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Was ist Schnee?

Schneemänner im Winter
Ein Phänomen, welches für manche Leute der reinste Horror ist, und für Andere das pure Vergnügen darstellt, ist der Schnee. Kalt, nass, günstig für Schipisten, schlecht für die Innenstadt. Wie entsteht Schnee eigentlich? Schnee besteht aus kleinen Eiskristallen, wenn sich das Wasser bei einer Temperatur von -12 Grad in den Wolken verfestigt, zusammenballt. Deshalb spricht man auch von schneien, was zusammenkleben, zusammenballen bedeutet. Je nach Kälte und Luftfeuchtigkeit bilden sich die Eiskristalle, die übrigens farblich brillant in der Sonne glänzen, unterschiedlich aus, sodass wir vom nassen, schweren Schnee bis hin zum leichten Pulverschnee alles haben können.

Wie sieht Schnee eigentlich aus? Der uns bekannte, mit optischem Auge sichtbare Schnee ist weiss, hat einen mittleren Durchmesser von 5 mm, ist 4 mg schwer, und er kitzelt im günstigsten Fall auf der Nase. Wenn es wärmer wird, werden die Schneeflocken grösser und schwerer. Die grösste bisher gemessene Schneeflocke hatte eine Grösse von 38 cm im Durchmesser. Wenn ich mir vorstelle, von so einer Guinnes-Buch der Rekorde verdächtigen Schneeflocke getroffen zu werden, bin ich tot.

Übrigens schneite es sogar schon in Griechenland und in China eines schönen, eisklaren Winters. Die Akropolis war eingeschneit, aber die Griechen müssten bei ihrer finanziellen Sachlage ohnehin ihre Akropolis an die Chinesen verkaufen, dann bräuchten die Chinesen das Bauwerk nicht mehr zu kopieren. Es schneite übrigens auch einmal in der Türkei, dort, wo ich die heissen Strände gewohnt bin. Lieber Besucher, wenn es erst einmal schneit, kann man nur in regelmässigen Abständen fröstelnd aus dem Haus gehen und sein Auto freischaufeln, falls dieses keinen wärmenden Garagenplatz bewohnt.

Schnee im Sommer

Ein extrem seltenes, aber leider auch schon dagewesenes Wetterphänomen ist Schnee im Sommer. Manchen Leuten reicht er im Winter voll aus, da der waschechte Schneemuffel ihn scheut, wie der Teufel das Weihwasser. Wenn in besonders kalten Jahren das Azorenhoch nicht bis nach Österreich und Deutschland hochkriecht, muss der Schneemuffel sogar im Juni manchmal mit kleinen Flocken rechnen. Esoteriker sagen, das Jahr des Mars ist kalt genug dafür, aber ich vertraue eher dem Klimawandel und denke, es wird zunehmend wärmer.

Im April schneit es besonders gerne, selbst wenn wir schon sehnsüchtigst auf den Frühling warten. Grund hierfür ist das Klima. Das Wetter ist noch instabil, wird von heissen und kalten Luftmassen geprägt und versorgt uns in manchen Jahren mit einer üppigen Schneedecke, die jedoch schneller dahinschmilzt, als dass wir darauf einen stabilen Schneemann bauen können.

Schnee für Fans und Muffel

Für Kinder sind die absoluten Schneetage ein Hit. Sie spielen, bauen Schneemänner und Schneefrauen, bewerfen mich mit Schneebällen und erfreuen sich an meinem Ärger. Für mich könnte sich der Schneefall jedoch bitteschön auf die Pisten der Schigebiete und die abgelegenen Wiesen und Wälder begrenzen, damit ich in meinem Winterrock bei Plusgraden durch die Stadt laufen kann.

In meiner Stadt brauche ich keinen Schnee, denn er macht mir meine weissen Designerstiefel kaputt, die ich einst aus Fürsorge um meine Füsse geschenkt bekommen habe. Der Schnee selber ist kein Übel, solange er im Urzustand verweilt. Wenn er jedoch schmilzt, sich mit dem Stadtschmutz verbindet, ist er eine Gefahr für jeden hochwertigen Stiefel, sodass man sich als Frau überlegt, sich von einem starken Mann tragen zu lassen. Diesen Gedanken mögen mir alle Feministinnen verzeihen.

Wo gab es den meisten Schnee?

Den meisten Schnee gab es in Washington, Mount Rainier in den USA im Jahr 1971 bis zum Jahr 1972. Es schneite dort insgesamt 31,1 Meter. Da versinkt man förmlich unwiederfindbar im tiefen Weiss, wenn man sich diese Schneemenge bildlich vor Augen hält. Ich würde solche Schneemengen gar nicht aushalten, denn mir würden gedanklich die Lebensmittel im Kühlschrank ausgehen. Jetzt weiss ich wenigstens, warum in den USA so viele Menschen hunderte Lebensmittel in Dosen auf Vorrat kaufen, es könnte schneien.

Die grösste Schneeflocke der Welt

Die grösste Schneeflocke fiel in Fort Keough in Montana, in den USA im Jahr 1887 und hatte einen Durchmesser von 38 cm. Als ich diesen Durchmesser recherchiert habe, dachte ich mir, die hätten sich in der Maßangabe geirrt, denn dies entspricht ja förmlich einem Fussball, aber ich kann es drehen wie ich will, sie wird nicht kleiner. Sie steht im Guinnes Buch der Rekorde, und dort ist sie gut aufgehoben, denn dort erschlägt sie niemanden. Bei besonders milden Temperaturen fallen besonders grosse Schneeflocken, die auch ein schwereres Gewicht mit sich schleppen. So ist bei der grössten Schneeflocke der Welt keine Rede mehr von einem weichen Federgewicht.

Der Schneeball vom Wind geformt

Normalerweise bewirft man sich als echter Schnee-Fan mit selbst gerollten Schneebällen und amüsiert sich freudig darüber, wenn man jemandem so richtig damit zugesetzt hat. Als mir so ein Schneebiest einen Ball direkt in den Hals geworfen hatte, war ich danach erkältet. So ein Schneeball sollte nie zu hart geformt werden, sonst könnte er verletzend hart aufprallen, aber mit reinem Pulverschnee lassen sich manuell auch keine Kugeln formen.

In den USA existiert ein Naturphänomen, welches kaum zu glauben ist. Der Wind erzeugt dort Schneebälle, welche wie Zylinder-Hüte aussehen. Voraussetzung dafür ist eine Temperatur von exakt 0 Grad, die untere Schneedecke muss hart sein, die darüberliegende weich wie Pulverschnee. Der Wind muss konstant in die selbe Richtung wehen, sodass sich eine Schneekugel bildet. Da im Inneren der Kugel der Schnee weicher ist, bläst der Wind hinein und formt einen Zylinder daraus. Dieses seltsame Naturschauspiel kann man immer wieder beobachten, wenn die Wetterbedingungen stimmen. Übrigens existiert in den USA in Küstennähe ein weiteres Wetterphänomen, welches ganze Dörfer in märchenhafte Eislandschaften verwandelt, wenn die Temperatur schnell genug sinkt.

Der Schnee in der Literatur

Kennen Sie das Märchen von Frau Holle? Unsere Gletscher wären nicht das, was sie noch sind, wenn die Pechmarie die Federbetten schüttelte, aber die Goldmarie machte unsere Winterlandschaft seit jeher brauchbar. In der Literatur wird der Winter als Väterchen Frost bezeichnet, und Schnee wird meist märchenhaft dargestellt. Winterlandschaften haben literarisch gesehen etwas wildes, bedrohliches, denn in alten Schlössern und Burgen weht der Wind heute noch zügig aus allen Ritzen der uralten Gemäuer. Und so kommt uns in Geschichten sowie im realen Leben der Winter immer ein wenig bedrohlich vor, denn er steht vor der Türe und klopft an.

Geld verdienen mit Schnee

Sie werden es kaum glauben, aber mit Schnee kann man auch Geld verdienen. In erster Linie sind es die Besitzer der Beschneiungsanlagen, aus denen der Kunstschnee fällt, welche am Finanzmodell der weissen Pracht mitverdienen, denn das Zeug kostet zunehmend so viel Geld, dass Schifahren kaum noch leistbar wird. Dann verdienen die Schneeräumdienste daran, denn auf der Strasse möchten wir vorankommen und nicht im Tiefschnee stecken bleiben.

Der einzelne Bürger kann jedoch auch am Schnee verdienen. Er könnte beispielsweise seine starken Hände zum Schneeschaufeln anbieten. Mittlerweile kann es auch sein, dass eine Handy-App am Markt ist, aus welcher man erfährt, wo gerade ein Schneeschaufler gebraucht wird. Man arbeitet an der frischen Luft, trimmt seine gute Figur und verdient Geld dabei. Bitte, im Sommer ist man ohnehin Bademeister oder Maurer.

Mit Kunstschnee aus der Dose verdient die Industrie auch einen Haufen Geld, denn er liegt nicht nur auf der Piste, sondern auch unterm Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Ich kann mit diesen Schneeflocken nichts anfangen, aber in China ist so ein Kunstschnee fast schon Pflicht im Winter.

Der erste Schnee

In besonders warnen Wintern freut man sich so sehr über den ersten Schnee, dass man über seine kaputten Designerstiefel, die vom Matsch gefressen werden, hinwegsieht. Unser Klimawandel hat dafür gesorgt, dass wir zunehmend nur noch im Gebirge Schnee vorfinden werden, während wir im Tal schneemässig verhungern. Und so schneit es immer wieder im Januar, selten im Dezember, wo wir das weisse Gold eigentlich bräuchten, denn der klassische Winterurlauber fährt im Dezember Schi.

Wir können aufgrund der sich wechselnden Hochs und Tiefs im Winter in unseren Breitengraden keine langfristige Wettervorhersage treffen, da es das Wetter im Gebirge nicht zulässt. Wenige Tage kann das Wetter und somit die Schneelage aber schon vorausgesagt werden, und die Wetterstationen werden ja immer besser darin. Wussten Sie, dass man sich beim allerersten Schneefall im Jahr etwas wünschen darf und laut Tradition dieser Wunsch meistens in Erfüllung geht? Ich übe noch, aber meine Wünsche brauchen Zeit, um zu wachsen.

In den grossen Schigebieten in den Alpen hat man Glück, entweder es gibt Neuschnee, viel Schnee, oder nur Kunstschnee. In Kötschach-Mauthen schneite es einmal so heftig, dass über 2 Meter Schnee in wenigen Stunden fielen. Bitte, das war das Aus für den Wintertourismus, obwohl die weisse Pracht nicht endete. Die Leute ragten nicht einmal mehr mit ihren Köpfen zwischen den Schneetunneln heraus, und die Häuser sahen aus wie in einer Märchenlandschaft. Wenn die Sachlage nicht so gefährlich gewesen wäre, hätte man sich darüber freuen können, aber der Hauskamin meiner Eltern ist dabei kaputt gegangen.

Schnee als Lust und Frust Faktor

Im Schnee kann man flirten, wenn man sich als freier Single auf Partnersuche befindet. Im selben Schnee kann man verschüttet werden, wenn er uns als Lawine verschüttet. Schnee wärmt den Eskimo, wenn er sich im Iglu befindet, denn unter der Schneedecke ist es warm. Im Schnee kann man auch erfrieren, wenn man mit hohem Alkoholpegel irgendwo liegen bleibt. Es sind schon Leute auf eisglatter Schneebahn ausgerutscht und bitter erfroren. Und so ist dieses Naturschauspiel ein Segen und ein Übel zugleich. Möge es in meinem Leben lauter grosse Geldscheine schneien.

Was ist ein Schneemann?

Schneemann
Der Schneemann entwickelte sich zeitgemäss aus einem bösen, grimmig aussehenden Mann zu einem liebevollen Männchen, da sich die Zeiten, die Leute und somit auch die Einstellung zum Winter verändert haben. Im 16. Jahrhundert erscheint der Schneemann zum ersten Mal literarisch, natürlich als bedrohliche Gestalt, denn die damaligen Winter waren kalt und karg, von Dunkelheit geprägt, selbst wenn eine Kerze brannte. Schliesslich wurde aus dem bedrohlichen Schneegebilde eine herzhafte Figur, da man begann, den Winter als Freizeit Element zu nutzen.

Heute hängen Schoko-Schneemänner am Weihnachtsbaum, man verschickt nostalgische Postkarten mit diesem Motiv, oder man sendet sich E-Cards damit. Neulich gesellte sich auch die Schneefrau dazu, denn das Gendern liegt voll im Trend.

Die winterliche Kultfigur wird gerne für Bücher, Geschichten, für Filme, für jegliche Art von Accessoires, als Motivaufdruck, und sogar als Briefmarke verwendet. Es gibt Schneemann-Sammler, die nach jedem neuen Motiv greifen, welches am Markt erscheint. In Japan existiert sogar ein Dorf, in welchem sich jährlich im Februar die Leute zum Schneemann-Rüsten, einer Art Wettbewerb treffen.

Der lebende Schneemensch, der Yeti, ist wohl das bekannteste Vorbild für den Schneemann. Der Jeti fragt sich, ob es den Reinhold Messner gibt, und der Messner fragt sich, ob der Jeti existiert.

Am 18. Januar ist der Tag des Schneemanns. Der Tag hat sich bei seiner Ernennung bestimmt etwas gedacht, denn wenn man den Schneemann zur Seite dreht, ihn quasi von der Seite aus anspricht, bemerkt man den Sinn in der Zahl 18, denn die Figur sieht mit ihren zwei Kugeln und dem Spazierstock wie eine 18 aus.

Der Tag des Schneemanns wurde zum ersten Mal von kreativen Köpfen im Jahr 2011 ins Leben gerufen. Der Schneemann-Tag symbolisiert in gewisser Weise auch einen Männertag, im tiefsten Winter, damit die Männer nicht überhitzen, wenn sie den Frauen nachjagen.

Wie baut man einen Schneemann? Man benötigt seine eigenen Hände, eine gehörige Portion Schnee, wobei der Pulverschnee nicht hilfreich ist, und man braucht Schaufel, Meissel, notfalls einen Eimer mit Wasser und eine kreative Bauanleitung. Damit die Schneefigur menschliche Züge annimmt, benötigt man Knöpfe, eine Karotte, einen Stab, vielleicht eine Mütze oder einen Zylinder, einen Schal und eine Handtasche, falls es sich um eine Schneefrau handelt, denn Frauen und Taschen gehören zusammen wie Salz und Pfeffer.

Der etwas nassere Schnee ist vorteilhaft, und wenn er nicht feucht genug ist, benötigt man eine Giesskanne, denn die Winterskulptur soll ja stabil stehen. Manche Leute verwenden einen Topf als Kopfbedeckung und Kohlestücke für Augen, Nase und Mund. Für die Greifarme nehmen einige Leute Äste, die seitlich aus der Schneekugel herausragen.

Zuerst formt man zwei bis drei grosse Schneekugeln, welche man übereinandersetzt. Bitte, die dritte Kugel darf auch etwas kleiner sein, denn Schneemänner besitzen meist ein unterkühltes Gehirn. Mit etwas Wasser macht man die Schneekugeln hart, damit sie nicht in den ersten Sonnenstrahlen vernichtet werden. Zum Schluss schmückt man die Schneefigur mit den Accessoires, wobei hier der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Man sieht manchmal sogar Schneefiguren im Ballkleid und Frack, und sogar in einer Badehose bekleidet.

Mit einem Meissel oder einem Messer kann man die Gesichtszüge des Schneemanns exakt formen, sodass er menschliche Züge annimmt. In Schweden formen Künstler ihre Figuren in einer Art Wettbewerb, aber in diesem Land kann man auch für einige Wochen im jährlich frisch erbauten Eishotel residieren, welches pünktlich zur Eiszeit erbaut und irgendwann zwischen Februar und März in seine Einzelteile zerfällt. Genauso ergeht es den Schneemännern, wenn die Sonne sie kitzelt und wie ein Eis in der Hitze schmelzen lässt. Wenn man dann im Bikini vor so einem klein gewordenen Schneemann steht und seine Karotte gerade einmal bis zur Höhe der holden Weiblichkeit, zur Vagina reicht, sieht man, wie armseelig Männer werden können, wenn ihnen das Schmelzwasser bis zum Hals steht.


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Elisabeth Putz

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