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Wie gesund ist der Wald?

BäumeNutzen Sie doch einmal den Wald als Therapie, er ist ein wahrer Gesundheitsfaktor. Der Waldboden ist weich, und viele Wälder besitzen ganze Fitnessstrecken mit Fitnessgeräten, sodass man viel für die gesunde Bewegung tun kann. Wer am Waldboden läuft, bekommt weniger Gelenksschmerzen als jemand, der am harten Strassenbelag läuft. Der Wald spendet Sauerstoff, was dazu führt, dass die Durchblutung gefördert wird und der Blutdruck im normalen Bereich bleibt. Dies haben Forscher an Hand von Langzeitstudien gezeigt, die über einen längeren Zeitraum Probanden mit einem Blutdruckmessgerät durch den Wald spazieren liessen. Die Bäume spenden Sauerstoff und viel Schatten, sodass ein angenehmes und kühles Klima herrscht, welches gesund für uns ist. Die Vögel zwitschern und tragen positiv zu unserem seelischen Gleichgewicht bei, denn Vogelgesang macht glücklich. Man kann sich sogar vom Wald ernähren, indem man Wildkräuter und Pilze sammelt. In der Naturmedizin gilt der Wald als Kreislaufstabilisator, und spezialisierte Waldtherapeuten nutzen das Waldflair, um die Selbstheilungskräfte im Menschen zu aktivieren.

Stirbt unser Wald?

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass der Wald immer mehr an Fläche verliert, irgendwie kaputt aussieht und lichter wird? Die dichten Fichtenwälder verschwinden, weil die Fichte ein Flachwurzler ist und bei jedem mittelprächtigen Windhauch umfällt. Schuld am Waldsterben sind unter anderem der Klimawandel, die Unwetter, die Hitze, die Dürre, gefolgt von krassen Regenfällen und Stürmen. Viele Bauern sind daher übergegangen, anstatt flachwurzligen Bäumen lieber Tiefwurzler zu pflanzen. Amerikanische Bäume, die tiefer und breiter verwurzelt sind, stabiler dastehen, nicht so anfällig für Fresstiere und Klimaveränderungen sind, werden vermehrt gepflanzt, und auch der Mischwald findet wieder seinen Platz im Grünen, denn wenn gemischte Bäume einen Wald zieren, können sie sich gegenseitig helfen und schützen. Unsere Wälder müssen sich zwangsläufig verändern, wenn wir sie am Leben erhalten wollen. Das bedeutet, dass andere Baumarten gepflanzt werden. Es bedeutet aber leider auch, dass wir damit unsere Flora und Fauna verändern, neue Allergien entstehen können, wir uns ans neue Klima erst gewöhnen müssen und die neuen Wälder langsam akzeptieren sollten. Ein Fichtenwald, ein Tannenwald, ein Buchenwald, ja die riechen gut. Ein Kastanienwald riecht intensiv, und ein exotischer Wald duftet so lange fremd, bis wir uns an ihn gewöhnt haben. Eines haben die Bäume jedoch gemeinsam, sie spenden Schatten, reinigen die Luft und beherbergen die schrillsten Vögel.

 


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Elisabeth Putz

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