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Wie rettet man eine kaputte Beziehung?

Fakt ist, Gespräche helfen, und wenn man seinen Partner noch liebt, ist noch Saft drin, da kann man viel machen, um sich wieder anzunähern. Gemeinsame Spieleabende, extra erotisch für Erwachsene, zu zweit, damit das Feuer wieder lodert, oder man trifft sich verabredet in einem Hotelzimmer, zieht sich reizend an, damit der Reiz wieder geweckt wird, und beim gemeinsamen Liebesspiel brodelt der Saft wieder. Oft hilft nur noch eine Paartherapie, aber auch das kann ein Neuanfang sein und die Beziehung wieder aufleben lassen.

Beziehungsprobleme entstehen schleichend, wenn uns der Alltag samt seinen Sorgen einholt. Wenn eine Beziehung erst einmal unwiderruflich kaputt ist, gibt es im Grunde keine Rettung mehr. Auch wenn man zur Paartherapie geht, enden viele dieser gescheiterten Beziehungen in einer Scheidung. So gesehen ist eine Scheidung nicht das Schlechteste, denn beide Partner bekommen dadurch die Chance auf einen Neuanfang, die Scheidungsanwälte verdienen ganz gut daran, und irgendwann sind alle wieder glücklich in neuen Beziehungen vereint.

Vereinzelte kaputte Beziehungen haben jedoch trotzdem die Chance, durch einige Veränderungen gerettet zu werden. Dies zeigen ebenfalls Statistiken von Paartherapeuten, denn sonst wäre dieser Berufszweig vollkommen überflüssig. Der Mensch ist im Grunde seines Wesens ein Gewohnheitstier, gewöhnt sich vor allem in Langzeitbeziehungen an den eigenen Partner und möchte das Leben, welches er aufgebaut hat, nicht aufgeben, selbst wenn die eigene Beziehung noch so schwierig geworden ist. Wir sind leidensfähig, leiden lieber in unserer Bequemlichkeit, als dass wir einen ungewissen Neuanfang wagen.

Ein Spatz in der Hand ist zwar klein und hässlich, er ist uns aber sicher. Die Taube am Dach ist zwar hübsch und gross, wir bräuchten jedoch dafür ein Fangnetz, und dieses zu beschaffen ist Aufwand pur. So lieben wir eben bis auf weiteres den Spatz in der Hand.

Wie rettet man nun eine kaputte Beziehung, wenn nicht einmal mehr ein Hauch von einem Knistern zu hören ist, das lodernde Feuer erlischt und die Asche einer Partnerschaft vor der Türe liegt? Im Grunde ist diese Asche wertvoll, und wenn man bedenkt, dass die Asche eines Menschen aus einer Feuerbestattung so wertvoll ist, dass gewichtstechnisch daraus ein neuer Mensch entstehen könnte, so ist die Asche einer kaputten Beziehung auch sehr wertvoll, denn sie besteht symbolisch gesehen aus dem Zusammenleben zweier Menschen und deren Scherbenhaufen. Genau aus diesem Scherbenhaufen lernt man, gewinnt an Erfahrung und macht nächstes Mal nicht mehr die selben Fehler.

Es gibt tatsächlich einige Dinge, die eine zerrrüttelte Beziehung wieder kitten könnten. Die räumliche Veränderung, ein gemeinsamer Urlaub, eine richtige Aussprache ohne Beleidigungen, eine Wunschliste, die man erstellt und sich gegenseitig vorliest, kleine Briefbotschaften mit positiven Worten, kleine Überraschungen für den Partner, ein gemeinsames Abendessen, gemeinsame Abende zu zweit, die körperlich betonte Aussprache im Bett, und wenn das alles zum Scheitern verurteilt ist, kann man immer noch zur Paartherapie gehen.

Von der prickelnden Beziehung zur innigen Partnerschaft

Die perfekte Partnerschaft gibt es leider nicht, aber die fast perfekte. Zuerst lernt man sich kennen, verliebt sich, schwebt auf seiner 7. rosaroten Wolke im 7. Himmel, zieht zusammen, lernt den Partner besser kennen und stellt fest, das funktioniert nicht immer reibungslos. Viele Paare trennen sich in den ersten Monaten und Jahren wieder. Wenn man sich jedoch liebt, kann man an seiner Alltagsbeziehung arbeiten. Und da es in jeder Beziehung Probleme gibt, muss man sogar daran arbeiten, sonst geht ja alles zu Bruch und niemand hätte eine Chance auf eine Langzeitbeziehung.

Eine gute Beziehung ist ein zweisames Miteinander, ein Geben und Nehmen, ein Gefühl der Gemeinschaft. Man geht miteinander durch dick und dünn, liebt sich, streitet mit dem Partner, schreit sich gegenseitig an, wirft mit Kissen oder Gegenständen um sich, versöhnt sich wieder und landet im günstigsten Fall im Bett beim Versöhnungssex. Das macht eine gute Beziehung aus. Erst wenn man nicht mehr miteinander redet, nicht mehr miteinander streitet und längst nicht mehr miteinander schläft, sollte man darüber nachdenken, ob die Partnerschaft noch funktioniert. Hier lassen sich viele Leute zu viel Zeit, oft 5 bis 10 Jahre, und dann trennen sie sich, weil sie sich wirklich nichts mehr zu sagen haben. Lieber Besucher, schaffen Sie Abenteuer und peppen Sie Ihre Beziehung auf. Ein gemeinsamer Urlaub oder gemeinsame Rituale, Spiele, Theaterabende, Konzertabende, ein gemeinsamer Tanzkurs, etc. können helfen.

Wie bewahrt man die Liebe in einer Beziehung?

Beziehungen kommen und gehen, und so manch einer wechselt sie wie die warmen Unterhosen. Dabei sollte eine Beziehung wachsen, von Vertrauen erfüllt sein, Höhen und Tiefen überstehen, von gegenseitiger Achtung, Zuneigung und Bewunderung geprägt sein, wenn sie lange halten muss. Man darf jeden Tag an seiner Beziehung arbeiten, wie auf einer Lieblingsbaustelle, und man sollte gut abwägen, ob eine Beziehung vorbei ist oder eine weitere Chance bekommt. Man muss diesen elitären inneren Schweinehund überwinden, welcher sich in den Alltag einschleicht. Am Anfang trägt man seine rosarote Brille, unternimmt viele Dinge zusammen, erlebt gemeinsame Verrücktheiten, gemeinsame Schäferstündchen, manchmal auch ausgeprägte Schäfertage, und plötzlich rollt der Alltag an, wie eine Schneelawine. Spätestens dann ist tiefster Winter in einer Beziehung angekommen. Und gerade hier wollen die meisten Menschen wieder aus der Beziehung ausbrechen, wie aus einem zu eng gewordenen Käfig, obwohl noch kein Knastleben droht. Der symbolische Vogelkäfig wird zunehmend zum Bunker, man vögelt nicht mehr, man füttert nur noch die kleinen Singvögel, welche man einst gemeinsam ins Leben transportiert hat. Die Kinder sind da, werden erwachsen, die Frau trägt plötzlich Jogginghose und weite Pullover, kämmt sich morgens ihre Haare nicht mehr, und der Mann duscht nicht mehr regelmässig, legt die Füsse auf den Tisch und erwartet sein Abendessen. Plötzlich werden die Gespräche mit Kollegen, Freunden, Bekannten, ja sogar fremden Leuten intensiver, und man fühlt sich eines Tages womöglich zu einem Kollegen mehr hingezogen als zum eigenen Partner. Bitte, ich bin eine einsam arbeitende Autorin, ich muss schon tiefer graben, um eine eventuelle neue Liebe auszugraben, aber ich bin mit meinem Dauergrinsen ohnehin nicht das Maß der Dinge. Wenn man sich nach anderen Partnern umschaut, ist der Wurm drin, und dieser Wurm frisst sich durch den Alltag hindurch, solange man diesem neuen Schmetterlingsgefühl einen Raum gibt, in welchem die Schmetterlinge fliegen dürfen. Man trifft sich irgendwann mit seinem Arbeitskollegen, schaut ihm zu tief in die Augen, und schon spielt man mit dem Feuer und erlebt heisse Zeiten, die jedoch im lodernden Flammenmeer zu ersticken drohen, denn die eigene Beziehung ist in Gefahr. Und wer diesen Zustand meidet, bevor er eintritt und die Beziehung kaputt tritt, der hat gute Chancen, für Jahrzehnte hindurch mit dem selben Partner glücklich zu sein, selbst in den tiefsten Abgründen, in Krankheit und Leid. Es kommt nämlich immer wieder ein Beziehungssommer vorbei, der für Wiesenblumen in der Herzgegend sorgt. Bei mir war es ein Supermarktverkäufer, der meine Beziehung das letzte Mal auf die Probe stellte, und Gott sei Dank mied ich den Sekt, denn sonst wäre ich anhänglich geworden und hätte für nichts garantieren können. Wer darauf achtet, dass nicht nur sein Wille, sondern auch seine Fleischeslust im Lot bleiben, dem sei eine lange, glückliche Beziehung gegönnt. Für alle anderen gilt: Halten Sie bloss ihre Affäre geheim.

Kleine Überraschungen können eine Beziehung retten

Überraschen Sie Ihren Partner ruhig einmal. Laden Sie ihn spontan zum Essen ein, besorgen Sie Konzertkarten, verführen Sie ihn mit einem Picknick, schenken Sie ihm eine Kleinigkeit, vielleicht sein Lieblingsparfum, bringen Sie Blumen mit nach Hause, kochen Sie für ihren Partner, am besten sein Lieblingsessen. Kleine Überraschungen können Veränderungen hervorrufen, sind wie positive Elemente in einem Baukasten, lassen zwei Herzen wieder näher zusammenrücken und tun gegenseitig gut.

Als Mann können Sie mit Ihrer Frau zum Shoppen gehen, vielleicht Schuhe, ein Kleid und dazupassenden Schmuck kaufen. Als Frau können Sie mit Ihrem Mann in den Baumarkt gehen, sich für seine Interessen interessieren und ihn loben, wenn er wieder einmal zum Heimwerker wird und glaubt, er sei ein Handwerksprofi. Natürlich verlangen diese Dinge eine hohe Frustrationstoleranzgrenze, aber sie können hilfreich sein, damit man sich abends im Bett auch noch etwas zu sagen hat.

Eine räumliche Veränderung kann eine Beziehung retten

Stellen Sie sich vor, Ihr Partner kauft sich ein Haus, eine Wohnung, in der nur er sich wohlfühlt. Sie fühlen sich als Gast, finden keinen Anschluss in der Hausgemeinschaft, können die Wohnsituation kaum ertragen und müssen täglich in dieser Behausung leben. Wenn einem die eigenen vier Wände ununterbrochen, ohne Sicht auf bessere Aussichten auf den Kopf fallen, ist dies nicht gerade förderlich für eine Beziehung. Genauso sieht es aus, wenn Sie mit Ihrem Partner in eine fremde Stadt ziehen, niemanden dort kennen, überall anecken und sich einsam fühlen. Die alten Freunde werden immer weniger, weil man nicht vor Ort ist, das Heimweh nagt, und die Krise ist vorprogrammiert. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Lebens- und Wohnsituation und suchen Sie gemeinsam einen Weg, um diese zu ändern. Natürlich müssen beide Partner gewillt sein, umzuziehen, sonst ist die nächste Krise vorprogrammiert.

Eine Aussprache kann eine Beziehung retten

Wenn man sich nichts mehr zu sagen hat, herrscht auch im Bett Totenstille, und irgendwann lebt man sich auseinander. Versuchen Sie, mit Ihrem Partner ein vernünftiges Gespräch zu führen, eine Aussprache. Viele werden jetzt denken, mit ihrem Partner können sie nicht vernünftig reden. Probieren Sie es trotzdem, und wenn Sie scheitern, ziehen Sie einen Mediator hinzu. Ein Aussenstehender kann durchaus hilfreich sein, damit das Gespräch nicht im Rosenkrieg endet. In dieser Aussprache sollten Sie Ihre Wünsche einbringen und sich die Wünsche Ihres Partners anhören. Wenn Bedürfnisse abgedeckt werden, ist der Mensch von Natur aus glücklicher. Sie sollten positive Worte wählen, keine gegenseitigen Vorwürfe oder Schuldzuweisungen, denn sonst ist das Gespräch bald ein ausgewachsener Streit, und beide Partner ziehen sich beleidigt zurück.

Eifersucht zerstört jede Beziehung

Zu einer guten Aussprache gehört auch das Thema Eifersucht, falls es eine Rolle spielt. Eifersüchtige Menschen engen ihre Partner ein, gönnen ihnen keine Freunde, da sie hinter jedem Freund eine Situation sehen, die eifersüchtig machen könnte. Schlimm wird es, wenn man in der totalen Isolation endet und nicht einmal mehr seine Geschäftspartner persönlich treffen kann. Eifersucht ist kein guter Beziehungspartner, da sie Dinge zerstört, die vorher gar nicht da waren. Wenn ein Partner eifersüchtig ist, dies krankhaft auslebt, benötigt er eine Therapie, sonst scheitert jede Beziehung. Eine gute Partnerschaft braucht Vertrauen, sonst wird man verrückt.

Mit einem Urlaub die Beziehung retten

Ein Urlaub kann gut für die Beziehung sein, sie sogar retten, wenn man vorm Scherbenhaufen steht, denn jeder vierte hat im Urlaub Sex, aber jeder sechste streitet sich, und so kann ein Urlaub eine Partnerschaft auch entzweien. Ich stritt mich einst derart mit meinem Lebenspartner, dass wir sogar die Hotelbetten auseinanderstellten und ein Nachtkästchen dazwischenschoben. Gott sei Dank war es kein französisches Bett. Nach der ersten Nacht versöhnten wir uns wieder, lachten über die entzweiten Betten und liebten uns innig darin.

Ein gemeinsamer Urlaub soll Bindung aufbauen, entspannend sein und den Alltag auflockern. Wer jedoch im Alltag die gesamte Zeit mit seinem Partner verbringt, sollte lieber alleine urlauben, denn permanentes Zusammensein hält kaum jemand durch. Wer im Alltag seinen Partner vermisst, für den ist der gemeinsame Urlaub wie Balsam, denn Einsamkeit lässt uns Fantasien des Fremdgehens entwickeln, die zuerst durch Bilder im Kopfkino stattfinden, und im Urlaub womöglich ausgelebt werden, sodass man froh sein kann, im richtigen Moment ein Kondom bei sich zu tragen.

Gemeinsame Rituale retten eine Beziehung

In einer Partnerschaft sollte man Rituale pflegen. Mein Partner und ich gehen regelmässig am Wochenende mehrmals frühstücken, gemeinsam shoppen, auf unsere Parkbank am Teich, wir füttern die Enten, wir pflegen wochentags unser Frühstücksritual zu Hause, und wir reden abends miteinander. Nachts teilen wir uns das feurig leidenschaftliche Bett. Und wenn er neulich nicht gesagt hätte, dass ich zu dick werde, hätte er nicht am Sofa schlafen müssen. Dicke Leute benötigen Platz im Bett, sagte ich und zog die Bettdecke hoch. Übrigens treffen wir zwischendurch Freunde, welche mich zu dünn finden, das gleicht unseren Beziehungsstress aus.

Eine Beziehung braucht Abwechslung, kleine Abenteuer, die man bitte unter allen Umständen zu zweit unternehmen sollte, denn ein lustvolles Abenteuer alleine endet meistens morgens beim Aufwachen in einem fremden Bett. Frauen haben hierfür eine extra sensible Antenne, die spüren, wenn etwas nicht stimmt.

Wie verhalten sich Männer in einer Beziehung?

Warum hören Männer in einer Beziehung nie richtig zu? Warum hat die Frau das Gefühl, ihr Mann hört ihr nie zu? Es sind die fehlenden Emotionen, die den Anschein erwecken, dass der Mann nicht richtig zuhört, das Halbe vergisst und nur mit einem halben Ohr am Gespräch teilnimmt. Bitte, immerhin ist er beim gemeinsamen Liebesspiel voll dabei, da steht sein Gehör wie eine Eins.

Besonders nach der Arbeit, in Stresssituationen, nach einem Meeting ist der Mann ausgelaugt und emotional nicht bei der Sache. Wenn die Frau auf ihn hereinströmt wie ein Gewitter, der Mann jedoch in seiner Nichtsbox, in seiner Bärenhöhle steckt, kann aus dem Gespräch nichts werden. Und so vergisst der Mann wichtige Dinge, weil man sich Sachen nur gut merkt, wenn man sie mit Emotionen in Verbindung bringt und auch den Kopf dafür frei hat. Besser ist es, wenn die Frau wartet, bis der Mann nach einem harten Arbeitstag nach Hause kommt, sich ausgeruht hat und dann offen fürs Gespräch ist. Bitte, Frauen arbeiten auch hart, aber ich fürchte, wir müssen multifunktional und jederzeit bereit sein, kein Wunder haben wir dann Migräne, wenn das Bett lauert.

Gibt es die perfekte Beziehung?

Die perfekte Partnerschaft gibt es nicht, selbst wenn jede Beziehung für sich genommen perfekt erscheint. Perfektion ist eine reine Ansichtssache. Paare finden sich, leben zusammen, trennen sich wieder, erleben Glück und Leid, Liebeskummer und rosarote Wolken zugleich, aber die Liebe stirbt nie aus. Wer nicht mehr liebt, stirbt innerlich, wird hart und verbittert, zwingt der Welt seine Meinung auf, rät anderen Paaren zur Trennung, wenn der Haussegen einmal schief steht, vielleicht weil er den anderen Leuten ihr Glück nicht gönnt, oder weil er alleine ist. Auf jeden Fall sollte man sich vor diesen Energievampiren in Acht nehmen, sonst gerät jede noch so gute Beziehung ins Wanken. Wer liebt, der lebt, toleriert andere, sieht die Welt bunt und positiv, und er ist zufrieden mit seinem Partner, selbst wenn dieser den Klodeckel immer offen lässt und die Zahnpasta austrocknen lässt.

Feuer in die Partnerschaft bringen

Wie bringt man wieder Feuer in die Beziehung? Wenn die Verliebtheit erst einmal vorüber geht, bleibt die Liebe wie die Frucht eines stabilen Baumes übrig, und man entscheidet sich füreinander, oder man trennt sich wieder.

Kennen Sie die Worte: Ich habe endlich den richtigen Partner gefunden, lange habe ich gesucht. Genauso kennen wir auch die Worte: Wir haben uns auseinandergelebt, wir hatten uns nichts mehr zu sagen. In beiden Fällen beginnt nach der Verliebtheit, die laut Studien nach etwa vier Jahren vorüber ist, ein neuer Lebensabschnitt.

An einer Beziehung muss man arbeiten wie an einem erfolgreichen Werk. Jetzt hat aber jede noch so prickelnde, mit Liebe, Lust und Leidenschaft prall gefüllte Partnerschaft irgendeinen harten linken Haken. Der Alltag rollt an. Spätestens nach einigen Monaten gewinnt der Alltag mit all seinen kleinen Grausamkeiten der ständig wiederkehrenden Monotonie an Bedeutung.

Wenn der Alltag anrollt, beginnt der Stress. Da hilft nur eines, Toleranz dem Partner gegenüber, denn er entwickelt im Laufe einer Langzeitbeziehung seine ganz eigenen Macken, Ecken und Kanten. Einige Dinge peppen den Beziehungsalltag jedoch auf. So könnte man sich im Terminkalender feste Zeiten einplanen, in denen man ein romantisches Dinner zu zweit plant, die Sonntage miteinander verbringt, gemeinsam Essen geht, oder gemeinsam die Natur bei einem Picknick geniesst.

In der gegenseitigen Akzeptanz, im Respekt, im Zuhören liegt die Leidenschaft einer guten Beziehung. Wenn abends beide Partner nach Hause kommen, gestresst vom Alltag ihre Sorgen verbal loswerden möchten, brauchen beide jemanden, der ihnen zuhört. Es sollte hier bitteschön keine Einseitigkeit entstehen, einer hört zu, der andere spricht, sondern ein abwechselndes Reden und Zuhören.

In Beziehungen, in denen ein Partner zu Hause ist und der zweite abens müde nach Hause kommt, entsteht das Ungleichgewicht insofern, da der ausgeruhte Partner endlich plaudern möchte, und der müde seine Ruhe haben will. Hier brauchen die Paare eine grosse Portion starker Nerven. Wenn der Egoismus so ausgeprägt ist, dass die Beziehung daran zerbricht, sitzt man abends nach der Arbeit alleine zu Hause, und niemand hört zu oder erzählt etwas. Da braucht man glatt einen Fernseher, um nicht zu vereinsamen.

Wie führt man eine glückliche Beziehung? Man muss sich gut leiden können, aber man darf sich selbst nicht vernachlässigen, denn die eigenen Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die des Partners. Trotzdem lebt die Beziehung von Kompromissen, von Zuneigung und Liebe, von einem glücklichen Miteinander. Paare sollten sich gegenseitig schätzen, lieben und ehren, sich täglich nette Worte sagen und jeden Streit bis zum Schlafengehen schlichten, dann schläft man einfach besser. Wer im Bett mit seinem Partner kuschelt, bis er einschläft, bindet sich gefühlsmässig besser an seinen Partner und empfindet zunehmend tiefe Liebe für ihn. Dafür sorgt das Kuschelhormon Oxitocin, welches für die Bindungsfähigkeit verantwortlich ist und uns innerlich ausgleicht.

Wie bringt man Feuer in die Beziehung? Am Anfang ist alles rosarot, sogar die Brille, durch welche man hindurchschaut. Im Laufe einer Beziehung schleicht sich jedoch der Alltag ein, was besonders in einer Langzeitbeziehung sichtbar wird, wenn sich die Partner nichts mehr zu sagen haben. Spätestens dann meckert man über eventuelle offene Zahnpasta-Tuben und hochgeklappte Klodeckel. Ein abartiger Trend geht zunehmend dahin, dass man dann per SMS Schluss macht und sich per Flirt-App einen neuen Partner sucht. Die Scheidungspartys boomen, denn man fühlt sich heute frei und ungebunden, sodass die Partnerschaft keine so grosse Bedeutung mehr hat. Man könnte es aber auch anders machen, an seiner Beziehung arbeiten, zur Paartherapie gehen, Abwechslung in den Alltag bringen, denn wenn der Partner gut riecht und die Liebe vorhanden ist, lässt sich das Feuer der prickelnden Leidenschaft unter Umständen wieder entfachen. Bringen Sie kleine Abenteuer in Ihren monotonen Alltag hinein, überraschen Sie Ihren Partner mit einem Candlelight Dinner, einem Tanzabend, einem Kinobesuch, einem Wellness-Wochenende, dann erledigt sich die Monotonie des Beziehungsalltags von ganz alleine.

Warum scheitern heute so viele Beziehungen? Man sucht sich ja zunehmend den Partner aufgrund bestimmter Kriterien aus, nach Beruf, Hobbies und Kleidungsstil. Im Grunde sucht sich jedoch unser intuitives Unterbewusstsein den richtigen Partner aufgrund stimmiger Chemie aus, und daher scheitern viele Beziehungen, welche auf Oberflächlichkeiten basieren, denn da lebt man sich schnell auseinander, wenn der erste Orkan weht und Probleme ausdiskutiert werden müssen. Wer seinen Partner online kennenlernt, sollte schnellstmöglich durch ein persönliches Treffen feststellen, ob man wirklich zusammenpasst. Und wer Geld anstatt Gemeinsamkeiten in den Mittelpunkt seiner Beziehung stellt, muss mit einem zeitnahen Ablaufdatum rechnen, weil Geld strebt nach makelloser Jugend, und der Mensch altert leider oft zu rasch. Da wird man dann gerne ausgetauscht. Suchen Sie sich Ihren Partner aufgrund von gemeinsamen Lebenszielen, dem guten Geruch, dem Humor und der Sympathie aus, und verzichten Sie darauf, unbedingt ein Ideal zu finden, welches genau in Ihre Punkteliste passt. Eine gute Beziehung lebt davon, dass zwei Menschen zusammenpassen, sich ergänzen, in vielen Dingen gleich ticken und sich doch in einigen Dingen voneinander unterscheiden, damit sie sich gut ergänzen.

Wann hilft eine Paartherapie?

Wann hilft eine Paartherapie, und vor allem wem hilft sie? Wenn ein Paar Probleme in seiner Beziehung hat, die lösbar sind, hilft nicht unbedingt der Schlussstrich, sondern ein effektiver Problemlöser, ein Paartherapeut. Stellen Sie sich vor, der Ex Partner stört die neue Beziehung, oder ein Partner hat mit der alten Beziehung noch nicht ganz abgeschlossen, die mitgebrachten Kinder akzeptieren den neuen Partner nicht, das Besuchsrecht ist nicht geregelt, da hilft eine Paartherapie.

Wenn man gefrustet ist, kann ein einziger Salatkopf zur Trennung führen. Wenn man ständig mit anderen Leuten verglichen wird, wird man selber gefrustet. Ich wurde einst von meinem Ex Partner als unterer Durchschnitt bezeichnet. Mein konservatives Outfit, mein ungeschminkter Look, mein Humor, alles war zu viel oder zu wenig für ihn, bis ich mich von ihm trennte und einen Partner fand, der mich so akzeptierte, wie ich bin. Ab diesem Zeitpunkt rannte mir mein Ex-Partner hinterher, stellte mir seine neue Freundin vor, die er wiederum mit mir verglich, sodass sie die reinsten Komplexe bekam. Nicht immer hilft die Paartherapie, denn wenn ein Mensch eine Beziehung unmöglich macht, hilft nur die Trennung. Man muss reif für eine Partnerschaft sein, dann kann man eventuelle Probleme gemeinsam lösen.

Wann hilft ein Paartherapeut? Wenn sich Paare ständig streiten, kann im Notfall eine Paartherapie hilfreich sein, aber sie bringt nicht immer den erwarteten Haussegen zurück. Studien haben ergeben, dass nach etwa vier Jahren die letzte Verliebtheit vorüber ist und man spätestens dann weiss, ob der Partner fürs Leben gefunden wurde, oder ob man sich auseinanderlebt. Zu gut kennen wir den Spruch: Wir haben uns nichts mehr zu sagen, wir haben uns einfach auseinandergelebt. Hier könnte eine Paartherapie helfen, wenn die Liebe noch vorhanden ist, denn dann handelt es sich einfach um Alltagsfrust oder ein Kommunikationsproblem.

Eine Therapie kann auch helfen, wenn sich ein Partner ungerecht oder unschön behandelt fühlt. Keine Frau möchte hören, dass sich beispielsweise eine andere Frau besser anzieht, hübscher aussieht oder viel lieber ist. Kein Mann möchte hören, dass der Ex besser im Bett war, sauberer im Bad und liebevoller im Umgang war. Es gibt beratungsresistente Menschen, bei denen hilft nur der symbolische Holzhammer. Eine Beziehung kann nur funktionieren, wenn man sich gegenseitig achtet, respektiert und bewundert. Entweder man arbeitet dran, oder man geht getrennt voneinander gesündere Wege, denn es kommt vor, dass zwei Menschen einfach nicht zusammenpassen, dies jedoch erst nach der grossen Verliebtheit bemerken. Die rosarote Brille ist eben so undurchsichtig, dass man das reale Leben dahinter übersieht.

Eine Paartherapie kann Streit lindern

Mit Hilfe einer Paartherapie kann man Streit in der Beziehung lindern. Wenn jeder Partner offen und herzlich darüber spricht, wann er gereizt ist, was ihm am jeweiligen Partner stört, dann kann man Situationen verändern, indem man symbolisch darauf hinarbeitet. Oft sind es Kleinigkeiten, die sich summieren, und manchmal zieht sich ein Streitthema durch den gesamten Beziehungsalltag, bis er zermürbend wirkt und man nur noch an die Trennung denkt. Wer permanent privaten Stress erlebt, verändert seine Persönlichkeit und kann depressiv werden. In einer Paartherapie lernt man, mit dem Stress umzugehen, den Partner zu bewundern und erneut so zu lieben, wie man ihn am Anfang geliebt hat.

Paare streiten sich in einer Beziehung nicht gerade über nennenswerte, grosse Ausrutscher oder richtig schwerwiegende Lebenskrisen. Sie zanken täglich, und zwar streiten sie sich wegen unscheinbaren Nichtigkeiten. Paare streiten sich von Natur aus häufiger, wenn sie sich täglich sehen, denn dann haben sie die Chance, sich öftersgegenseitig auf den Wecker zu gehen. Allerdings streiten sich laut Studien Eheleute in einer Langzeitehe nicht so oft, weil sie sich so aneinander gewöhnt haben, dass der eigene Ehepartner nicht mehr grossartig auffällt. Übrigens hat ein kleiner täglicher Streit den Vorteil, dass man sich abends im Bett versöhnen kann, und das schweisst unheimlich zusammen.

Schlafen Sie gut und lange genug, dann sind Sie für Ihre Partnerschaft bestens gerüstet. Wenn Paare unter Schlafmangel leiden, streiten sie sich viel heftiger, als wenn sie ausgeschlafen sind. Schlafentzug macht uns nämlich aggressiv. Wir werfen unserem Partner dann die Fehler der letzten Jahre vor, beschimpfen in deftiger und machen ihn für alles verantwortlich. Wir lassen unseren Frust an ihn abprallen, weil er gerade greifbar ist. Wenn ein Partner schnarcht, sollte man lieber getrennte Schlafzimmer bevorzugen, sonst ist der andere Partner nicht ausgeschlafen, und Streit ist vorprogrammiert.

 


Elisabeth Putz

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