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Medizin - Die moderne Heilkunst

MedizinWas ist die Medizin? Es ist die Heilkunst, und wahrlich, Ärzte sind Künstler, die den Körper und den Geist eines Menschen in einen gesunden Zustand zurückbringen möchten, wenn eine Krankheit ausgebrochen, oder ein Unfall eingetreten ist. Die Medizin ist daher nicht für jeden Nichtmediziner als Tätigkeitsfeld zugänglich, und dies ist auch gut so, denn Menschen, Tiere und Pflanzen sind hohe Lebewesen, die es nicht verdient haben, verpfuscht zu werden.

Die Medizin ist in erster Linie mit der Heilung einer Krankheit beschäftigt, wenn dies möglich ist, dann mit der Linderung der Schmerzen, wenn die Heilung nicht mehr möglich ist, mit der Pflege, damit der Lebensabend gesichert ist, mit der Forschung, denn wir möchten ja auch medizinische Fortschritte machen und nicht auf der Stelle treten, mit der Prevention, damit eine Krankheit erst gar nicht auftreten kann und mit der Rehabilitation, um den gesunden Urzustand nach schweren Krankheiten und Unfällen wieder herzustellen.

Medizin bedeutet Ganzheit des Heilens

Die Medizin ist übrigens das Zusammenspiel von Chemie, Physik, Biologie und Psyche, denn der Mensch, das Tier, die Pflanze, jedes Lebewesen besteht aus chemischen, physikalischen, biologischen und psychischen Prozessen, die in einer Ganzheit zusammenspielen. Auch die Blume hat Gefühle, und sogar der Hund leckt seine Wunden, wenn er beleidigt wird. Besonders aber der Mensch lebt Geist, Seele und Körper in seiner ganzen Pracht aus.

Was bedeutet moderne Medizin?

Moderne Medizin bedeutet Fortschritt, Forschung und Studien, neue Therapien, Behandlungen und Medikamente. Die moderne Medizin von heute steht vor dem Problem, dass wir immer älter werden, uns im Laufe unseres Lebens durch unseren meist ungesunden Lebensstil zahlreiche Zivilisationskrankheiten zuziehen und im Alter gepflegt werden müssen. Zu viele Patienten kommen durchschnittlich auf einen Arzt, und so herrscht ein Ärztemangel, der sogar in unseren Industrieländern bedrohliche Ausmasse annimmt. Diabetiker, Herz-Kreislauf Patienten und Krebskranke haben vorwiegend in ländlichen Gebieten nicht die gleichen Chancen wie in Grossstädten. MRT und CT Untersuchungen sind mit enormen Wartezeiten versehen, sodass eine Art Zweiklassenmedizin entsteht, der Privatpatient mit kurzen und der Kassenpatient mit langen Wartezeiten. Hier müssen Änderungen im Gesundheitssystem vorgenommen werden, sonst droht die Situation zu eskalieren.

Was bedeutet Medizinforschung?

Die Medizin der Zukunft geht weg von der Pflegemedizin, hin zur Genforschung. An Hand des Axolotl, einem Schwanzlurch, der für Forschungszwecke eine wesentliche Grundlage darstellt, wissen wir, dass auch der Mensch ein Gen besitzt, welches dafür zuständig ist, dass sich sämtliche verlorengegangene Organe und Körperteile wieder nachbilden. Beim Menschen ist dieses Gen nicht aktiv. Wenn wir die Aktivität des Gens erzeugen könnten, würde sich unser Körper neu nachbilden, wenn Organe krank werden. Hier liegt eine ethisch umstrittene, aber extrem wirksame Methode vergraben, die uns vor dem Zerfall des Körpers schützen würde, uns aber nahezu unsterblich macht. Und so wird die Medizin immer ein Gebiet bleiben, was für Überraschungen sorgt.

Was leistet die moderne Medizin? Wer heute krank wird, hat gute Chancen, sein Leben zu verlängern, wieder vollständig gesund zu werden, oder zumindest schmerzfrei zu leben. Die personalisierte Medizin geht individuell auf den einzelnen Menschen ein, die Pflegemedizin arbeitet zunehmend mit Pflegerobotern, sodass alte Menschen und pflegebedürftige Leute besser betreut werden können, und der Arzt dient vermehrt als Dienstleister. Der Patient hat mehr Transparenz, kann sich leichter für oder gegen eine Behandlung entscheiden, ist aufgeklärter und kann an Hand der elektronischen Gesundheitsakte seine Krankengeschichte jederzeit einsehen.

Die moderne Medizin von heute

Die moderne Medizin, was kann sie, wem hilft sie wirklich? Neulich habe ich mir einmal Gedanken über den technischen Fortschritt in der Medizin gemacht. Ich traf eine Frau mit einer neu transplantierten Lunge. Sie sagte, in den ersten fünf Jahren war es sehr hart für sie, denn die Lunge musste sich erst an ihr neues Zuhause gewöhnen. Jetzt raucht sie wieder, denn sie liebt den Qualm. Bitte, für ihre niegelnagelneue Lunge starb einst ein Mensch. Wieso setzt sie diese Lunge erneut aufs Spiel? Die Frau meinte jedoch, heute kann man so viele Organe transplantieren, dass man sich über seine Gesundheit keine grossartigen Gedanken zu machen braucht. Wahrlich, nur Hirnmasse lässt sich nicht transplantieren. Ich habe die Frau allerdings nie wieder gesehen.

Ist es nicht so, dass Menschen nach Organtransplantationen nicht lange leben, wenn sie wieder rauchen, trinken und ungesund leben? Manchmal vergessen wir vor lauter technischem Fortschritt, dass die transplantierten Organe vorher in einem anderen Menschen lebten. Man trägt quasi ein Stück eines anderen Menschen in sich, und wenn es das Herzstück ist, so lebt auch ein Stück fremde Gefühlswelt in demjenigen Menschen, der das fremde Herz erneut zum Schlagen bringt. Ich bin mir jedoch sicher, eines Tages werden wir Organe züchten können, die wir bei Bedarf einsetzen, welche genau auf den Körper desjenigen Menschen abgestimmt sind, der sie benötigt. So vermeidet man dann Abstossungsreaktionen.

Der Fortschritt in der Medizin

Wie viel medizinischer Fortschritt ist eigentlich gut? Ich weiss mit Sicherheit, dass die Medizin eine gute Sache ist, denn ich setze mich mit Händen und Füssen, mit meiner gesamten Seele für die Augenforschung ein, aber jeder Fortschritt kann auch in falsche Hände gelangen.Gut, wenn ich ehrlich bin, setze ich mich nur passiv dafür ein, finanziell unterstützend, denn seit ich einst die bittere Erfahrung machen musste, wie schnell man als medizinisches Versuchskaninchen für Forschungszwecke verkauft wird, bin ich skeptisch geworden.

Ich stelle die Ethik über die Forschung, und meinen eigenen Körper würde ich niemals zu Studienzwecken hergeben, da er mir heilig ist. Forschung bringt uns weiter, solange die Ethik in der Medizin gesichert ist. Wenn allerdings Patienten den Forschungszwecken geopfert werden, hört bei mir die Modernität auf, denn für mich steht jedes einzelne Leben über einem allgemeinen Forschungszweck. Deshalb setze ich mich auch mit Händen und Füssen für Patientenrechte ein, auch wenn ich in dieser Hinsicht bereits eine bittere Enttäuschung hinnehmen musste. Die Natur gleicht jedoch im Laufe der Zeit alles aus, selbst das Unrecht, und deshalb bin ich mir sicher, dass wir niemals langfristig Patienten für die Medizinforschung opfern können, ohne die verantwortlichen Konsequenzen tragen zu müssen. Ich denke, dieser Gedanke entschädigt jedes Medizinopfer.

Moralisch und ethisch gesehen dient der medizinische Fortschritt nicht jedem, denn unsere Seele könnte an manchen Entwicklungen zu Grunde gehen. In der modernen Medizin ist ja alles möglich. So züchtet man sich womöglich eines Tages seine genetisch einwandfreien Wunschkinder, so lange, bis es keine Menschen mehr mit Handicap gibt und wir verlernen, unsere soziale Ader zu sensibilisieren. Lebt eigentlich das Schaf Dolly noch unter uns, oder ist es schon ins Reagenzglas ausgewandert?

Wenn wir den Gen-Code zur Gänze geknackt haben, sodass wir die Formel an Menschen ausprobieren können, deren Unsterblichkeit damit garantiert ist, können wir Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf Erkrankungen, multiple Sklerose und Tumore aller Art heilen, wir ernten jedoch dafür wirklich die Unsterblichkeit im wahrsten Sinne des Wortes. Das heisst, wir werden immer mehr auf unserem Planeten, unendlich viele. Hier würden wir vor zwei Problemen stehen. Erstens würden sich anfangs nur reiche Leute die ewige Jugend leisten können, was ethisch einer Katastrophe gleichkommt, und zweitens würden wir uns eines Tages gegenseitig zertreten, wenn wir aus Platzmangel übereinander und aufeinander leben müssten.

Die moderne Medizin im Alter

Ich besitze, seit ich einst ein traumatisches Erlebnis mit einem Arzt hatte, bei dem ich erblindete ,eine notariell beglaubigte Patientenverfügung, denn ich finde, der Mensch hat das Recht, über seinen Körper selber bestimmen zu dürfen. Ich habe mich entschieden, keine lebensverlängernden Massnahmen an meinem Körper vornehmen zu lassen, wenn meine Seele ausgezogen ist. Ich möchte nicht als Hülle in einem Pflegebett enden. Diese Zeiten habe ich hinter mir, denn meine Seele besuchte meinen an Alzheimer erkrankten Vater bis zu seinem Tod im Pflegeheim. Als wir gebeten wurden, einer Magensonde und einer Bein- und Armamputation zuzustimmen, weil die Durchblutung meines Vaters nicht mehr stimmte und er keine Nahrung mehr zu sich nehmen konnte, verzweifelten wir, da wir nur noch einen Bruchteil meines körperlich vorhandenen Vaters vorfanden. Bitte, es kam dann doch nicht soweit, er verabschiedete sich vorher von dieser modernen Welt.

Was machen wir mit der Altenpflege in der Medizin? Unsere Körper lassen sich ja bereits bis zur schwachen Unerkenntlichkeit konservieren, wenn wir in einem Pflegebett auf den Tod warten. Aber wie können wir bis zum Tod in einem gesunden, vitalen Zustand leben, ohne dass wir so ein Pflegebett belagern müssen? Hier hat die Medizin noch viel Arbeit vor sich.

Mit PEG Ernährung kann der Körper einige Zeit überleben, was im hohen Alter lebensverlängernd ist, aber ob der seelische Mensch, der in diesem Körper steckt, dies noch haben will, ist zweifelhaft. Wir erhalten Körperhüllen und Gehirntätigkeiten künstlich am Leben, übersehen dabei jedoch, dass der eigentliche Mensch nur noch jahrelang bis zu seinem Tod am Pflegebett liegt und aufs Sterben wartet. Bitte, in manchen Fällen regelt die auslaufende Pflegeversicherung das Problem, was wiederum ethische Krisen hervorruft, denn Geld regiert oftmals die Welt derart, dass wir die Liebe zur Natur nicht mehr wahrnehmen. Andererseits kann eine PEG-Sonde Leben retten, Fluch und Segen zugleich.

Übrigens kann man jetzt Alzheimer an den Genen und an der Nasenschleimhaut erkennen, damit man gleich vorsorgen kann und nicht versehentlich eines Tages seine eigene Frau nicht mehr erkennt. Gut, nach der Hochzeit erkennen manche Paare den Ehepartner auch nicht mehr wieder, aber dies ist meines Glaubens nach kein medizinisch lösbares Problem. Viele Partner pflegen ihre Lieben im Alter zu Hause, bis sie selber pflegebedürftig sind, denn diese Arbeit zerrt an Körper und Seele. Wenn unser Körper immer länger künstlich erhalten werden kann, wir uns jedoch aufgrund von Altersdemenz nicht selber pflegen können, wird Pflegepersonal knapp. Und so muss sich die Medizinforschung um die Altersdemenz kümmern, bis ein Kraut dagegen gewachsen ist.

Behandlungen in der modernen Medizin

Antibiotika beispielsweise erleichtern unser Leben, denn sie töten Bakterien ab. Und genau diese Antibiotika wirken irgendwann nicht mehr, wenn wir sie überall einsetzen, wo keine lebensbedrohlichen Krankheiten vorherrschen, beispielsweise in der Tiermast, bei kleinen Erkältungen und grippalen Infekten. Einerseits wird durch zu viele Antibiotika der Darm geschädigt, der wiederum nach Probiotika schreit, und andererseits könnten wir in einen uralten Stand der Medizin zurückfallen, wenn wir keine geeigneten Antibiotika mehr finden, die tatsächlich wirken. Dann sterben wir wieder an einer Lungenentzündung.

Unsere Medizin macht es heute möglich, dass wir ein hohes Lebensalter erwarten dürfen. Wenn früher ein Mensch noch an einer Grippe oder einer Lungenentzündung verstorben war, gelingt es der heutigen Medizin, den Menschen auch in ungünstigen Ausgangspositionen zu heilen. Sogar eine Herztransplantation ist keine grosse Sache mehr, wenn sich ein geeignetes Spenderherz findet. Ich bin übrigens für einen Organspenderausweiss, denn ich finde, wir alle können dazu beitragen, Leben zu retten, wenn unseres eines Tages zu Ende gehen sollte.

Bitte, bis zur heutigen modernen Transplantationsmedizin sind viele Jahre ins Land gezogen. Neulich sah ich mir den Medicus an. Der Film spielt im tiefsten Mittelalter. Ein junger Arzt will Leben retten, braucht deshalb jedoch tote Körper, um den Körper kennenzulernen. Bitte, die Kirche war dagegen. Heute werden Leichen gerichtsmedizinisch auseinandergenommen, ein pathologischer Schnitt wird durchs Gewebe gemacht, ein histologischer Bericht wird geschrieben, und so kann man jedes Körperteil, jedes Sinnesorgan in Formaldehyd, in Formalin konservieren und farblich gestalten. Wahrlich, die moderne Medizin ist Kunst, plastische Kunst am lebenden und toten Körper.

Im Grunde leben wir heute überdimensional lange. Ist es positiv oder negativ? Ich sehe hier zwei Seiten. Auf der einen Seite ist es wunderbar, wenn die Medizin es möglich macht, dass die kleine Grippe an uns vorüberzieht und wir das Leben bis ins hohe Alter gesund und fit geniessen dürfen. Der rüstige alte Rentner hat jetzt wenigstens etwas von seiner Rente, denn früher ging er oft in den Ruhestand und starb gleich darauf. Dann hatte er noch mehr Ruhe. Auf der anderen Seite ist es schon in einem gewissen Mass erschreckend, wie uralte Patienten mit schweren Krankheiten wie Alzheimer, Demenz oder Schlaganfall in den Kliniken zu Pflegefällen werden und dahinvegetieren. Die medizinischen Geräte machen auch das möglich, und atmen den Patienten noch richtig durch.

Ich freue mich heute schon auf meine Rente. Bitte, bis dahin hat man in der Telomer Forschung den Zellcode geknackt, dann ist das Enzym Telomerase gesellschaftsfähig geworden und meine Zellen teilen sich nicht mehr schleppend, sondern rasant, verjüngen sich von selbst. Hoffentlich werde ich nicht 1000 Jahre alt, sonst muss ich sehr lange arbeiten, bin womöglich das halbe Leben, 500 Jahre auf Jobsuche, weil der Arbeitsmarkt von tausenden 1000 Jährigen überflutet ist, aber meine dritten Zähne erneuern sich dank modernster Zahntechnologie wie von selbst.

Einige Operationen sind überflüssig

Nicht jede Operation ist nötig, nur weil wir als Patienten beim Arzt ankommen. Besonders im Bereich der Gelenksoperationen, Knieoperationen und Rückenoperationen ist nicht alles nötig, was chirurgisch behandelt wird. Die Krankenhäuser und Ärzte verdienen pro Operation, und das ist anscheinend so lukrativ, dass man den OP-Saal füllen muss, um finanziell davon zu profitieren. Hier stehen die Bedürfnisse der Krankenhäuser und die des Patienten im krassen Gegensatz. Holen Sie sich lieber eine zweite und dritte Meinung ein und probieren Sie es zuerst einmal im Zweifel mit einer sanfteren Therapie, bevor sie sich für die radikale Operation entscheiden. Natürlich gibt es auch Operationen, die nötig sind und keinerlei Zeitaufschub erlauben. Wichtig für den Patienten ist es, dass er seinem Arzt vertrauen kann und nicht als Geldquelle dient.

Medizinforschung - Die Medizin der Zukunft

Neue MedikamenteFrüher wurden die Menschen nicht alt. Krankheiten, körperliche Beschwerden wie der Blinddarm oder eine Lungenentzündung machten dem Leben oftmals ein rasches Ende. Die Weltbevölkerung war übersichtlich reduziert. Nach und nach entdeckte man Neues in der Medizin, operierte Menschen, verhalf ihnen zu besserer Lebensqualität. Der graue Star beispielsweise war über lange Zeit hinweg eine Krankheit, die zur Erblindung führte. Heute tauscht man einfach die Linse aus und erneuert die Technik der Kunstlinsen und der Phakoemulsifikation.

Die Gesundheit von morgen ist eine Dimension, die der heutige Körper wahrscheinlich nicht beherrschen würde. Wenn man heute davon ausgeht, dass unser Körper altert, man nur bedingt dagegen vorgehen kann und wir Krankheiten wie Diabetes, Krebs und Herzinfarkt, Alzheimer und Demenz ausgesetzt sind, so wäre der Körper von morgen damit überlastet, wenn es keine Fortschritte in der Medizin geben würde. Der Körper von morgen ist durch neue Medikamente und Medizintechniken so stabil, dass er kaum bis nicht mehr altert.

Für mich hat die Medizinforschung zwei Seiten. Die gute Seite ist, wir altern nicht mehr, unsere Zellteilung wird durch neue Enzyme, die wir uns von aussen zuführen, gestärkt, sodass sich die Zellen fortlaufend teilen. Jeder, der sich so eine Therapie leisten kann, wird unsterblich.

Der Nachteil dieser nie enden wollenden Medizinforschung sagt, dass die Welt eines Tages überbevölkert wird. Wir bekommen jede Seuche in den Griff, retten jedes Menschenleben, keiner stirbt mehr, aber wir vermehren uns trotzdem. In den letzten Jahren hat sich die Weltbevölkerung bereits verdoppelt. Liegen wir eines Tages übereinander, in mehreren Schichten? Werden wir uns zertreten?

Ich bin der Meinung, dass jedes Menschenleben, jedes Leben gerettet werden muss, denn kein Leben ist wertvoller oder wertloser als das andere. Und so müssten meiner Meinung nach ethische Grundsätze für die Unsterblichkeit geboten werden. Jeder oder niemand sollte sich die Unsterblichkeit leisten können, damit für uns alle die gleichen Chancen gelten.

Wird die Medizinforschung vom Geld regiert?

Einst sagte mir ein Arzt, ich wäre ein Mensch, der in seiner Fantasiewelt lebt, denn Geld rergiert die Welt. Wir befinden uns nicht mehr in einer Zweiklassen Gesellschaft, sondern in einer Dreiklassengesellschaft, weil sich die Medizin in drei Klassen aufteilt. Bitte, das macht mich traurig.

Trotzdem leistet die Medizinforschung Grossartiges. Diabetiker müssen sich nicht mehr täglich stechen lassen, weil neue Geräte zur Blutzuckermessung die Therapie und somit die Lebensqualität erleichtern. In der Krebstherapie sind neue Früherkennungsmethoden und Untersuchungen erforscht worden. Neue Krebstherapien erleichtern den Patienten die Schmerzen, sorgen dafür, dass man Chemotherapie und Bestrahlung besser durchsteht. Neue Medikamente mit weniger Nebenwirkungen erleichtern uns das Leben.

Leider sind viele medizinische Neuerungen, zahlreiche neue Medikamente teuer, werden nicht von allen Krankenkassen zu jedem Zeitpunkt übernommen, sodass die Gesundheit von morgen eine reine Geldangelegenheit wird. Der Reiche kann sich Gesundheit leisten, der Arme bleibt krank und stirbt. Diese erschreckende Tatsache bemerkt man heute bereits, wenn man als Kassenpatient zum Arzt muss.

Neues aus der Medizinforschung

Eine grossartige Neuerung ist der 3D Drucker in der Medizin. Man kann damit Prothesen herstellen, die sich jeder leisten kann, da die Prothese aus dem 3D Drucker kommt. Kennen Sie das Bein aus dem Drucker?

Eine weitere Neuerung in der Medizin sind kleinere Implantate und Drainage Systeme, die den Körper nicht mehr so belasten, wenn sie eingesetzt werden. So sind kleine Stants in der Augenmedizin, die Patienten mit Glaukom eingesetzt werden, besser verträglich, denn man verletzt nicht mehr so viel Gewebe im Auge und vermindert dadurch unnötige Blutungen.

Eine richtig brauchbare Neuerung in der Medizin ist der Robodoc. Wenn man am Land wohnt, der nächste Arzt weit weg ist, hat man bei akuten Krankheiten, bei Herzinfarkt, bei akut auftretender körperlicher Verschlechterung kaum bis keine Chance, zeitgerecht untersucht und gerettet zu werden. Sogenannte elektronisch gesteuerte Robodocs sind vor Ort, schnell zur Stelle und können die Erstversorgung des Patienten übernehmen. Bitte, die Medizin sorgt für uns alle, selbst im hintersten Herrgottswinkel der Welt.

Ein neues Organ wurde entdeckt

Medizinforscher entdeckten ein neues Organ. Es ist eine Art zusätzliches Gewebe, welches dafür sorgt, dass unser Gewebe, unsere Zellen und die anderen Organe geschützt werden. Wir benötigen Schutz vor freien Radikalen, vor Umwelteinflüssen, Schadstoffen und Chemikalien. Die Forscher erwarten sich von diesem neuen Organ Fortschritte in der Krebsmedizin und in der Anti-Aging Medizin. Vielleicht könnten dadurch manche Krebsarten ohne schwere Krebsmedikamente geheilt werden.

Die Pharmaindustrie und ihr guter Ruf

Die Pharmaindustrie besitzt nicht gerade den besten Ruf, und doch ist sie so mächtig, dass sie Milliarden von Umsätzen generiert, zu den reichsten Industriezweigen gehört und sogar einen gewissen Einfluss auf unseren Lifestyle hat. Man mag es kaum glauben, aber einige Pharmakonzerne drängen sich mit ihren rezeptpflichtigen Medikamenten und Produkten sogar in die Lifestyle-Themen unserer Medien hinein. Wie ist das möglich, wenn man doch in dieser Form nicht werben darf? Ganz einfach: Man sucht sich einen Blogger, eine Bloggerin, der, die über Beauty-Tipps berichtet, und schon ist beispielsweise die Anti-Baby Pille der dritten Generation als positiver Erfahrungsbericht in den Online-Medien, wenn über schöne Haare und schöne Haut durch die Einnahme dieser Pille berichtet wird. Das Thromboserisiko wird dabei selten erwähnt.

Ich finde diese Entwicklung gefährlich. Ich fürchte mich ja sogar vor der Apothekenwerbung, wenn über die Grippemittel berichtet wird, oder über rezeptfreie Schmerzmittel, und schon ist der Schnupfen samt Grippchen weg. Viele Leute greifen achtlos zu, nehmen Schmerzmittel bei jeder Gelegenheit, gegen jede Verstimmung. Ich kenne Leute, die nehmen das Schmerzmittel nur wegen dem Vitamin C Effekt, obwohl hier nur Chemie enthalten ist. Das kann gefährlich werden.

Man muss beachten, dass die Pharmakonzerne Geld verdienen möchten. Wenn ein neues Mittel auf den Markt kommt, will es unter die Leute gebracht werden. Und so investieren einige Pharmaunternehmen mehr Geld ins Marketing als in die Forschung. Hier sind die Ärzte geteilter Meinung. Einige Ärzte erkennen das Problem, andere bejubeln fast jedes neue Medikament. Ich finde, es müsste mehr Unabhängigkeit, mehr Kontrolle geben. Und die Pharmaindustrie hat nichts im Lifestyle-Bereich zu suchen, denn es handelt sich hier grösstenteils um wirksame Medikamente, die der gesunde Mensch im Grunde womöglich nicht braucht.

Pharmareferenten und ihr Ruf

Pharmareferenten haben normalerweise keinen so guten Ruf, und manchmal eilt ihnen ihr gewöhnungsbedürftiges Auftreten voraus. Ärzte sind oft zwiegespalten, bekommen unter der Hand hohe Provisionen, wenn sie ein neues Medikament oder Produkt an ihren Patienten testen und Aufzeichnungen, Studien erstellen, welche nur für den jeweiligen Pharmakonzern bestimmt sind, und nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Einige Ärzte gehören daher dem MEZI Verein an, welcher dafür steht, dass man nicht bestechlich ist, mein Essen zahle ich selber.

Andere Ärzte lassen sich hingegen gerne zu konzerninternen Fortbildungen, zu Wellnessevents und zum geschäftlichen Abendessen einladen, testen neueste Produkte aus und signalisieren dem Patienten damit eine Arztpraxis auf dem neuesten Stand. Einst begegnete ich so einer modernsten Praxis in der Augenheilkunde, mit einem OCT-Lasergerät zur Glaukom Früherkennung. Es kann eine Chance in der Medizinforschung sein, es kann aber auch nicht oder unzureichend erforschte Wirkungen haben, welche dann direkt auf den Patienten abprallen. Jeder Patient ist individuell. So manch einer liebt die neueste Medizin, andere möchten sich lieber auf Langzeit erprobte Produkte verlassen.

Die Pharmakonzerne und die Forschung

Ein wichtiger, positiver Aspekt, den wir hier nicht vergessen dürfen, ist die Forschung. Ohne neue Medikamente wären wir noch im Mittelalter, müssten vielleicht ohne wirksame Antibiotika an einer bakteriellen Entzündung sterben und wünschten uns mehr Fortschritt in der Medizin. Gerade die Antibiotika müssen in nächster Zeit wieder neu erforscht werden, neue Produkte gefunden werden, weil in der Tiermast zu viele Antibiotika eingesetzt werden, diese in den menschlichen Darm gelangen und viele Keime resistent dagegen werden. Hier leistet die Pharmaindustrie gute Arbeit.

Es müsste nur wieder ein gutes Gleichgewicht zwischen Marketing und Forschung gefunden werden. In einigen Bereichen forscht man nicht, da zu wenig Geld generiert werden würde und die Produkte sich kaum lohnen würden. Hier müsste man mehr Ethik in die Pharmakonzerne bringen.

Personalisierte Medizin - individuelle Behandlung und Therapie

Die personalisierte Medizin beinhaltet individuelle Therapien, Medikamente und Behandlungsarten, welche genau auf den einzelnen Patienten oder auf kleinere Patientengruppen zugeschnitten sind. Hier spielt die Genforschung, die Genetik und die Genmanipulation eine grosse Rolle, denn wir können Gene ein oder ausschalten.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Medizin, die beispielsweise ein Medikament auf breiter Basis testet und dieses dann allen Patienten mit diesem gewissen Krankheitsbild verabreicht, geht die personalisierte Medizin auf den einzelnen Patienten ein, schaut sich dessen Gene, dessen Krankheitsverlauf und den gesamten Körper genau an und stellt individuelle Medikationen sowie Therapien zusammen. Wir wissen heute, dass Männer und Frauen, Babys und Kleinkinder, Jugendliche und alte Menschen, Leute mit einem geschwächten Immunsystem oder Menschen mit Vorerkrankungen unterschiedlich auf ein und das selbe Medikament reagieren können.

Früher wurde eine Therapie mit Antibiotika auf eine bestimmte Krankheit zugeschnitten und an allen Patienten angewandt, welche diese Krankheit hatten. Heute wird bei einer Antibiotika-Therapie zunehmend der Patient und dessen individuelle Eigenschaften angesehen, das Bakterium oder der Virus bestimmt, und aufgrund dieser Eigenschaften werden spezielle Antibiotika verabreicht, wenn dies möglich ist. Nicht jeder Mensch verträgt nämlich ein Breitbandantibiotikum.

Die personalisierte Medizin hat weniger mit der Selbstbestimmung des Patienten zu tun, da sie auf den biologischen Eigenschaften, auf der Gentechnik, auf den sozialen Eigenschaften, dem individuellen Lifestyle und auf Basis von Umwelteinflüssen beruht. Der Patient wird auf Basis seiner Gene behandelt, und es fliessen der individuelle Lifestyle und die Lebensumgebung in die Behandlung mit ein.

Die personalisierte Medizin in der Krebstherapie

In der Behandlung von Krebserkrankungen reagiert ein kleiner Teil der Patienten auf allgemeine Therapien gut, aber der Grossteil kann nur unzureichend therapiert werden. Mit der personalisierten Medizin kann eine DNA-Analyse zu besseren Therapieerfolgen führen. Der Gencode wird individuell entschlüsselt, der Patient wird auf Genebene behandelt, er erhält entweder individuelle Dosierungen eines Medikaments, oder er erhält eine individuelle, auf ihn zugeschnittene Medikation.

Man kann auch kranke Gene ausschalten. Natürlich befindet sich diese Art von Medizin erst im Anfangsstadium, und wir wissen nicht, was die Genmanipulation mit unserem Körper macht, da wir die Gene nicht gänzlich durchforscht haben. Ethische Probleme tun sich hier auf, da man nicht weiss, welche Prozesse man auslöst, wenn man ein Gen verändert. Es können vollkommen neue Krankheiten aufgrund der Genmanipulation auftreten, es können damit aber auch Krankheiten ausgelöscht werden.

Die Genforschung in der personalisierten Medizin

Wenn ein Patient krank ist, wünscht er sich bestmögliche Therapien. Wenn er unheilbar krank ist, willigt er unter Umständen auch in die Genmanipulation ein, da er nur seine rasche Gesundung im Kopf hat. Ich habe für mich entschieden, in meine Gene nicht eingreifen zu lassen, was ich auch soweit es eben möglich war, in meiner Patientenverfügung festgehalten habe. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich nicht in die Natur eingreifen möchte, ohne zu wissen, mit welchen noch nicht bekannten Folgen ich rechnen muss. Auf der anderen Seite kann ich jeden Patienten verstehen, der sich bereit erklärt, in seine Gene eingreifen zu lassen, da die Genmanipulation grosse Chancen bietet.

Anfangs war man auf diesem Gebiet sehr euphorisch, heute ist man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt und forscht hier eher mathematisch, realistisch und mit Vorsicht. Eine gewisse Vorsicht finde ich gut, denn die Natur des Menschen ist ein wertvolles Gut, welches man nicht um jeden Preis im Labor verändern sollte.

Die Genmanipulation in der Praxis

Man kann durch gezielte Genmanipulation beispielsweise Immunzellen so stärken, dass sie auf Tumorzellen losgehen, die gesunden Zellen im Körper aber nicht angreifen. Dies ist wichtig und stellt einen grossen Fortschritt dar, weil der Patient nicht derart geschwächt wird und eine Krebstherapie besser übersteht.

Man kann die Gene aber nicht derart ausschalten, dass man damit alle Krebsarten verschwinden lässt, da man sonst jede einzelne Krebszelle erwischen muss und nicht voraussehen kann, was danach mit dem Körper passiert. Man kann allerdings vielleicht andere Krankheiten ausschalten, wenn man gewisse Gene ausschaltet, beispielsweise Erbkrankheiten oder seltene Erkrankungen, für welche es keine ausreichenden Therapien gibt.

Low Tech Medicine in der personalisierten Medizin

Die personalisierte Medizin ist unter anderem auch eine low tech medicine, eine Art Vorbeugemedizin. Man verhindert im Vorfeld gewisse Risiken für Krankheiten, indem man einen gesunden Lebensstil verfolgt. Und man wendet weniger Medikamente, chirurgische Eingriffe und radikale Therapien an, um den Patienten nicht unnötig zu beschweren.

Früher wurde ein Medikament mit einer gewissen Dosierung auf alle Patienten gleichermassen angewandt, auch wenn es bei einigen Patienten eine Überdosierung bedeutete und diese mit schweren Nebenwirkungen zu kämpfen hatten. Heute wird zunehmend darauf geachtet, wie der individuelle Patient lebt und was er lieber sein lassen sollte, um gesund zu bleiben oder gesund zu werden. Beispielsweise bedeutet dies weniger Zigaretten rauchen um ein niedrigeres Krebsrisiko zu erzeugen.

Die epigenetischen Einflüsse können unsere Gene verändern, beispielsweise unsere Umwelt und die Umweltverschmutzung. Wir werden einerseits resistent gegen gewisse Krankheiten, entwickeln jedoch andererseits vermehrt Allergien und leiden unter Zivilisationskrankheiten. Eine stark verschmutzte Luft führt zu Lungenproblemen, die starke Klimaerwärmung kann im Sommer vermehrt zu Herz-Kreislaufproblemen führen, und unser ungesunder Lebensstil kann zu Durchblutungsstörungen und vielen weiteren Erkrankungen führen. Hier könnte man vorbeugen und gesünder leben, da eine falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, der Konsum von Genussmitteln, der Gebrauch von zu viel Technik unsere Gene verändern kann.

Die personalisierte Medizin bei Kindern

Kinder reagieren auf Therapien viel intensiver als Erwachsene, und so muss man hier bei Medikamenten und Dosierung besonders vorsichtig sein, denn ein Kind befindet sich mitten im Wachstum. Bei Kindern kann man positiv vorsorgen, indem man sie genetisch fördert.

Laut neuesten Forschungen reagieren die kindlichen Gene stark auf das Umfeld, das Elternhaus, die Erziehung und die gesamte Umgebung sowie die Lebensweise. Wenn Kinder liebevoll behandelt werden, gefördert und gelobt werden, entwickeln sie im Erwachsenenalter eine gewisse Resilienz, sind nicht so anfällig für Krankheiten und haben bessere Gene. Wenn Kinder in einem instabilen Umfeld aufwachsen, Stress und Streit erfahren, in Angst leben, sind sie im Erwachsenenalter geschwächt und haben nicht diese gute Genstruktur. Sozusagen verändern sich unsere Gene tatsächlich aufgrund äusserer Einflüsse.

Die personalisierte Medizin auf ganzheitlicher Ebene

Wenn man die personalisierte Medizin nur rein biologisch auf Basis der DNA, RNA und Proteine Analyse betrachtet, so ist dies bestimmt zu wenig, denn der Mensch besteht auch noch aus seinen Gedanken und Hirnprozessen. Anspannung und Entspannung, Sport und Meditation, positive Gedanken, eine positive Lebenseinstellung, all dies beeinflusst einen Krankheitsverlauf und kann Therapien unterstützen. Einige Ärzte sind zwar noch der Meinung, dass diese Faktoren keinerlei Einfluss haben, aber die Praxis hat etwas anderes gezeigt. Ein ungesunder Lebensstil und vorwiegend negative Gedanken können eine Krankheit sogar verschlimmern.

Gentests in der personalisierten Medizin

Die personalisierte Medizin möchte Krankheiten verhindern, indem bereits vorab verschiedene Risiken in den Genen festgestellt werden, damit man weiss, ob man genetisch bedingt ein Träger einer gewissen Krankheit ist. Diese Gentests sind heute noch ziemlich teuer, und sie sollten auf jeden Fall unter ärztlicher Betreuung durchgeführt werden. Erstens weiss man dann genau, wie sich etwas auswirken kann, und zweitens steht man mit dem nackten Ergebnis, welches vielleicht nicht viel aussagt, nicht alleine da und fürchtet sich.

Mittlerweile gibt es sogenannte pränatale Gentests, mit denen man eventuelle Risiken für Erbkrankheiten ausschliessen oder bestimmen kann. Diese Tests kann man machen, sie sind jedoch umstritten, da sich eine werdende Mutter oder ein Paar mit Kinderwunsch dann gegen ein Kind entscheiden könnte. Hier werden Ängste geschürt, die vielleicht gar nicht nötig sind. Ich würde nicht vorab wissen wollen, ob mein noch nicht geborenes Kind eventuell ein Risiko für eine bestimmte Krankheit in sich trägt, auch wenn es vollkommen gesund durchs Leben gehen könnte. Da verliert man förmlich die Freude, Eltern zu werden.

Mit dem Gentest lassen sich die DNA, die Chromosomen und die gesamte Genstruktur untersuchen. Wenn Unregelmässigkeiten auftreten, so sieht man dies, entweder im Bluttest, oder auch in einem aufwendigen Fruchtwassertest.

Wenn man in die Gene eingreift, sie verändert und damit alle eventuellen Risiken für spätere Erkrankungen ausschaltet, greift man auch in das werdende Leben des noch nicht geborenen Kindes ein. Ich frage mich, ob das immer gut ist. Wie sieht eine Welt aus, in der es nur noch geformte Menschen gibt, keine Menschen mit Handicap, keine Krankheiten, nur Hochleistungsgehirne und perfekte Menschen? Unser soziales Denken würde sich wahrscheinlich verändern, denn wir bräuchten auf niemanden mehr Rücksicht zu nehmen. Das Designerbaby verändert die Welt, und in China arbeitet man bereits in diese Richtung hin.

Folgen der personalisierten Medizin

Wenn jeder einen Gentest machen lässt, weiss jeder über seine noch nicht vorhandenen Krankheiten Bescheid, die entweder ausbrechen oder auch nicht. Wir würden uns fortlaufend in einem Zwischenzustand zwischen Krankheit und Gesundheit befinden und zunehmend Gene manipulieren. Die Krankenkassen hätten womöglich Zugriff auf diese Daten und würden den Versicherungsschutz verweigern, selbst wenn man nicht erkrankt ist. Man könnte Probleme bei der Jobsuche bekommen, wenn Arbeitgeber und Unternehmen diese Daten auslesen. Und ich würde verrückt werden, weil ich ein pingeliger Spiesser bin, der jederzeit alles unter Kontrolle haben möchte.

Antibiotika - Probiotika

Was sollte man bei Antibiotika und Probiotika beachten? Antibiotika sind wichtig, um schädliche Bakterien und Keime abzutöten. Sie retten Leben, sie können aber auch den Darm schädigen. Probiotika sind hingegen für eine Darmsanierung gut, dürfen jedoch nicht eingenommen werden, wenn der Zwölffingerdarm entzündet ist, da sie sonst in die Blutbahn gelangen und zu Komplikationen führen.

Arzt

Wie muss er sein, der ideale Arzt? Der Patient muss ihm vertrauen können. Ein Arzt muss auf den Patienten eingehen, ihn korrekt und lückenlos über eventuelle Therapien aufklären, eine lückenlose, nachvollziehbare Dokumentation führen und den Patienten nicht als Studie verwenden, ohne dass der Patient dem schriftlich zugestimmt hat. Er darf das Vertrauen des Patienten niemals missbrauchen, sonst hat er nichts in diesem ethisch hoch angesehenen Beruf verloren. Er muss sich an die medizinischen Standards halten und ist an seine Schweigepflicht gebunden.

Behandlungsfehler

Man unterscheidet bei Behandlungsfehlern den groben Kunstfehler, den Aufklärungsmangel, den Organisationsfehler, den Therapiefehler und den Übergabefehler. Der Patient hat das Recht, im Schadensfall zu klagen und bei Nachweisbarkeit des Fehlers eine Entschädigung zu bekommen. Leider liegt diese Nachweispflicht in den meisten Fällen beim Patienten, sodass viele Aufklärungsmängel und Kunstfehler nicht rechtlich nachweisbar sind. Ein Patient leidet jedoch sein ganzes Leben darunter, wenn er diesen Weg wählt, bei Gericht gedehmütigt wird und so einen Prozess verliert. Dann hat man die Prozesskosten, die Anwaltskosten und die Schadenfreude am Hals. Man fragt sich dann sein ganzes Leben hindurch, warum man dem Arzt vertraut hat, warum man nicht besser aufgepasst hat, und man verliert leider das Vertrauen in die Medizin.

Impfen

Wie wichtig ist Impfen? Einige Impfungen sind wichtig, beispielsweise gegen Masern, Zecken oder die Grippe. In seltenen Einzelfällen können Impfschäden entstehen, aber die heutigen Impfstoffe sind sehr sicher, gut geprüft, und der Nutzen einer Impfung ist höher als das Impfrisiko.

Krankenhaus

Was muss man im Krankenhaus beachten? Der Klinikaufenthalt sollte so angenehm wie möglich und so kurz wie nötig sein. Man benötigt Toilettartikel, ein Nachthemd, einen Bademantel, Unterwäsche und Kleinigkeiten. Man braucht jedoch keine unnötigen Dinge, ausser seine Unterlagen, Lesestoff und Geld, damit man Seelennahrung kaufen kann und in der Krankenhauskantine dinieren darf. Blumen sollte man nicht mit nach Hause nehmen, vor Krankenhauskeimen muss man sich in Acht nehmen, und neue Operationen reduzieren den Stress und tragen viel zur Genesung bei.

Medikamente

Was muss man bei Medikamenten und Arzneimitteln beachten? Die Wechselwirkungen, da sich nicht alle Präparate miteinander kombiniert vertragen, die Nebenwirkungen, die Dosierung und eventuelle Überdosierung, die richtige und regelmässige Einnahme, die Blutuntersuchung beim Arzt, denn wer Medikamente nimmt, sollte in regelmässigen Abständen überprüfen, ob seine Nieren und die Leber in Ordnung sind. Man sollte rezeptfreie Arzneimittel nicht unkontrolliert einnehmen, denn auch sie können sowohl hilfreich als auch schädlich sein.

Patient

Tipps für Patienten. Der ideale Patient ist krank und wird nicht so schnell gesund, denn so ist das Honorar des Arztes gesichert. Der ideale Patient stellt keine Fragen, fordert niemals seine Krankenakte ein und sieht jedes ärztliche Versehen als einen normalen Schicksalsschlag an. Der moderne Patient nimmt Gott sei Dank seine Rechte wahr, informiert sich, holt sich eine zweite Meinung ein und sucht sich seinen Arzt selber aus. Patienten sind Menschen und keine Nummern, die man für eine Studie verwendet.

Pflegemedizin

In der Pflege-Medizin stehen wir vor dem Problem, dass wir immer älter werden, dass zu viele Pflegepatienten auf zu wenig Pflegepersonal stossen. Die Krankenpflege, die Altenpflege, die Pflege zu Hause, mobiles Pflegepersonal, die Pflegeheime, alles platzt aus allen Nähten. Zu viel Pflege erhält zwar den Körper aufrecht, der Mensch darin stirbt jedoch, wenn er nur noch mit PEG-Sonde und Infusionen am Leben erhalten wird. Eine Patientenverfügung und ein Pflegeroboter sind wichtig im Alter, damit wir würdig altern dürfen.

Placebo - Nocebo Effekt

Der Placebo und der Nocebo Effekt in der Medizin. Heilen oder Schaden, die Macht der positiven und der negativen Gedanken. In Studien wurden Placebos mehrfach auf ihre Wirksamkeit getestet und eine mögliche Wirkung nachgewiesen, aber nicht jeder Patient reagiert gut darauf. Es kommt auf die jeweilige Gehirnstruktur an, auf den einzelnen Menschen, ob er an eine Placebo Wirkung glaubt.


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Elisabeth Putz

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