Kochen ist eine Kunst, Leidenschaft in der Kche, Genuss und Gaumenfreude, Individualit„t und Kreativit„t, das knstlerische Talent, Speisen auf den Tisch zu zaubern, die Kunst, aus rohen, unverarbeiteten Lebensmitteln ein Men zuzubereiten, und es ist ein natrlicher Instinkt, da man ohne Nahrung verkmmert. Kochen bedeutet, dass man die Vorfreude aufs Essen geniesst. Es ist sozusagen Meditation auf hohem Niveau.
Es ist ein uralt eingesessener, traditionsbedingter Vorgang, der bereits im Mutterleib entsteht, wenn der Embryo mitbekommt, wie die Mutter hinterm Herd die t„gliche Nahrung zubereitet. Wenn ein Neugeborenes zuschaut, wie sein Babybrei entsteht, weckt dies beim Baby bereits die Lust und Leidenschaft, sp„ter selber in der Kche zu stehen und sein Essen zuzubereiten.
Die Kochkunst verlangt nach viel Disziplin, Genauigkeit, Kreativit„t, Liebe und Verstand. Es bedeutet, die Zutaten einzukaufen oder zu ernten, schneiden und schnipseln, waschen und reinigen, dnsten, garen, backen, braten, sieden, blanchieren, garnieren und artgerecht servieren. Und wer gut gekocht hat, darf sein Meisterwerk mit Stolz pr„sentieren. Nicht umsonst sind gute K”che wahre Knstler in der Kche.
Kochen definiert sich durch den guten Duft, Geruch und Geschmack, und auch die Augen gestalten die Speisen mit. Kochen ist eine Wohltat fr den Magen, ein erlernbares Handwerk mit Liebe zum Detail. Wer sich nur zwischendurch schnell etwas zubereitet, sollte trotzdem darauf achten, dass es sch”n garniert auf dem Teller liegt. Das Essen schmeckt automatisch besser, wenn es gut strukturiert, ordentlich und bewusst am Teller platziert wird.
Essen zubereiten ist eine T„tigkeit fr Kchenknstler. Wer hungrig ist, verschlingt zwar auch rohe Speisen, weil der Magen gefllt werden will. Der Geniesser bekocht jedoch mit viel Liebe sich selbst und seine Freunde, zelebriert den Kochvorgang und erfreut sich an den guten Dften in der Kche. Mittlerweile gibt es Kochbcher und Kochkurse fr jeden, selbst fr faule Leute, denn das Kochen ist zu einem medialen Sport geworden, geht durch die Nase und bet”rt den Magen.
Kochen ist Erotik, Sinnlichkeit und hat Sexappeal, denn die Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Wer mit aromatischen Gewrzen und Kr„utern kocht, der kann ein Essen frs Herz zubereiten, mit seinen Speisen den Partner seiner Wahl bet”ren, und mit einem guten Erdbeer-Dessert verfhrt man jede Frau, nur nicht den Allergiker, denn der verschluckt sich am Erdbeergericht.
Wer seine Speisen so zubereitet, dass man darin erogene Zonen entdecken kann, der kocht sinnlich. Da bekommen die Karotte, die Gurke, die halbierte Mango und die halbierte Papaya einen ganz eindeutig zweideutigen Sinn, wenn sie sinnlich am Teller liegen und darauf warten, dass sie angeknabbert, ausgesaugt, gelutscht und geschleckt werden. Und so kann ein Kocherlebnis, welches in der Kche beginnt, im Bett enden, wenn man sich gegenseitig liebt. Bitte, manche Leute kochen nackt, mit vollem K”rpereinsatz, spielen mit den Lebensmitteln am K”rper des Partners und geniessen ihre intime Zweisamkeit, aber diese Kochkunst ist nicht unbedingt alltagstauglich.
Kochen kann zu purem Stress ausarten, speziell wenn man als Anf„nger in der Kche steht und ein frisch gebackenes Date fttern muss. Verfhren kann man mit einem versalzenem oder verzuckertem Essen wohl kaum jemanden, aber der gute Wille ist ja da gewesen, wenn man ungebte Kochversuche startet und voll daneben liegt.
Auch K”che in Grosskchen kennen den Stress in der Kche. Wenn eine geschlossene Gesellschaft mit mehr als 200 G„sten antanzt, muss jeder Handgriff stimmen, von der Temperatur der Speisen bis hin zur Dekoration des Tellers und dem Serviervorgang. Wenn Profik”che in guten Restaurants arbeiten, ist das Kochen fr sie reinste Arbeit, ein harter Job. Und so ist das wichtigste am Kochen die Kochfreude selbst.
Wichtig frs Kochen sind frische, natrliche, unverarbeitete Lebensmittel, hochwertige, vitaminreiche Zutaten, Bioprodukte, und vor allem regionale Nahrungsmittel ohne lange Transportwege. Fleisch, Fisch, obst und Gemse drfen ruhig gut geschnipselt, geklopft, schonend, artgerecht, mundgerecht zubereitet werden, Kr„uter und Gewrze sollte man gut dosiert und nicht berdosiert verwenden, und die Speisen drfen nicht zu lange gegart und zu heiss gebraten werden. Das Essen soll auf dem Teller immer noch frisch und nicht zerkocht aussehen. Das Allerwichtigste ist jedoch, dass man fettarm und zuckerarm kocht, denn wir wollen gesund bleiben.
Schnelles Kochen spart Zeit, langsames Kochen ist jedoch gesnder. Fastfood macht uns dick, wenn versteckte Fette und Zucker darin enthalten sind. Fastfood kann jedoch auch gesund sein, wenn man es frisch zubereitet und gesunde Lebensmittel dafr verwendet. Am gesndesten sind jedoch vegetarisches, veganes und naturbelassenes Essen, vor allem das Slowfood, welches langsam zubereitet und gegessen wird.
Salzen und Pfeffern sind fast aus der Mode gekommen, da zu viel Salz und zu viel scharfer Pfeffer zu Herz-Kreislauferkrankungen und zu einem instabilen Darm fhren k”nnen. Wir sollten lieber mit frischen Kr„utern wrzen, das sorgt dafr, dass wir gute Darmbakterien zchten, welche wiederum fr unser Immunsystem gut sind.
Heute dnstet und gart man die meisten Speisen langsam. Hier gehen fast keine Vitamine verloren, und das ist gesnder als braten und grillen. Wer Fleisch zu heiss und zu heftig br„t, Bratkartoffel und Gegrilltes liebt, muss aufpassen, dass er nicht zu viel Acrylamid aufschnappt, denn das entsteht beim Erhitzen auf ber 180 Grad. Am besten sind roh zubereitete Speisen, aber das vertr„gt nicht jeder Magen, denn Rohkost ist schwer verdaulich. šbrigens, wer Suppen kocht, lebt unheimlich gesund.
Aus Papptellern und Plastikgeschirr zu essen, ist nicht f”rderlich, denn hier sehen wir nur die Schnelligkeit, die Bequemlichkeit im Alltag. Wir verhalten uns dann auch dementsprechend. Unser K”rper reagiert darauf mit Gewichtszunahme und Tr„gheit, denn wir strengen uns sowohl beim Zubereiten der Speisen, als auch beim Essen nicht mehr an. Wir schlingen alles hinunter, werfen das Geschirr weg und legen uns auf die Couch.
Beim Kochen sollte man immer auf hochwertige Lebensmittel, vor allem bei Fleisch, Fisch, Muscheln, Pilzen und Gemse zurckgreifen. Billige, minderwertige Lebensmittel, vor allem halb fertige, weiterverarbeitete Produkte, vielleicht noch in Folie verpackt, machen das sch”nste Essen kaputt, denn man schmeckt, was drin steckt. Ein guter Koch achtet stets darauf, dass er beim Metzger, beim B„cker, am Fischmarkt, am Viktualienmarkt, am Bauernmarkt, beim Obst- und Gemseh„ndler, beim Bauern selber, oder notfalls bei ausgew„hlten Bioh„ndlern im Internet einkauft. Er scheut die Billigwaren aus dem Discounter, oder zumindest mischt er sie mit hochwertigen Zutaten.
Fleisch sollte man in etwas Oliven”l anbraten, Fisch sollte man leicht garen, Gemse sollte man dnsten, wobei einige Leute behaupten, das Gemse wird besonders knackig, wenn man es in der Mikrowelle zubereitet. Ein Veganer muss brigens darauf achten, dass er gengend pflanzliche Fette verwendet, denn nur vom Gemse alleine wird man nicht satt.
Zwiebel und Knoblauch sollte man niemals auspressen. Hinterher sitzt man im Matsch fest, und die Zwiebelpresse stinkt. Da sich in Zwiebel und Knoblauch „therische ™le befinden, wrde man diese einfach wegpressen und damit auf wertvolle N„hrstoffe verzichten. Lieber mit einem scharfen Messer zerkleinern, und bitte vorsichtig dabei sein, sonst zerst”rt man die „therischen ™le.
Nudel beherbergen St„rke, und dies ist nicht fr jeden Menschen geeignet. Wer herk”mmliche Nudel nicht gut vertr„gt, jedoch auf sein Lieblingsgericht nicht verzichten will, der kann die Nudel nach dem Kochen mit kaltem Wasser absplen. So entfernt man jede Menge St„rke. Allerdings kleben sie danach nicht mehr und saugen keine Sosse mehr auf.
Der Salat muss,bevor er gegessen wird, gewaschen werden, denn in ihm tummeln sich Bakterien, weil er durch viele H„nde gewandert ist, falls man ihn eingekauft hat. Auch der Salat aus dem eigenen Garten muss gereinigt werden, weil sich Erde darauf befindet. Manche Leute schleudern den Salat mit einer speziellen Salatschleuder, da wird der Salat auch sch”n trocken.
Die spartanischen Kochmuffel wrzen das Fleisch kaum bis gar nicht, und daran ist nichts Falsches zu erkennen. Fleisch schmeckt im Urzustand naturbelassen, vorausgesetzt, man kauft Biofleisch vom Metzger. Das Billigfleisch, meist noch in Folie verpackt, aus dem Supermarkt hat oftmals keine allzu grossartige Qualit„t und schmeckt nur mit viel Wrze. Im Grunde ben”tigt Fleisch eine Brise Salz. Es wird streichelweich, wenn man es in Oliven”l herausbr„t und zus„tzlich etwas Gemse, vielleicht ein paar Zucchini-Scheiben in die Pfanne gibt.
Wer seinen Fisch nicht unbedingt in der Pfanne garen m”chte, der kann ihn mit etwas Oliven”l bestreichen und in einer Auflaufform im Backofen garen lassen. Er wird auch dort streichelweich, man muss jedoch nicht so viel Fett verwenden. Das Gleiche gilt fr Pommes-Frites, wenn man sie aus Kartoffeln schneidet und in den Backofen schiebt.
Die Mikrowelle ist umstritten, sie hat viele Funktionen bernommen, sodass der Koch nur noch auf Knopfdruck funktionieren muss. Gemse l„sst sich allerdings in der Mikrowelle hervorragend zubereiten. Die Vitamine bleiben erhalten, es ist nur Wasser und kein zus„tzliches Fett erforderlich, und das Gemse schmeckt naturbelassen. Kartoffel lassen sich besonders gut mit diesem Verfahren zubereiten.
Wer Fleisch und Gemse schneidet, sollte zwei verschiedene Schneidebretter verwenden, oder zumindest das Gemse zuerst schneiden, dann das Brett gut absplen, und danach das Fleisch zubereiten. Bakterien k”nnen sich bei umgekehrter Reihenfolge und bei nicht Einhaltung der Sauberkeit ausbreiten. Wir wollen ja nicht krank werden.
Von verpackten Muscheln aus dem Supermarkt halte ich nicht viel, denn sie schmoren oft im eigenen Saft und sterben. Tote Muscheln kann man nicht essen. Bevor man seine Muscheln zubereitet, muss man den Klopftest machen und zuh”ren, ob die Muschel noch lebt. Im ungekochten Zustand bereits offene Muscheln darf man auf keinen Fall verzehren, aber wenn man gute Qualit„t kauft, auf eventuelle unangenehme Gerche achtet, sind Muscheln durchaus eine Delikatesse fr den, der sie mag.
Muscheln muss man so lange reinigen, bis das Wasser sauber ist. Man gart sie am besten heiss, bei hoher Temperatur, dann ben”tigen sie nur 3 bis 5 Minuten, bis sie fertig sind. Die offenen Muscheln kann man nach dem Garen essen, die geschlossenen mssen weggeworfen werden. Man kann Gemse und Kr„uter, sowie Gewrze dazu braten und die Muscheln damit bergiessen.
Es macht durchaus in manchen F„llen Sinn, den Backofen vorzuheizen, besonders wenn man Pizza zubereitet. Die Stromsparer sagen allerdings, es ist nicht n”tig und verbraucht nur zus„tzliche Energie. Vorheizen sollte man nur, wenn man auf den Punkt genau etwas b„ckt, aber die meisten Speisen ben”tigen kein Vorheizen.
Es hat einen Sinn, dass T”pfe einen Deckel besitzen, welchen man auch verwenden sollte. Ein Topf ohne Deckel verbraucht mehr Energie beim Kochen, da die Hitze nach oben hin entwischt. Der Deckel schtzt auch die Feuchtigkeit, die viele Speisen ben”tigen, damit beispielsweise der Reis nicht austrocknet, bevor er fertig ist.
Stangenbohnen nennt man auch Gartenbohnen, grne Bohnen, oder in ™sterreich Fisolen und Strankerln. Sie mssen an den beiden Enden geputzt, also geschnitten werden. Dazu nimmt man ein Schneidbrett, legt die Stangenbohnen nebeneinander, legt die Enden exakt aufgereiht auf und schneidet mit dem Messer drber. Danach richtet man die andere Seite der Bohnenenden exakt in einer Linie aus und schneidet wieder mit dem Messer drber. Dadurch erspart man sich das Schneiden jeder einzelnen grnen Bohne.
Beim Zubereiten sollte man darauf achten, dass man sie mindestens 20 Minuten in heissem Wasser kocht, das Kochwasser danach nicht weiterverwendet, da Stangenbohnen Solanin beinhalten, und Solanin ist ein Gift, welches wir durch schwere Nierenarbeit wieder ausscheiden mssen. Mit Zwiebel, Essig und ™l schmecken die grnen Bohnen als Bohnensalat gut, oder man macht eine Gemsesuppe daraus.
Warme Salate sollte man vorwiegend im Winter zubereiten, da wir in der kalten Jahreszeit w„rmende Gerichte ben”tigen. Man dnstet das Gemse im Salat mit Zwiebel an, gibt w„rmende Winterkr„uter wie Ingwer oder Kmmel hinzu, und ein heisser Tee sorgt fr zus„tzliche W„rme im K”rper. Salat mit Putenstreifen eignet sich gut im Winter. Man schneidet Zwiebel, Tomaten, Paprika, Zucchini, dann w„scht und schneidet man den grnen Salat, rhrt das Dressing an, klopft die Pute flach, dann br„t man das Putenfleisch, danach dnstet man das Gemse, schneidet die Putenstreifen zurecht und dnstet die Streifen kurz zusammen mit dem Gemse in der Pfanne kross. Zum Schluss wirft man alles in einer Salatschssel zusammen mit dem Dressing durcheinander, portioniert es auf dem Teller und geniesst sein Essen.
Man k”nnte die Zutaten wie beispielsweise Karotten, Tomaten und Eier, Reis und Kartoffel verdoppeln, damit die Wrze verschwindet. Wenn man Speisen versalzt, kann man sie durchaus auch mit Milch oder Tomatensaft neutralisieren. Wenn Sie das n„chste Mal zu viel Salz verwenden, k”nnen Sie etwas Reis in einen leeren Teebeutel geben, denn der Reis saugt die versalzene Sache wie ein Schwamm auf. Mit Kartoffeln erreichen Sie das gleiche Resultat.
Wenn Ihnen Ihr perfekter Kuchen vor Schreck in der Kuchenform zerbricht, kleben Sie die kaputten Stellen einfach mit zerlassener Schokolade fest. ™ffnen Sie bitte niemals im vorangeschrittenen Backvorgang den Ofen, um den Kuchen zu testen, er sieht dann aus wie eine Windel, total zusammengeschrumpft.
Wenn man Kohl kocht, dnstet, in der Mikrowelle zubereitet oder gart, entsteht ein Schwefelgeruch. Der Duft ist zwar fr die Nase in gewisser Weise noch ertr„glich, aber er muss nicht sein. Man vermeidet den Geruch, indem man eine Scheibe Brot zum Kohl beimischt. Das Brot saugt den Kohlgeruch auf, die Luft bleibt rein, und die empfindliche Nase kann durchatmen. Notfalls neutralisiert man den Kohlduft mit etwas Milch. šbrigens sollte man die Kohlsorten variieren, denn jede Sorte enth„lt unterschiedliche Mineralstoffe, die in Variation dem K”rper viel Gutes tun, Kraft spenden und das Immunsystem st„rken.
Man vermeidet so manche Panne beim Kochen, wenn man sich um eine geordnete Vorbereitung, Reihenfolge und Zeiteinteilung in der Kche kmmert. So macht man zuerst die Kartoffel in der Mikrowelle, schiebt w„hrenddessen den Lachs samt Kr„uterbutter in den Ofen und macht den Broccoli zum Schluss. Kartoffel werden langsamer kalt, Broccoli khlt schnell ab, der Lachs steckt ohnehin im Ofen fest, und fertig ist das Traummen, ein Alptraum fr Veganer.
Der Koch ben”tigt eine Kochschrze, damit keinerlei Verschmutzungen am edlen Kleid passieren, denn sonst sieht die Frau wie ein D”ner mit Sosse aus, direkt zum Anbeissen. Man ben”tigt eine Kochhaube, sonst ist versehentlich das gefrchtete Haar in der Suppe. šbrigens ben”tigt man Haushaltshandschuhe, sonst darf man nachher nicht nur am Braten, sondern auch an den Brandwunden lecken. Sowohl der Backofen, als auch der Herd und das Mikrowellengeschirr k”nnen so heiss werden, dass man dicke Haushaltshandschuhe braucht. High Heels sind in der Kche ungeeignet, es sei denn, man kocht erotisch.
Kochen ist zwar eine Kunst, wenn man es als Lebensaufgabe, als Kunstwerk am Teller betrachtet, aber dennoch ist fr jeden Typ das Passende dabei. Wenn wir Deutschland und ™sterreich im internationalen Vergleich betrachten, so haben Studien ergeben, dass wir die reinsten Kochmuffel sind. Die mexikanische, die asiatische und die afrikanische Kche sind uns in Sachen Kochkunst weit berlegen. Kaum zu glauben, wenn man sich beispielsweise die ”sterreichische Kche mit ihrem Wiener Schnitzel und den vielen Mehlspeisen anschaut.
Kochbcher liegen im Trend. Wussten Sie, dass die Bilder mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen und Lebensmittelfarben pr„pariert wurden, damit sie makellos aussehen? Kein normales Essen erh„lt ann„hernd diese leuchtenden Farben, wie man sie im Kochbuch sieht. Und dann wundert man sich, wenn das eigene Gericht farblich nicht mithalten kann. šbrigens ist das Urheberrecht fr abgebildete Speisen und die Sternek”che, welche sie zubereiten, besser geschtzt worden, sodass man nicht mehr leichtfertig in jedem Restaurant sein bestelltes Essen fotografieren und im Internet posten kann.
Kochen muss nicht immer aufwendig und kunstvoll zubereitet sein. Die kleinen Mahlzeiten fr zwischendurch, mit natrlichen, unbehandelten Lebensmitteln zubereitet, sind oft gesnder als die aufwendig zubereitete Hausmannskost. Tomaten mit Mozarella und Basilikum ist beispielsweise schnell zubereitet, im Backofen schnellstens fertig, und man ist satt, ohne dass der Magen berfllt ist. Gednstetes Gemse mit Kartoffel schmeckt auch lecker, ist schnell zubereitet und schont den Magen. Salat sorgt dafr, dass man satt wird, wenn man sich spartanisch ern„hrt.
Wir kochen alle mehr oder weniger nach Anleitung, wobei wissenschaftlich bewiesen ist, dass M„nner genauere Anleitungen ben”tigen, w„hrend Frauen nach Gefhl kochen. Eine Frau nimmt eine Brise Salz zwischen die Finger, w„hrend ein Mann strickt nach Kochanleitung die Umdrehungen ben”tigt, die er mit dem Salzstreuer drehen darf. Kein Wunder, dass sich Frau und Mann in der Kche gegenseitig auf die Nerven gehen. So manch einer ist frs Geschirrsplen, Kche putzen und aufr„umen verantwortlich, aber immerhin darf er essen, w„hrend der Profi kocht.
Immer mehr Menschen leiden unter Lebensmittel-Unvertr„glichkeiten und Nahrungsmittel-Allergien. Forscher vermuten, es k”nnte unter anderem an unseren Darmbakterien liegen, die in ein Ungleichgewicht geraten sind. Zahlreiche dieser Unvertr„glichkeiten lassen sich durch eine gezielte, naturbelassene Zubereitung der Speisen lindern, und auch die Zivilisationserkrankungen lassen sich damit bek„mpfen. Nicht alle Žrzte sind dieser Meinung, aber Studien zeigen, dass man mit der richtigen Ern„hrung gesnder lebt. So sollte man bei Unvertr„glichkeiten auf zu viele scharfe Gewrze, auf zu viel Zucker und zu viel Fett verzichten. Wenn das Essen dann langweilig schmeckt, kann man es mit milden Gartenkr„utern und milden Pflanzen verfeinern. Hier muss man natrlich Pflanzen w„hlen, gegen die man nicht allergisch reagiert. Industriell verarbeitete Lebensmittel sollte man meiden, denn sie enthalten oft Hilfsstoffe, die in den Inhaltsstoffen nicht angegeben werden.
Der gestresste Manager achtet in der Regel kaum auf sein Essen, kocht selten selber und hat kein gutes Verh„ltnis zu seiner Ern„hrung, obwohl es Ausnahmen gibt. Der geplagte Manager ist glcklich mit seinem Job, sitzt am Chefsessel und erinnert sich im Alter an seine Kinder, seine geschiedenen Ehefrauen, seine beruflichen Troph„en und ans Jetset-Leben. Der gestresste Manager k”nnte sich wenigstens an zwei Tagen in der Woche Zeit fr seine Familie nehmen, zusammen mit seiner Frau in der Kche stehen und an k”stlichem Slow-Food basteln. Der K”rper gew”hnt sich an frisch zubereitetes Essen, sodass er nach einiger Zeit keine Lust auf Fast-Food und Nahrungserg„nzung hat. Oder man bestellt sich einen Mietkoch, damit man viel Zeit mit der Familie verbringen kann.
Zeigen Sie mir die entspannte Hausfrau, die eine ganze Familie samt Mann, Kinder und Hund betreut, die hunderte Berufe gleichzeitig ausbt und so nebenher den Haushalt pflegt. Es gibt sie nur sehr selten. Wer t„glich in der Kche steht, sich um frisch gekochtes Essen bemht, braucht Lob und Anerkennung. Einmal in der Woche k”nnte man sich einen Mietkoch leisten, der frische K”stlichkeiten zubereitet. So kann man mit der Familie zu Hause dinieren, wenn man Restaurants nicht mag, und man geniesst trotzdem das Flair der Rundum-Bedienung.
Der optimierte Mensch, der Self-Tracker, liebt es, seine Ern„hrung samt Trainingsplan und Schrittz„hler unter vollster Kontrolle zu haben. Er kocht strikt nach einem optimierten Ern„hrungsplan, denn dem K”rper sollen ja nur die N„hrstoffe zugefhrt werden, die er braucht. Einige Self-Optimierer nehmen sich sogar w”chentlich Blut ab, um es zu analysieren, damit sie wissen, ob der N„hrstoffgehalt im K”rper stimmt. Hier kocht man strikt nach Plan. Natrlich kann man dem fanatischen Selfoptimierer nichts raten, denn er verfolgt seine harten Prinzipien. Wer jedoch seiner Seele etwas Gutes tun m”chte und bemerkt, dass das st„ndige Self-Tracking Stress bereitet, der stellt sich einfach in die Kche und bereitet sich ein Essen zu, welches er nicht zuvor auf N„hrstoffe und auf Kramm genau berprft hat, denn es darf auch zwischendurch Zucker verwendet werden, damit der Pudding besser schmeckt. So wird das Kochen zur Meditation.
šbergewichtige Menschen glauben oft, sie ern„hren sich gesund, wissen oft jedoch nicht, wieviel Zucker und Fett sie in den Speisen verarbeiten. Da wird der Salat mit Zucker garniert, und die magere Pute bekommt eine saftige Fettsoáe verpasst. Keine Panik, man muss keine unn”tigen Di„ten machen, man braucht nur fettarm und fast zuckerfrei kochen. Dicke Leute mssen sich nicht sch„men, denn es gibt Zubereitungsarten, die sich gerade fr den flligen K”rper lohnen. Man kann seine Speisen zu Brei machen. Hier sollte man aber trotzdem darauf achten, dass man nicht Fast-Food, Fett und Kohlenhydrate zu Brei mischt, sondern nahrhafte Kost. Der Magen verdaut den Brei leichter, und man wird schlanker. Mit kleinen F”rmchen, die wie Puddingf”rmchen aussehen, kann man seinen Brei in eine optisch attraktive Form pressen und mit frischen Kr„utern garnieren. Der Brei wirkt besonders lecker, wenn man ihn mit frischen eábaren Blumen, mit frischem Schnittlauch oder frischem Basilikum garniert.
Es gibt Leute, die kochen gerne, essen jedoch ungern. Sie bekochen ihre Freunde, erfreuen sich an deren Gaumenfreude, naschen aber nichts vom Gaumenschmaus. Die eingefleischte Elite lebt von Lichtnahrung, obwohl dies umstritten ist und von niemanden durchgehalten werden kann, da Essen und Trinken berlebensnotwendig ist. Und so ist der Begriff der Lichtnahrung nicht wortw”rtlich zu verstehen, sondern es ist eine Lebensweise, bei der man sich „usserst spartanisch ern„hrt.
Wie kocht man gesund? Richtig gut kocht man mit viel Liebe, natrlichen, unbehandelten Lebensmitteln, und mit viel Gemse. Wenig Aufwand bietet die Kochbox, denn sie ist auch fr faule Leute geeignet. Die vegane Kche ist etwas aufwendiger, denn man muss darauf achten, dass man s„mtliche Vitamine und Mineralstoffe im Essen unterbringt, auf reinster Pflanzenbasis. Vegetarische Kche l„sst hier mehr Spielraum, denn Eiweiss kann mit Eiern gedeckt werden, und auch das Vitamin B12 ist in Eiern enthalten. Slow-food ist eine gesunde Kochvariante, wobei man sich hier sowohl mit dem Zubereiten der Speisen, als auch mit dem Verzehr Zeit l„sst. Es gibt jedoch auch gesundes Fastfood, nur das wissen die wenigsten von uns.
Wie grillt man gesund? Das Grillfleisch muss hochwertig sein, die Krillkohle muss von guter Qualit„t sein, keinen Grillbeschleuniger verwenden, Gemse sollte man auf kleiner Flamme grillen, damit es schonend zubereitet wird, der perfekte Griller muss gut zu bedienen sein, und man sollte den Grill nie unbeaufsichtigt lassen. Wer eine Grillparty veranstaltet, sollte darauf achten, dass kein ungewollter Gast den Hausfrieden st”rt.
Wie wird man ein guter Koch, ein sogenannter Profi in der Kche, ein Starkoch mit gutem Namen? Man sollte das Kochen lieben, die ™ffentlichkeit nicht scheuen, und man muss sich einen prominenten Namen erarbeiten. Lifestyle-K”che, die in Kochshows auftreten, sich in den Medien pr„sentieren, boomen, da der Beruf aufgrund der zahlreichen Foodblogs popul„r geworden ist. Aber auch der Pleiten- und Pannenkoch hat seine Berechtigung, denn er sorgt fr gute Unterhaltung in der Kche.
Welches Kochbuch passt zu Ihnen? Das Kochbuch zum Abnehmen mit fettarmen, zuckerarmen Speisen fr Veganer und Vegetarier ist eine gesunde Alternative zum herk”mmlichen Kochbuch. Normalerweise tummeln sich Kochbcher mit traditionellen Speisen am Markt, aber zunehmend boomen die leichten Gerichte, schnell zubereitet, zeitsparend und trotzdem gesund. Und das Kochbuch gegen den Magerwahn enth„lt viele leckere Sssspeisen fr die angeschlagene Seele. Fakt ist, ein Kochbuch muss leicht verst„ndlich sein, damit auch der Anf„nger etwas damit anfangen kann.
Wie lernt man, professionell zu kochen? Der passende Kochkurs sorgt dafr, dass man Gleichgesinnte kennenlernt, sich austauschen kann, sich weiterbildet oder die Grundkenntnisse in der Kche kennenlernt, wenn man beispielsweise einen Basic-Kurs besucht. Kochkurse fr M„nner und extra fr Frauen, fr Singles, fr romantische Paare, fr Veganer, fr die deftige Hausmannskost, fr die exotische Kche aus aller Welt, jeder Kurs hat seine Schwerpunkte, sodass man seine Kochknste intensivieren kann.
Wie gesund ist das Kochen in der Mikrowelle? Fakt ist, sie ersetzt so manch langwierigen Kochvorgang, ist aus der modernen Kche nicht wegzudenken, und man spart Zeit damit. Gemse aus der Mikrowelle schmeckt lecker, nicht angebrannt, nicht weich, sondern kross und bissfest. Fleisch, Eier, Fisch und Kuchen wrde ich jedoch in keiner Mikrowelle der Welt zubereiten, denn es schmeckt gew”hnungsbedrftig. Kartoffel werden sehr gut, Milch und Tee zum Aufw„rmen sind auch in Ordnung, aber richtig kochen sollte man lieber per uraltem Erhitzungsverfahren, denn im Grunde bedeutet Kochen nichts anderes als heiss machen. Und wenn ich heiss bin, dann koche ich, von innen und von aussen.
Wie kocht man ungesund? Fett und Zucker, viele Kohlenhydrate, Transfette, Zuckerersatzprodukte, Aromen, Geschmacksverst„rker, Fastfood, das schnelle Kocherlebnis fr zwischendurch, ppige Snacks, Fertiggerichte, all das tr„gt dazu bei, dass man ungesund kocht, wenn man sich eine bequeme Mahlzeit zubereitet. Manche Leute besitzen eine kleine Kochnische, die geradezu zum schnellen Kochen einl„dt. Und wenn die Speisekarte vom Pizzaservice neben dem Smartphone in der Kche liegt, diniert man immer ungesund.
Wie wrzt man gesund? Man sollte seine Speisen nicht zu ppig, nicht zu scharf und nicht zu aromatisch wrzen, wobei die simple Gewrzmischung keine gute Idee ist, denn sie kann Aromen und Geschmacksverst„rker enthalten. Das obligatorische Aromat habe ich beispielsweise aus der Kche verbannt, denn es machte meine Speisen kross, saftig, lecker, und mich selber machte es wirr im Kopf und dick am Bauch. Salz und Pfeffer sollten sehr gering dosiert eingesetzt werden, und manchmal ist es besser, man wrzt mit frischen Kr„utern, dann kann man auf zu viel Salz verzichten.