milchprodukte, Fisch, Konserven, Einmachgl„ser und Fleischwaren sind noch geniessbar. Nachts ziehen sie los, st”bern in den Mlltonnen, verwerten die Lebensmittel fr sich selbst, oder sie geben diese in vorgesehene Lebensmittelverteiler, aus denen sich dann jeder kostenlos bedienen kann. Solche Verteiler sind in vielen St„dten l„ngst zum Alltagsbild geworden. Sie n„hren Leute, die sich Lebensmittel kaum noch finanziell leisten k”nnen. Bei uns ist Containern nicht gerne gesehen, aber es gibt auch L„nder wie Frankreich, Belgien und Tschechien, in denen ist das Wegwerfen von Lebensmitteln verboten. Wie krass doch Welten auseinandertriften, wenn es um Verwertung und Nachhaltigkeit geht.
Unter dem Begriff Refurbishing versteht man eine Weiterentwicklung des Recycling. Refurbished Ger„te sind n„mlich alte Ger„te, die wiederverwertet, gereinigt, aufpoliert und aufgepeppt werden, bevor sie weiterverkauft werden. Die Ger„te sehen wie neuwertig aus, der K„ufer hat bis zu 12 Monaten Garantie auf das erworbene Ger„t, und er tut etwas fr die Umwelt.
Man muss nicht gleich jedes Handy, jeden Fernseher, jedes Kchenger„t wegwerfen, sobald ein neues Modell den Markt erobert. Man kann Ger„te nutzen, bis sie wirklich kaputt sind. Refurbishing Shops gibt es immer mehr, nur bei Privatverk„ufen gebrauchter Ger„te sollte der Konsument vorsichtig sein, denn im Privatbereich hat er keine Garantie. Um zu verhindern, dass gebrauchte Ger„te schnell wieder kaputt gehen, gibt es das offizielle Gewerbe des Refurbishing, sogenannte Recycling-H„ndler, die sich wirklich mit den Ger„ten besch„ftigen und sie wieder in Schuss bringen.
Seit sich viele Leute aufgrund des wachsenden Home Office, aber auch wegen der ausgiebigen Bequemlichkeit in die eigenen vier W„nde zurckgezogen haben, wird das Mittagessen, oftmals auch das Abendessen nach Hause bestellt. Es boomen die Lieferdienste mit ihren Tonnen an Papiermll, w„hrend die Kantinen und Restaurants ums nackte šberleben k„mpfen. Der Salat schmeckt leider nicht, wenn man ihn unverpackt in die offenen H„nde serviert bekommt, und Glasgeschirr verschwindet hinter den privaten Haustren, wenn das Essen darin geliefert wird. Bitte, der kleine Snack frisst genauso viel Papier wie der grosse Snack, denn die Pommes frites in der Tte wollen auch bakterienfrei angeliefert werden. Die EU-Richtlinien erlauben keine losen Recycling-Tten und wiederverwertbare Verpackungen, da sich darin Keime entwickeln k”nnten, welche fr Menschen mit schw„cherem Immunsystem gef„hrlich sind. Die Verpackungen enthalten daher Chemie, sogenannte Perfluoralkylchemikalien - PFAS, und genau das macht s„mtliches Verpackungsmaterial unbrauchbar frs Recycling. Zu Hause zu dinieren ist also grob gesehen umweltfeindlich, wenn man nicht selber kocht. Mir gef„llt das Wort Zeitenwende sehr gut, und wenn man sich die aktuelle Zeitenwende anschaut, so ist nicht alles Gold, selbst wenn es noch so umweltfreundlich gl„nzt. Man k”nnte selber kochen, oder man stellt die Frau hinter den Herd und kettet sie an die obligatorische Fhrungsschiene an, worauf man prompt mit Scheidung rechnen muss, denn die moderne Frau von heute diniert genauso gerne aus der Papiertte. Ich baue auf zukunftsorientierte, umweltfreundliche Verpackungen, welche Bakterien und Keime auffressen, da ich eine Frau mit zwei linken H„nden bin und nicht kochen kann, solange man mich nicht dazu zwingt. Fakt ist, die Papiermllberge wachsen schneller als jedes Kleinkind, sie wachsen aus den Schuhen der Mllberge heraus und brauchen immer mehr Platz. Wenn diese Mllberge nicht eines Tages barfuss ber unbenutzte Wiesen und W„lder laufen sollen, mssen wir umdenken, selber kochen, Papiertten vermeiden und auf Fastfood m”glichst verzichten. Ich k”nnte schw”ren, das ist gesnder.