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Obst oder Gemüse - Was ist gesünder?

Obst und GemüseWas ist generell gesünder, Obst oder Gemüse? Im Allgemeinen ist das Gemüse gesünder, da es Ballaststoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine enthält, mit wenig Zucker versehen ist und uns ein besseres Sättigungsgefühl liefert. In Ausnahmefällen kann jedoch auch Obst durchaus gesünder sein, auch wenn es teilweise viel Fruchtzucker enthält. Obst, vor allem zuckerreiche Südfrüchte können zu Gelenksschmerzen und unangenehmer Harnsäure führen, wenn man zu viel davon vernascht.

Wer kein Gemüse mag, seine Gemüsemahlzeiten nur schnell und lustlos hinunterschlingt, für den ist das Obst jedoch eine gesunde Alternative. Allerdings sollte man hier auf Obstsorten zurückgreifen, die wenig Fruchtzucker enthalten, beispielsweise Zitrusfrüchte, Orangen, Zitronen, Limonen, Mandarinen, Äpfel, säuerliche Birnen, Erdbeeren und Avocado. Bei einem ausgewogenen Lebensstil mit naturbelassener Ernährung sind Obst und Gemüse fast gleich gesund, und vor allem halten sie uns wach und fit.

Wieviel Obst und Gemüse soll man täglich essen?

Neueste Studien belegen, dass die täglichen Portionen variieren, je nach Körpergewicht und Grösse, je nachdem, wie man sich sonst ernährt. Im Durchschnitt braucht ein erwachsener Mensch zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse, die magischen 5 am Tag. Mit einem Apfel und einer Banane, einem Teller Salat, einer Karotte und einer Tomate im Salat, mit einer Paprika und einer Gurke halten Sie sich täglich fit. Mahlzeiten wie Gemüsereis und Gemüseauflauf, Gemüsesuppe und reichhaltige Gemüseteller können in den Tagesbedarf miteingerechnet werden, und auch den Obstsalat und das Obst-Dessert sollte man in die täglichen Portionen mit einrechnen. Eine Faustregel besagt, dass man zwei Hände voll Obst und drei Hände voll Gemüse essen sollte, um gut durch den Tag zu kommen.

Obst und Gemüse - Beides ist gesund

Obst und Gemüse können gleichermassen gesund sein. Wenn man viel Zucker zu sich nimmt, sich fettreich ernährt, sollte man lieber auf Gemüse umsteigen. Der Körper ist gesättigt, hat ohnehin bereits genug Zucker gespeichert und braucht nicht noch zusätzlich den Fruchtzucker aus den Obstsorten. Wer sich mager ernährt, auf Zucker fast vollständig verzichtet, der kann ruhig zu Obst greifen, denn er benötigt einen gewissen Zuckeranteil im Körper, damit der Energiehaushalt geregelt ist. Wir verbrauchen sogar beim Denken im sitzenden Zustand Energie. Bananen sind beispielsweise ein guter Energielieferant, gefolgt von Nüssen, denn sie regen das Gehirn an und machen satt. Die Nuss zählt zudem zum Superfood, weil sie uns alles liefert, was wir brauchen.

Gemüse macht generell satter als Obst, da in einigen Gemüsesorten Kohlenhydrate enthalten sind. Pilze sind gute Lieferanten von Ballaststoffen, haben dafür aber wenige Kalorien, nur 22 Kalorien pro 100g. Gemüse erhöht den Blutzuckerspiegel nicht sonderlich und ist daher eine geeignete Zwischenmahlzeit. Obst kleidet oftmals nur die Magenwand aus, sodass man schnell wieder hungrig wird. Der Fruchtzucker muss rasch aus der Blutbahn heraus transportiert werden und lagert sich als Fett in den Fettzellen ein. Obst ist daher die beste Alternative für Schokolade oder Süssigkeiten, ein toller Nachtisch und eine Vitaminbombe in Stress-Situationen. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu viel davon ißt, sonst wird man dick und bekommt ein unreines Hautbild.

Obst und Gemüse - wichtige Nährstofflieferanten

Obst, Gemüse und Getreide sind die Grundnahrungsmittel jedes Vegetariers und besonders des Veganers. Wir alle brauchen diese Nahrung aber zum Überleben. Experimente mit purem Fastfood haben gezeigt, das unser ganzer Körper über einen längeren Zeitraum hinweg richtig rebelliert, wenn er keine Vitamine zu sich nehmen darf. Nahrungsergänzung ist kein Ersatz, da in Tabletten und Kapseln, in Säften und Konzentraten die sekundären Pflanzenstoffe teilweise fehlen, die sich normalerweise unter und in der Schale befinden.

Der tägliche Verzehr von Obst und Gemüse ist deshalb so wichtig, weil der Körper Vitamine nicht speichert, nur das Vitamin A, das Vitamin E und das Vitamin D können gespeichert werden. Essen Sie die Schale der Früchte gleich mit, aber schälen Sie die Kartoffel, die Banane, Melone, Mango und alle hartschaligen Früchte. Bürsten sie diese harten Schalen gut ab, bevor die Früchte geschält werden, damit sich keine Keime aufs Messer verirren.

Obst und Gemüse für die Schönheit

Obst und Gemüse sind wichtig für unsere Schönheit. Besonders die kleinen Karotten lachen unsere Augen an, umhüllen die Haut, die grünen Äpfel schmiegen sich in die Haarwurzeln und die Tomaten und Paprika verwöhnen den ganzen Körper mit einem Anti-Aging-Effekt. Es wird sogar behauptet, Veganer würden einen richtig guten Körpergeruch aufweisen, aber ich denke, dies hängt auch mit dem Verzicht auf Zusatzstoffe, Aromen, Konservierungsmittel und weiterverarbeitete Lebensmittel zusammen, da es auch veganes Fast-Food gibt, mit welchem der schlechte Körpergeruch nicht unterbunden wird.

Schöner wird man vor allem, wenn man Gemüsebrote zum Frühstück verzehrt, beispielsweise Vollkornbrot mit Frischkäse, Tomatenscheiben, Gurkenscheiben und Paprikastücken drauf. Ein Gemüseteller mit Kartoffel oder Reis zu Mittag sättigt uns und macht uns schön, und Rührei mit Gemüse und Champignons drin lässt uns am Abend Fett verbrennen, wenn wir keine grossartigen Kohlenhydrate mehr zu uns nehmen. Eine Avocado ist gut für die Haut, Nüsse sind gut für die Zähne, Tomaten sind ein Antifaltenmittel, Zitronen und Orangen sind gut gegen Cellulite, und der Granatapfel bringt die Frau gut durch die Wechseljahre, sodass wir optisch nicht so schnell altern.

Überregionales Obst und Gemüse ist nicht immer gesund

Wir lieben es, wenn wir zu jeder Jahreszeit alles bekommen können, und so geht ein Trend hin zum weltweit angebauten Obst und Gemüse, was jedoch oftmals schwierige Arbeitsbedingungen, Hungerlöhne und lange Transportwege mit sich bringt. Wenn Kiwi, Banane, Papaya, Mango und Kokosnuss über viele Tage unterwegs sind, belastet dies die Umwelt, sorgt dafür, dass sich die Vitamine in der Ware verflüchtigen, und es bringt die regionalen Bauern in Bedrängnis. Wenn man Ananas, Granatapfel und Melone gegessen hat, ist man gesättigt, da hat der heimische kleine Apfel kaum noch Platz im Magen. Oft werden bereits im März und April von den grossen Supermarktketten Radieschen aus Ägypten angeboten, da hat der regionale, heimische Bauer keine Chance mehr, mit unseren Radieschen auf den Markt zu kommen, weil er wetterbedingt zu spät dran ist.

Regionales Obst und Gemüse ist besser

Um diesen überregionalen Trend nicht ausarten zu lassen, gibt es zunehmend Leute, die auf Regionalität, kurze Transportwege und heimische Landwirtschaft bauen. Obst und Gemüse aus der Region muss nicht erst tagelang quer durch die Welt transportiert werden, es enthält mehr Vitamine, und wir kennen die Anbaumethoden und Arbeitsbedingungen besser. Kleine, regionale Bauern betreiben keine grosse Agrokultur, vermeiden konventionelle Düngemittel und bauen auf gute Qualität.

Saisonales Obst und Gemüse ist gesund

Wir müssen nicht unbedingt die im Gewächshaus gezüchtete Erdbeere mitten im Winter essen, welche ohnehin innen weiss ist und neutral, quasi nach nichts schmeckt, schnell faul wird und wässrig aussieht. Im Sommer kann man seine Erdbeeren samt prallem Vitamingehalt im Erdbeerland pflücken, da weiss man, wo die Pflanze gewachsen ist. Einige Leute tendieren sogar dazu, ohne feste Einkaufsliste in den Bioladen zu gehen und zu schauen, welche Produkte gerade frisch hereingekommen sind.

Bioobst und Biogemüse ist gesund

Chemie, besonders jene aus Kunstdünger, belastet unseren Körper und macht uns langfristig krank. Besonders Kinder sind gefährdet, da sie durch das blosse Einatmen einiger Düngestoffe Atemnot und Nervenschäden bekommen können. Obst und Gemüse aus Bioanbau, aus rein ökologischer Landwirtschaft muss hohe Qualitätsstandards erfüllen, damit sich der Verbraucher sicher fühlt. Wir sollten jedoch Bio aus regionalem Anbau bevorzugen, denn eine Biogurke aus fernen Ländern hat auch einen weiten Weg hinter sich.

Obst und Gemüse für Veganer

Vegane, rein pflanzliche Ernährung ist am Vormarsch. Der normale Veganer achtet darauf, was auf den Teller kommt, ernährt sich saisonal, regional, vitaminreich und akzeptiert auch die anderen Menschen, welche einen anderen Lebensstil verfolgen. Vegan zu leben ist gesund, denn im Grunde benötigen wir keine tierischen Produkte, wenn wir uns ausgewogen ernähren, auf hochwertige Produkte achten und lediglich das fehlende Vitamin B12 zuführen.

Ein Trend geht jedoch hin zum Trendveganer, zum fanatischen Veganer, der seinen Lebensfokus rein auf die Pflanze legt, sich mit Nahrungsergänzung eindeckt, glaubt, unser Obst und Gemüse sei minderwertig, die Böden seien vollkommen ausgelaugt, und man würde sterben, wenn man keinen strengen veganen Lifestyle lebt. Da füttern dann Mütter ihre Babys mit Sojamilch, anstatt ihnen die wertvolle Muttermilch zu geben, obwohl jeder weiss, dass das Stillen grosse gesundheitliche Vorteile für Kleinstkinder hat.

Der Trendveganer geht in den veganen Supermarkt, sucht sich vegane Trendprodukte aus und denkt, er lebt gesund. Die Industrie hat diesen Trend entdeckt, stopft vegane Produkte mit Geschmacksverstärkern, Zusatzstoffen und Aromen voll, damit nicht alles nach Soja schmeckt. Sogar die Sojaprodukte sind über die halbe Welt gewandert, fermentiert worden und luftdicht verpackt, damit sie ohne Kühlung über Monate hindurch haltbar sind.

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten

Ein gesunder Trend geht hin zum eigenen Garten. Es gibt Leute, die ernähren sich fast vollständig vom Eigenanbau, denn bis zu 90% kann man seinen täglichen Nahrungsbedarf mit dem eigenen Garten abdecken. Zuerst braucht man Geduld, bis aus einer Grünfläche ein Biotop geworden ist, in welchem Tiere und Pflanzen in einer Art Symbiose zusammenarbeiten, denn auch jeder vermeindliche Schädling ist ein Nützling für andere Tiere, die wiederum nützlich für die Pflanzen sind.

Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten schmeckt gut, ist ungedüngt, besitzt hochwertige Bioerde aus dem eigenen Komposthaufen, wenn man auf ein vollständiges Ökosystem achtet, und der Garten macht glücklich, reinigt die Seele und hält uns durch die Gartenarbeit fit. Durch den Winter kommt man mit robusten Pflanzen, Kartoffeln und Salaten, die man artgerecht lagert, am besten im hauseigenen Keller, eingegraben samt Wurzel in ein Sandbeet, denn dort bleibt sogar der Wintersalat knackig frisch.

Wieviel Fruchtzucker steckt in Obst und Gemüse?

Neben den Vitaminen steckt in Früchten der reichhaltige Fruchtzucker, wovon in Gemüse nur ein Bruchteil vorhanden ist. Weintrauben, Honigmelonen, Pfirsiche, reife Birnen, oder Ananas, Mango und viele Südfrüchte sind reich an Fruchtzucker, die Erdbeere und die Zitrusfrüchte enthalten weniger Zucker. Besonders süsse Früchte sollten eher als Genussmittel oder seltenes Dessert gesehen werden, nicht im Überfluss gegessen werden, sonst ist unser Körper ständig überzuckert und die Insulinproduktion läuft auf Hochtouren. Man spürt einen plötzlichen Anstieg und Abfall des Blutzuckerspiegels, indem man sich schwindlig fühlt, wenn die Nerven in Armen und Beinen arbeiten, und wenn man ein enorm gesteigertes Hungergefühl verspürt, obwohl man gerade erst gegessen hat. Ich trinke in solchen Fällen Wasser und grünen Tee, den ich 5 Minuten ziehen lasse, damit sich die Gerbstoffe im Tee entfalten können und meinen Blutzuckerspiegel senken.

Verarbeitetes Obst und Gemüse - wirklich so gesund?

Fertiggerichte sind praktisch und gaukeln uns durch die Zugabe von Obst und Gemüse Gesundheit vor, aber man kann sich an der Inhaltsangabe orientieren und Zusatzstoffe samt Aromen von der Gesundheitsliste abziehen, dann weiss man, wie gesund sie wirklich sind. Schlimmer sind die industriell verarbeiteten, hoch erhitzten, fermentierten Smoothies, die Obstsäfte, kombiniert mit Gemüsesäften. Hier fehlen oftmals die sekundären Pflanzenstoffe, die Vitamine gehen schnell verloren, dafür ist der Fruchtzuckeranteil in den Säften sehr hoch. Sie sind kalorienreicher als die puren Früchte, man schluckt sie einfach hinunter, während man die ganze Frucht kauen und zerkleinern muss. Diese Smoothies sollte man nicht täglich trinken, sondern nur, wenn man Lust auf einen Snack hat.

Obst und Gemüse durch Bestrahlung zu Superfood anreichern

Wenn aus Obst und Gemüse Superfood wird, könnte es auf den ersten Blick gesünder erscheinen. Die Forschung hat sich etwas einfallen lassen, um aus den Obstsorten und den Gemüsesorten noch mehr an Vitaminen und wertvollen Nährstoffen zu entnehmen. Man könnte die Ware mit farbigem, speziellem Licht bestrahlen, um es als eine Art Super-Food für den Endverbraucher aufzubereiten. Man erwartet sich dadurch eine wertvollere Ernährung für Veganer, ein Heilmittel für Krebs und andere Krankheiten, und eine effektivere Nutzung der Produkte. Ob diese künstlich erzeugte Natur so gesund ist, bezweifle ich, weil man hier in den natürlichen Kreislauf eingreift.

Sauberes Obst und Gemüse ist gesünder

Obst und Gemüse ist nur gesund, wenn es ordentlich gereinigt wird, denn es bilden sich schnell Keime, die unter Umständen gefährlich werden können. Wie wäscht man die Früchte richtig? Viele Leute halten ihr Grünzeug nur schnell unter den Wasserhahn, trocknen es lieblos ab und verarbeiten es. In den obligatorischen Apfel beisst man einfach nur so hinein, ohne sich Gedanken über die Hygiene zu machen. Dabei sollte das Grünzeug gründlich unter fliessendem Wasser gereinigt werden. Es ging durch unzählige Hände hindurch, von denen man nicht weiss, wo sie zuvor waren, und besonders das konventionell gezüchtete Grünzeug könnte mit Pestiziden belastet sein. Eine richtig saubere Variante des Waschens ist eine Mischung aus Essig, Zitronensaft und Wasser. Bitte, hier wird alles klinisch rein, aber wer tut sich den Aufwand schon an? Ich hole mir meine Vitaminbomben aus dem Garten, und notfalls wasche ich sie, wenn sie vom Gemüsehändler kommen.

Obst und Gemüse durch Zellteilung züchten

Wer das ganze Jahr über alle Obst- und Gemüsesorten zu Hause züchten will, der legt sich am besten einen Bioreaktor zu. Hiermit kann man seine Früchte mittels Zellteilung wie im Labor züchten. Aus jeder Zelle entsteht neues Leben, und so gedeihen die Früchte hervorragend. Im Winter schmiert man dann Brote mit Zellmarmelade, und im Sommer verspeise man seinen Zell-Broccoli. Am Anfang dauert es zwar lange, bis man eine Zellkultur heranreifen lässt, aber die Zellteilung danach geht rasch voran. Man kann dieses Zellobst und Zellgemüse auf kleinstem Raum anpflanzen, und es könnte das Obst und Gemüse der Zukunft werden, wenn es einmal keine Grünflächen mehr gibt. Die Nährstoffe sind gleich wie bei normalen Früchten, weil man Mineralstoffe und Vitamine hinzufügen kann, aber wie unser Körper auf diese Art der Nahrung reagiert, weiss man nicht, weil hierfür die Langzeitstudien fehlen. Allerdings schmeckt es lecker, fast wie aus der Natur.

Obstdiät oder Gemüsediät - Was ist besser?

Mit Obst und Gemüse nimmt man ab, wenn man es gezielt in seinen Ernährungsplan einbaut. Verträglich muss diese Diät sein, und sie darf den Magen nicht reizen, sonst bekommt man ständig Heisshunger. Um nicht zu viel Fruchtzucker verdauen zu müssen, sollte man die Gemüsediät bevorzugen. Nach ein bis zwei Wochen sollte man aber wieder vermehrt auf Normalkost umsteigen, wobei man hierfür eine dauerhaft magere Kost wählen kann, um dem Jojo-Effekt zu entkommen.

Rohes Grünzeug ist nicht für jeden Menschen geeignet, denn viele Mägen neigen dazu, die Fruchtsäure nicht zu vertragen. Auch neigen viele Leute dazu, Rohkost schwer zu verdauen und bekommen Magen- und Darmprobleme. Für die wenigen, die übrigbleiben, ist eine Diät mit Rohkost aber tatsächlich geeignet, um rasch abzunehmen, denn der Darm leistet dabei Schwerstarbeit.

Obst und Gemüse sind zwar nicht ideal, um vorwiegend ohne zusätzliche Nahrung verspeist zu werden, und so manch ein Arzt wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber kurzfristig hilft diese Diätform, eine Bikinizone zu schaffen, die tauglich für die nächste Badesaison ist.

Nüsse kann man in seinen Diätplan integrieren, denn sie enthalten die essentiellen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren in einem ausgewogenen Verhältnis. Ganz ohne restlicher Nahrung funktioniert aber weder eine Obstdiät noch eine Gemüsediät, denn der Körper benötigt ein gewisses Ausmass an Energie, welches er sich aus Fett, Eiweiss und Kohlenhydraten holt. Man kann sein Grünzeug mit etwas Frischkäse auf eine Scheibe Vollkornbrot legen, das macht satt. Der Körper benötigt nämlich auch Eiweiss und Proteine.

Eine Diät, die vorwiegend oder ganz krass alleine auf Obst basiert, ist ungesund, denn der Körper entwickelt sich dabei in eine ganz falsche Richtung. Kurzfristig kann sie jedoch gute Erfolge erzielen, wenn man es nicht übertreibt. Allerdings existieren viele Diäten, die bessere Erfolge erzielen, denn der hohe Fruchtzuckeranteil in den Früchten kann sich im Fettgewebe einlagern, wenn die Energie nicht verbraucht wird. Wer vorwiegend im Büro sitzt und sich wenig bewegt, wird mit zu viel Obst eher zunehmen, weil er nicht so viel Energie verbraucht. Besonders die Bananen machen dick, wenn man zu viele verspeist.

Durch den Verzehr von Obst schüttet der Körper Insulin aus, welches in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Das Insulin, welches in grossen Mengen ausgeschüttet wird, damit der Glucosespiegel niedrig gehalten wird, kann im Körper bewirken, dass der Kalium-Haushalt durcheinander gerät. Wenn wir zu viel Kalium verlieren, bekommen wir Herzrasen, Atemnot, Übelkeit und Schwindel. Und wer sich nur von Obst ernährt, bekommt irgendwann Durchfall, womit er wieder viel Kalium ausscheidet.

Im Obst ist nicht nur die Fructose, die für uns Menschen die gefährlichste Zuckerart darstellt, enthalten, sondern auch die Fruchtsäure. Zitrusfrüchte beinhalten viel Fruchtsäure. Diese greift im ungünstigsten Fall die Magenschleimhaut an, und der Magen verdaut sich dann selber. Sie kann auch die Darmschleimhaut angreifen, und man leidet unter Blähungen, Magen- Darmproblemen, einem Reizmagen, einem Reizdarm, bis man schliesslich eine Magen- Darmspiegelung über sich ergehen lassen muss. Am Ende darf man sich dann von Schonkost ernähren, bis Magen und Darm wieder gesund sind.

Bei einer Obstdiät ist es wichtig, dass man nicht gleich morgens Marmelade zu sich nimmt und dann zusätzlich verschiedene Obstsorten verspeist, sondern das Obst nur begleitend zu einer gesunden Ernährung zu sich nimmt. Eine Obst-Mahlzeit ist genug am Tag, denn sie deckt bereits den gesamten Tagesbedarf an Fruchtzucker, den der Körper benötigt. Obst soll eher als Ersatz für zu viel Schokolade dienen, damit man nicht ständig in die Pralinenschachtel greift.

Mit einer speziellen Weintrauben-Diät kann man durchaus abspecken, wenn man nur geringfügig übergewichtig ist. Weintrauben enthalten zwar viel Fruchtzucker, aber sie enthalten auch Enzyme, die beim Entschlacken helfen. Wer mit Weintrauben abnehmen will, der ißt nach jeder Mahlzeit eine Hand voll Trauben, aber höchstens 300g am Tag. Man sollte in der Diätzeit höchstens 20% Fett und 20% Kohlenhydrate zu sich nehmen, eher viel Gemüse und Nüsse essen, sonst nimmt man kaum ab. Nach einer Woche kann man mit der Weintraubendiät 1 bis 2 kg abspecken.

Mit Gemüse alleine kann man auch nicht unbedingt abspecken, denn der Körper braucht zusätzliche Nahrung. Kohlgemüse verursacht zudem noch Blähungen, wenn man einen empfindlichen Magen hat. Aber diese Diätform ist wenigstens gesünder als nur die pure Obstdiät.

Gemüse sollte man auf vier Portionen am Tag eingrenzen, denn damit kann der Körper gut haushalten. Wichtig dabei ist, dass alle Farben im Gemüse enthalten sind. Ideal sind Paprika in allen Farben. Wichtig bei der Gemüsediät ist, dass man sie mit magerem Fleisch und Fisch kombiniert, oder als gebundene Gemüsesuppe einnimmt.

Viele Gemüsesorten kann man roh essen. Man erspart sich damit Zeit und den Herd, aber einige Sorten sind roh giftig. Kartoffel, Bohnen, manche Sorten von Kohlgemüse, Oberschinen, das alles muss gekocht werden. Übrigens sättigen uns die Kartoffel so, dass wir kaum bis kein Hungergefühl haben müssen. Und damit die Ballaststoffe im Körper aufquillen, benötigen wir Flüssigkeit, ca 2 bis 3 Liter pures Wasser oder ungesüssten Kräutertee am Tag. Wer zu wenig trinkt, muss mit Verstopfung und Durchfall gleichzeitig rechnen, da Rohkost schwer verdaulich ist. Allerdings ist Gemüse basisch, und besonders die Kräuter zählen zu den intensivsten Basen, welche den Säure-Basen Haushalt ideal regeln.

Zum Frühstück könnte man einen Gemüseaufstrich auf zwei Scheiben Knäckebrot verteilen, beispielsweise mit einem Avocado-Aufstrich, Radieschen, Karotten, Gurken, Tomaten und einigen Gewürzen wie Petersilie und Schnittlauch. Die Avocado ist cremig genug, um das Gemüse zu binden, damit es nicht vom Brot fällt. Zu Mittag könnte es einen Obstsalat geben. Banane, Pfirsiche, Äpfel, Ananas, Orangen, manchmal eine Birne, Trauben und Pflaumen. Achtung, so ein Salat erhöht den Blutzuckerspiegel enorm. Und am Abend tut eine gebundene Gemüsesuppe gut, die man mit Kartoffel aufpeppt. Übrigens ist Spinat hervorragend geeignet, um Paprika darin zu vermischen, das schmeckt mit Kartoffeln zusammen ausgezeichnet. Gurken und Tomaten sind auch gute Fettburner, da sie viel Flüssigkeit enthalten.

Wer nicht satt wird, schwitzt seine Gemüsepfanne in etwas Paniermehl an und dünstet es kurz. Auch mit Reis kann man das Gemüse vermischen, obwohl Reis dick macht und man damit die gesamte Dritte Welt ernähren könnte, aber Naturreis ist zum Abnehmen geeignet.

Wie schneidet man Obst und Gemüse?

Bei vielen Obstsorten ist das Aufschneiden keine Qual, denn sie sind mit einer weichen Schale bestückt oder lassen sich schnell öffnen. Manche Leute schneiden sogar Bananen in kleine Räder, weil sie so besser schmecken.

Einige Sorten machen jedoch mühsame Arbeit, sind lästig beim Zubereiten und schmutzen die Arbeitsplatte in der Küche voll. Hier greift man gerne zu vorgeschnittenem Obst und Gemüse.

Bei Schnittlauch, Petersilie und anderen Kräutern sollte man darauf achten, dass sie noch frisch riechen und nicht trocken sind. Kräuter kann man entweder mit einem Mörser klein reiben, oder mit einem besonders scharfen Messer klein hacken. So entwickeln sie das beste Aroma in den Speisen.

Auf der puren Tischplatte, auf Granit und der blossen Arbeitsfläche sollte man nichts schneiden, selbst wenn sie dafür geeignet ist. Man riskiert Unreinheiten, da die Arbeitsplatte unter Umständen nie so sauber ist wie ein Schneidbrett. Die Schneidbretter muss man unbedingt erneuern, wenn sie rissig werden, denn in den Ritzen sammeln sich Bakterien.

Rauhe Fruchtschalen wie beispielsweise von Ananas, Melone, Mango und Papaya sollte man vor dem Schneiden mit einer Bürste abrubbeln, damit sich eventuelle Keime verabschieden.

Vor dem Schneiden muss man Obst und Gemüse waschen, denn es ist durch viele Hände gewandert, wenn man es einkauft. Sogar im eigenen Garten ist es nicht sauber genug, denn unsere Umwelt und der darin enthaltene Feinstaub sind ungesund genug, um das Grünzeug vor dem Verzehr zu reinigen.

Die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sollte man je nach Bedarf in kleine Stücke, Räder oder Streifen schneiden. Tomaten schneidet man meist in Räder, Gurken und Zucchini auch. Karotten schneidet man in dünne Streifen, oder man raspelt sie, damit sie, in Öl gedünstet, das Vitamin A entfalten können. Kartoffel schneidet man in Hälften, Paprika in Streifen oder Würfel, Kohl und Broccoli in kleine Stücke, denn die Röschen sind oft zu gross, und Salat zupft man, oder man schneidet ihn in Streifen. Spargel schneidet man vom Kopf zum Ende gleichmässig dünn. Den grünen Spargel schneidet man erst ab der Mitte. Die Spargelenden schneidet man ab, denn sie sind holzig.

In einen Apfel kann man auch so hineinbeissen, nachdem man ihn abgewaschen hat. Mit einem speziellen Apfelschneider lässt sich jedoch das Gehäuse gut entfernen. Zitronen, Orangen und Zitrusfrüchte schält man, oder man schneidet sie in kleine Tortenstücke. Melonen schneidet man ebenfalls in tortenähnliche Stücke.

Ananas, Papaya und Melone sollte man in Ringe schneiden, danach die Umrandung der Ringe entfernen und dann die inneren Kerne kreisend umdrehend herausschneiden. Sämtliches Steinobst wie Pfirsich, Pflaumen, Marillen, Avocado oder Aprikosen muss man halbieren und entkernen. Die Avocado höhlt man mit einem Löffel aus, denn sie besteht eher aus einem streichfähigen Brei, welchen man als Brotbelag verwenden kann.

Kiwi braucht man nur in zwei Hälften schneiden und mit einem Löffel auszuhöhlen. Wer kleine Kiwi-Kugeln haben möchte, der nimmt einen kleinen Löffel und formt Kugeln aus dem Fruchtfleisch.

Eine Mango schält und schneidet man wie einen Idel. Zuerst schneidet man sie in zwei Hälften, ritzt ein Gittermuster hinein, stülpt die Mangohälfte um und schneidet die kleinen Stücke von der Schale ab.

Eine Kokosnuss muss man zuerst mühsam mit einem Hammer aufschlagen. Danach entfernt man die Milch. Dann hackt man sie in kleine Stücke, aber die bereits vorgeschnittenen Stücke sind auch lecker.

Kartoffel schneidet man am besten mit einem Kartoffelschneider, Zwiebel und Knoblauch hackt man mit einem kleinen Messer, niemals drücken, denn sonst entweichen die ätherischen Öle.

Kohl schneidet man an den Röschen entlang, denn der Stiel schmeckt gewöhnungsbedürftig. Die Blätter sind essbar und schmecken im Salat mit Dressing.

Das richtige Messer ist wichtig, scharf und für Gemüse geeignet. Schärfen Sie Ihr Messer vor jedem Gebrauch. Das richtige Schneidbrett, aus Holz oder Kunststoff, kein Glasbrett, ist wichtig, denn die passende Unterlage muss stimmen. Waschen Sie nach Verwendung das Brett gut ab und schneiden Sie nur auf sauberer Unterlage. Fixieren Sie das Brett mit einem Tuch, damit es nicht rutscht.

Schneiden Sie mit gekrallter Hand, nie mit ausgestreckten Fingern, denn wer mit den ausgestreckten Fingern die Schneideware hält, kann sich versehentlich einen Finger abhacken. Das Messer sollte beim Schneiden nur an den Fingerknöcheln entlang ziehen. Die besonders Vorsichtigen oder Bequemen schneiden Obst und Gemüse in der Küchenmaschine und halten sich an die Anleitung.

Waschen Sie das Schneidewerkzeug nicht unbedingt in der Spülmaschine, denn sonst werden die Klingen schnell stumpf, weil im Geschirrspüler eine enorme Hitze herrscht und Chemie zum Einsatz kommt. Bewahren Sie Ihre Messer im Messerblock auf, damit sie niemandem schaden und nicht stumpf werden. Schneiden Sie bitte nicht mit feuchten Händen, sonst rutscht Ihnen die Ware unter den Fingern weg, und es droht Unfallgefahr.

Für bequeme oder faule Leute, für Menschen mit chronischem Zeitmangel gibt es das bereits fertig vorgeschnittene Obst und Gemüse aus dem Supermarkt. In Plastik eingepackte Ware altert schnell, entwickelt rasend schnell gesundheitsgefährdende Keime und sollte daher zu Hause sofort verarbeitet werden, niemals im Kühlschrank weiterlagern. Im Supermarkt findet man die vorgeschnittene Ware meist gekühlt vor, aber Melonenhälften dümpeln oftmals ungekühlt vor sich hin. Geschnittenes Obst und Gemüse muss zwar strenge Hygienevorschriften durchlaufen, bevor es in die Plastikschalen kommt, aber Untersuchungen haben gezeigt, dass von ungesund bis ganz gesund alles vorhanden war. Von einem tausendfach erhöhten Bakterienwert bis zu 100% hygienisch rein war alles dabei. Vorgeschnittenes Obst und Gemüse ist höchstens einen Tag lang haltbar und darf keine Schlieren enthalten oder gar im eigenen Saft schmoren.

Wie lagert man Obst und Gemüse?

Wie lagert man Obst und Gemüse artgerecht, ohne dass es überreif wird oder vorschnell zu altern beginnt? Im Kühlschrank, im gefrorenen Zustand im Eisfach, im vorgesehenen Gemüsefach, ungekühlt im Obstkorb, im dunklen Keller, und notfalls lagert man es im luftdicht abgeschlossenen Behälter. Je nach Sorte sollte man jedoch einige Dinge beachten, sonst erlebt man sein blaues Wunder.

Die Aufbewahrung im Kühlschrank sollte im dafür vorgesehenen Gemüsefach stattfinden, niemals auf der unteren Glasplatte, denn dort ist es zu kalt. Der Kühlschrank eignet sich nur für die kurzfristige Lagerung von Gemüse, nicht unbedingt fürs Obst, da viele Obstsorten kälteempfindlich sind und ihr Aroma verlieren. Bananen bleiben jedoch im Gemüsefach stabil, selbst wenn sie zum Obst zählen und eine braune Schale bekommen.

Den Kühlschrank muss man gut reinigen, denn Gemüse verliert Feuchtigkeit, und das kühle Klima verursacht zudem noch feuchte Stellen, in denen sich Bakterien vermehren. Der Kühlschrank kann im unbeaufsichtigten Zustand zu einem keimintensiven Lagerungsort werden. Auch sollte man Gemüse aus dem Supermarkt sofort nach dem Kauf von eventuellem Plastik befreien, denn darunter bildet sich schnell Schimmel.

Im Eisfach sollte man nur schockgefrorenes Gemüse aufbewahren, nicht unbedingt das frisch gekaufte, welches man im Nachhinein einfriert. Durch das langsame Einfrieren gehen Vitamine und Nährstoffe verloren, das Gemüse verliert zudem sein Aroma und schmeckt langweilig, wenn man es erneut auftaut. Ich lagere im Eisfach nur tiefgefrorene Erbsen und den gemalenen jungen Spinat, weil frische Spinatblätter so empfindlich sind, dass ich sie nicht taggleich verwerten kann und deshalb auf schockgefrorene Produkte zurückgreife.

Die Konservierung von Tiefkühlkost in der Zukunft

Obst und vor allem Gemüse kann man einfrieren. In Zukunft muss man sich über viele Lagerungsarten keine Sorgen mehr machen, denn alte Konservierungsverfahren werden durch ein neues Verfahren ersetzt. Man verwendet zukünftig kaltes Plasma. Bis jetzt wurden eiskalte Platten, Stickstoffoxid und Schockgefrierverfahren genutzt, welche zwar für eine lange Haltbarkeit sorgten, aber die Nährstoffe nicht so lange konservieren konnten. Mit dem Plasma-Konservierungsverfahren bleiben Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente,sämtliche Nährstoffe erhalten. So kann man bequem alles im tiefgefrorenen Zustand lagern. Aber bitte, nicht jeder Mensch möchte tiefgefrorene Kost essen, frisch geerntet schmecken die Lebensmittel doch noch am besten.

Wie lagert man Obst?

Obst sollte man zeitnah verspeisen, in einem Obstkorb lagern, edel und schick in einer Obstschale auf den Tisch stellen, damit es immer in Sicht- und Greifweite ist und schnell verzehrt wird. Obst würde ich nie im übergrossen Vorrat kaufen, es sei denn, ich besitze einen kühlen und dunklen Keller für Äpfel und Birnen. Südfrüchte sollte man unbedingt schnell essen, denn sie reifen blitzschnell heran und bilden im überreifen Zustand einen hohen Fruchtzuckeranteil, welcher unseren Blutzuckerspiegel unnötig ansteigen lässt.

Soll man Obst und Gemüse im luftdichten Behälter lagern?

In einem luftdicht verschlossenen Gefäss würde ich nichts lagern, was nicht unbedingt haltbar sein muss. Gemüse zieht nämlich aus dem Boden Nitrat, welches es fürs Wachstum benötigt. Durch die luftdichte Verpackung entsteht daraus Nitrit, welches Krebs auslösen könnte. Besonders der verpackte Salat entwickelt viel Nitrit, und so esse ich meinen Salat lieber innerhalb von zwei Tagen auf und belasse ihn in Zeitungspapier eingewickelt im losen Zustand.

Die beliebte Tupperware sollte eine Luftöffnung beinhalten, wenn man Gemüse darin lagert. Zu lange sollte die Ware nie darin aufbewahrt werden, da sich leicht Feuchtigkeit und Schimmel bilden, das Aroma verlorengeht und das Gemüse nicht so knackig bleibt. Ohne Tupperware altert die Ware auch schnell, aber wenn man sie zeitnah verarbeitet, bleibt das Aroma erhalten.

Obst und Gemüse in der Wohnung lagern

Obst und Gemüse zu lagern, ist ein ewiger Kompromiss, wenn man nur eine Wohnung mit Kühlschrank besitzt. Kartoffel lagern sich im artgerechten Keller sehr gut, Äpfel bleiben über Wochen im Keller frisch, aber in einer Stadtwohnung findet man keine günstigen Lagerungsverhältnisse vor. Kartoffel dürfen niemals in den Kühlschrank, sonst droht erfrierungstechnisch die Gefahr, dass sie süss und giftig werden. In warmen Räumen treibt die Kartoffel schnell aus und wird ungeniessbar.

Salat kann man samt Wurzel im Keller im Sand vergraben, denn so hält er sich über Wochen aufrecht. Pilze und Spargel sollte man überhaupt nicht lagern, da sich schnell Flüssigkeit bildet und das Zeug zu schimmeln beginnt. Pilze kann man höchstens in einem trockenen Holzkarton in etwas Erde lagern, aber die verpackten Produkte aus dem Supermarkt sollte man taggleich verarbeiten.

Welches Obst und Gemüse kann man zusammen lagern?

Im Grunde sollte man jede Sorte einzeln lagern, aber wenn man sich schon dazu entscheidet, Sorten zusammen aufzubewahren, muss man die Sorten wählen, die bereits im Garten eine sinnvolle Symbiose bilden und nebeneinander gut gedeihen.

Auch ich erkannte, dass man nicht jede Sorte nebeneinander lagern kann, da sich manche Sorten nicht gut miteinander verstehen. Es gibt Ethylen-haltige und Ethylen- empfindliche Früchte, solche, welche Ethylen absondern, und welche, die sensibel darauf reagieren. Dies muss man berücksichtigen, wenn man verschiedene Sorten zusammen in ein Tuppergefäss gibt.

Äpfel sondern beispielsweise Ethylen ab, auch Pflaumen und Tomaten. Man sollte sie niemals zusammen mit Marillen, Nektarinen oder Erdbeeren lagern. Ich empfehle, wenn man auf der sicheren Seite sein möchte, für jede einzelne Obst- und Gemüsesorte eine eigene Tupperware zu nehmen, dann muss man sich nicht damit befassen, was mit wem kann und was mit wem streitet. Auch Früchte sind nur Menschen mit Verstand und Seele.

Wieviele Vitalstoffe gehen bei der Lagerung verloren?

Je nach Sorte und je nach Ernte- und Verarbeitungsmethode gehen bereits vor der Lagerung Vitalstoffe verloren, weil Obst und Gemüse von der Mutterpflanze getrennt wird und ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird. Bioobst und Biogemüse ist besser als konventionelle Ware. Die Erntezeit ist wichtig, und auch die Uhrzeit der Ernte, denn Blüten sind beispielsweise früh morgens oder nachts am besten zu ernten. Per Hand geerntete Früchte sind besser als maschinell geerntete, da sie weniger Schäden abbekommen.

Das Vitamin C ist am empfindlichsten. Broccoli verliert bei kühler Lagerung weniger Vitamin C als bei warmer Lagerung. Karotten und Spinat muss man kühl lagern, wobei die tiefgefrorenen Karotten ihr Vitamin C lange behalten, der Spinat seines jedoch grösstenteils verliert.

Was muss man beim Kauf von Obst und Gemüse beachten?

Wer sein Grünzeug im Supermarkt kauft, bekommt oftmals nicht mehr die optimale Frische angeboten. Lange Transportwege machen die Ware alt und setzen ihr zu. Ich achte stets auf regionale und saisonale Produkte, kaufe beim kleinen Händler und schaue mir die Ware gut an. Niemand benötigt Erdbeeren mitten im Winter, oder Gurken vom anderen Ende der Welt zum Überleben.

Im Supermarkt sieht Obst und Gemüse oftmals herrlich frisch aus, weil es im Ladenregal von Speziallicht angeleuchtet wird, welches dafür sorgt, dass die Frucht optisch knackig aussieht. Zu Hause erlebt man beim Auspacken dann sein blaues Wunder, wenn man die uralte Ware betrachtet. Kaufen Sie lieber kleine Früchte, die etwas schwerer sind, die noch gut riechen, denn sie besitzen noch genügend Flüssigkeit.

Je nach Mattierung oder Glanz erkennt man die Frische, wobei Kirschen glänzen müssen und Pflaumen eher matt sein sollten. Glänzende Zitrusfrüchte wurden meist mit einer Wachsschicht überzogen, was jedoch nicht unbedingt gesund ist. Die alte Ananas ist grau, altes Gemüse schrumpelt, besonders die Radieschen, und alten Kohl erkennt man an welken Blättern.

Einige Sorten kann man ja bedenkenlos unreif kaufen. Natürlich existiert Obst, welches nachreift, wenn man es im Laden im unreifen Zustand kauft, denn die unreifen Früchte besitzen den Vorteil, dass sie unkompliziert sind, solange sie keine Druckstellen haben. Bananen, Aprikosen, Nektarinen, Pfirsiche, Kiwi, Pflaumen, Papaya, Mango, Birnen und andere Früchte reifen zu Hause nach, wenn man sie warm und sonnig lagert. Übrigens mache ich dies auch mit der Avocado, es funktioniert prächtig. Und dann gibt es die Sorten, die nicht nachreifen, nur ungeniessbar werden, wenn man sie unreif einkauft. Dazu zählen die Kirschen, Beeren aller Art, Trauben, Ananas, Gurken, Paprika, Tomaten, die Orangen, Mandarinen und Zitronen, Auberginen, Broccoli, Blumenkohl, Spinat, Salat und andere. Sie schmecken nur zunehmend sauer und faul, wenn man sie reifen lässt.

Industriell erzeugtes Grünzeug wird oftmals durch ein spezielles Verfahren haltbar gemacht, indem man es begast. Der Apfel sieht dann optisch frisch aus, enthält jedoch kaum noch Vitamine. Bei längerer Lagerung verflüchtigen sich nämlich Vitamine und Mineralstoffe, je nach Sorte schneller oder langsamer. Wenn man Erbsen zu lange lagert, hat man noch etwas von den Vitaminen, wenn man dies bei grünen Bohnen tut, verflüchtigt sich fast alles, was gesund ist.

Wie schützt man Obst und Gemüse vor der Hitze?

Obst und Gemüse sollten unbedingt vor zu viel Hitze geschützt werden, da sie sonst zu faulen und zu gären beginnen. Eine Zwiebel kann man beispielsweise in einen Nylonstrumpf geben, vorausgesetzt, der Strumpf ist sauber gewaschen worden. Eine Karotte sollte man vom Grünzeug befreien, da das Grüne der Karotte die Nährstoffe entzieht. Die Avocado kann man in der Mitte aufschneiden und mit einer Zitrone beträufeln, sodass sie frisch bleibt, und allgemein sollte man Obst und Gemüse im Kühlschrank aufbewahren oder am besten frisch kaufen und sofort, taggleich verarbeiten und aufessen.

Obst und Gemüse im Kühlschrank lagern

Im Allgemeinen kann man viele Gemüsesorten und einige Obstsorten im Kühlschrank lagern, aber die Tomaten sollte man lieber nicht zu kühl und nicht zu luftdicht lagern, da sie unangenehme Stoffe ansondern und in eisiger Kälte ihren Geschmack verlieren. Rhabarber und Spargel kann man zusammen im Kühlschrank lagern, aber besonders der Spargel ist so empfindlich, dass er nur ein bis zwei Tage konserviert werden sollte, sonst verliert er schnell seine Vitamine. Frischer Spargel schmeckt am besten. Die Banane mag übrigens keine Kälte, denn sonst wird sie schnell schwarz, bekommt Flecken und eine fleckig schwarze Schale. Bananen sollten im reifen Zustand sofort gegessen werden, da sie mit zunehmender Lagerung immer mehr Zucker entwickeln. Zucchini und Gurken kann man kühl lagern, und Beeren, Himbeeren, Erdbeeren, legt man am besten nicht auf einem Haufen aufeinander, sondern nebeneinander, sonst bildet sich leicht Schimmel auf den Beeren. Überhaupt sollte man Obst und Gemüse nicht haufenweise lagern, sonst nimmt man den Früchten die Atmung weg.

Wie gesund ist Obst?

Wie gesund ist Gemüse?


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Elisabeth Putz

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