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Luxus - Wie führt man ein Luxusleben?

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Wie lebt man im Luxus? Reich und schön, verwöhnt und gut beschenkt, so sieht das Luxusleben aus. Sind Sie ein luxusverwöhnter Mensch? Sind Sie tot unglücklich, wenn Sie nicht regelmässig mit Ihrem Luxuswagen bei Ihrem Lieblingshotel im 5 Sterne Look vorfahren können? Sind Sie ohne Butler dem Hungertod nahe? Dann benötigen Sie mehr Geld und mehr Zeit für sich selbst. Sie brauchen einen Sugar-Daddy, eine Sugar-Mami, damit Sie sich im wärmendem Pelzmantel mit Reichtum umhüllen können, denn man friert so leicht in der oberflächlichen Welt. Bitte, das minimalistische Leben im Blockhaus kann für den gestressten Manager die pure Erholung bedeuten, aber der luxusverwöhnte Mensch braucht elitäre Dinge, mit denen er sich umgeben kann. Er braucht den beheizbaren Whirlpool, beheizte Autositze, die Limousine, welche ihn chauffiert, die Villa, in welcher er sich geborgen fühlt, und den hauseigenen Park, in welchem er genügend Auslauf findet.

Was ist Luxus?

  • Luxus - Audio

GoldschmuckWas bedeutet Luxus? Der elitäre Begriff entstammt der latainischen Sprache und bedeutet Verschwendung, Liederlichkeit, grosse Fruchtbarkeit. Es bedeutet Exklusivität, Reichtum, Wohlstand, Eitelkeit, Prestige und Image, Markensucht, Verbraucherfreude, Habgier, Konsum, ein teures Leben. Man häuft sich Dinge an, die man nicht braucht, welche jedoch das optische Auge betören und alle Sinne verwöhnen. Man lebt über den gewöhnlichen Lebensstandard hinaus und gönnt sich etwas.

Luxus kann glücklich und unglücklich zugleich machen. Dies liegt in der Einstellung zum Leben, zum Lebensgefühl. So kann man mit einer Luxusvilla baden gehen, wenn man darin vereinsamt oder sie auf Dauer nicht pflegen kann. Eine Luxuslimousine kann mühsam sein, wenn sie zu gross ist und kaum lenkbar für den Besitzer. Sie kann jedoch bequem sein, wenn man am Rücksitz der Limousine eine Party feiert und der Chauffeur das Ding lenkt. Heute wird uns ohnehin eine Art Normalverbraucher-Luxus vorgegaukelt, die man haben muss, damit man im Trend liegt. So braucht jeder ein teures Smartphone, die aktuellste Designermode und ein Designersofa, auf welchem er abends die Beine hochlegen kann, wenn er mit seinem Smartphone spielt.

Was ist luxuriös?

Luxuriös ist alles, was wir als solches empfinden, die edlen Porzellanteller, das Silberbesteck, die Luxusuhr am Handgelenk, die handgenagelten Schuhe, der Perserteppich, aber auch die Partys, auf denen man seine Luxusgüter präsentieren darf. Luxus ist individuell und bedeutet für jeden Menschen etwas Anderes. Manche Menschen entspannen zu Hause im eigenen Schaumbad, während andere einen ganzen Wellnessbereich für sich alleine zum Relaxen benötigen. Manche Menschen essen eine Tafel Schokolade und fühlen sich wohl dabei, und andere brauchen eine Schachtel Pralinen, ein Glas Trüffelhonig, einen Hummer und eine ganze Süssigkeitenfabrik, um sich rundum glücklich zu fühlen. Für die Superrreichen ist ein Luxusliner, auf welchem sie steuerbedingt leben und durch die Weltmeere fahren, ein geregelter kleiner Wohlstand, denn sie kümmern sich selten um soziale Gerechtigkeit, wenn sie Steuern sparen. Eine Luxusuhr für 120 000 Euro am Handgelenk trägt sich besser, wenn man sie steuersparend erworben hat, und in einer Luxusvilla für 5 Millionen Euro lebt es sich viel privater, wenn man kaum zu Hause ist, da man dem guten Ruf des Privatjets folgt und viel unterwegs ist. Für den Aussteiger bedeutet der weggeworfene Müll der Superreichen, dass er fürs Abendessen ausgesorgt hat. Und für den Afrikaner bedeutet die gute Ernte, dass er sich wenigstens die Grundbedürfnisse zum Überleben leisten kann, damit er vom reichen Europa träumen darf. Reichtum teilt sich ungerecht auf 2% bis 5% der Weltbevölkerung auf. Es scheitert nicht am Geld, es scheitert an der Umverteilung des Geldes, wenn reich und arm immer weiter auseinandertriften.

Materieller Luxus - Geld ist Macht

Wie sieht es aus, wenn das nötige Kleingeld für den Luxus fehlt? Dann haben Sie schlicht und einfach Pech und müssen sich weiterhin die glamourösen Luxusmagazine ansehen und Ihre satten Gedanken kreisen lassen. Es ist keine Schande, wenn man sich den puren materiellen Luxus nicht leisten kann oder möchte. In den normalen Modeboutiquen kleidet man sich wie eine Prinzessin ein, wenn man ein wenig Geschmack und Sinnlichkeit für das Schöne und Edle mitbringt.

Das tut dem Geldbeutel auch weniger weh. Selbst im Textildiscounter findet man edle Schnäppchen, wenn man zwischen den Klamotten sucht. Ausserdem können Sie unbeobachtet und anonym in einen Second Hand Laden für hochwertige Designermode gehen. Hier geben Prominente und reiche Leute ihre zumeist nur ein- oder zweimal getragene Kleidung ab, welche Sie dann günstiger kaufen können. Die meisten Leute behaupten, sie geben nur Kleider ab, aber hin und wieder kann man beobachten, dass hier doch gerne auch gekauft wird, natürlich sehr diskret.

Sie sehen, mit ein wenig Phantasie können Sie sich luxuriös geben, auch wenn bei Ihnen zu Hause der Kuckuck auf dem neuen Flachbildfernseher und der teuren Stereoanlage klebt. Materieller Luxus hat viele Facetten, noch mehr Gesichter, und im Wesentlichen ist er doch nur eine Austauschware, Energie, welche zerfliesst, wenn sie fliesst. Mein Geld fliesst manchmal schneller aus der Geldbörse heraus, als dass ich es wieder einfangen kann. Neulich wurde die Handtasche mit automatischer Schliessanlage erfunden, damit man sparen lernt. Die probiere ich aus.

Wieviel Luxus materieller Art braucht man?

Gönnen Sie sich auch regelmässig teure und edle Dinge, die Ihr Leben bereichern? Ich habe gehört, dass man sich auch eine gebrauchte Rolex Uhr zum Schnäppchenpreis kaufen kann, oder gar bei Ebay ersteigern könnte. Nun, so dringend brauche ich jetzt meine Rolex nicht. Ausserdem warte ich auf meinen Maybach. Ja, ich gönne mir einen Maybach, und zwar einen original Luxuswagen im Massstab 1:18. Den stelle ich mir in meine Glasgarage, denn dort erwarten ihn bereits meine anderen Luxuslimousinen.

Was ist materieller Luxus?

Wenn wir uns die Superreichen im Fernsehen anschauen, so überkommt uns gerne das Gefühl, wir möchten auch so leben, uns alles kaufen können und das Geld zum Fenster hinauswerfen. Jeder materielle Luxus befriedigt jedoch nur das Ego, während die Seele dahinter verhungert. Man muss Kompromisse eingehen, wenn man Geld wie Mist hat, denn der übermässige Reichtum basiert oftmals darauf, dass man finanzielle Vorteile ausnutzt. Mit einem normalen Job kann man sich keinen grossen materiellen Luxus zulegen, mit Aktien und Börsengeschäften schon. Und so bezahlt man mit der Währung der Gefühlslosigkeit, wenn man Geld generiert, welches auf Umwegen verdient wird. Den käuflichen Luxus muss man auch versichern und absichern, was Stress bedeutet und uns innerlich arm und einsam macht. Wer Shopping als sein Hobby ansieht, häuft sich so viel materiellen Schrott an, dass er quasi gestresst ins Bett fällt, weil er seine Dinge permanent sortieren und bewachen muss. In einem begehbaren Kleiderschrank kann man sich verlaufen, wenn er gross genug ist, aber tragen kann man nur ein Hemd und eine Hose, ein Kleid und ein paar Schuhe. Der Körper ist glücklich, wenn er im Hemd des Glücklichen steckt. Das Ego frohlockt, wenn es shoppen gehen darf.

Materieller Luxus gepaart mit Dekadenz

Wie sieht Ihr Luxusleben aus? Manche Menschen können vom Luxus nie genug bekommen, denn die leisten sich sogar einen Privatjet, mit dem sie auf dem eigenen Hausdach landen, denn so ein Hubschrauberlandeplatz ist das Mindeste, was man haben muss. Übrigens korrigiere ich mich, denn der Privatjet braucht eine eigene Landebahn hinter dem hauseigenen Anwesen.

Andere Leute sind mit dem Luxus zufrieden, wenn sie Zeit finden, ein Buch zu lesen und sich mit Freunden zu treffen. Ich muss sagen, das ist auch Luxus für mich, denn ich arbeite noch für mein Geld. Ich erwarte aber täglich den Tag, an dem das Geld für mich arbeitet.

Nun, man muss nicht alles besitzen, beispielsweise genügt es auch, wenn man ein einziges funktionierendes Auto besitzt, Aber wenn der Lamborghini am Corsa vorbei fährt, ist dies die reinste Befriedigung für die Luxuslimousine. Ich bevorzuge beide Autos, eines für die Stadt, wo kleine Parklücken lauern, und eines für die Autobahn, wo Angeber wie ich zeigen, was sie haben. Neulich fuhr ich mit dem Taxi von Klagenfurt nach Wien, erledigte meinen Termin und liess mich wieder zurück fahren. Wahrlich, da achtete ich darauf, dass das Taxi ein Porsche war. Bitte, man gönnt sich ja sonst nichts.

Der immaterielle Luxus - ein Seelengut

Abgesehen vom materiellen Luxus existiert der immaterielle, geistige Luxus, den wir jedoch selten in Anspruch nehmen. Der Weltfrieden, die Abschaffung der Hungersnot in armen Ländern, eine intakte Partnerschaft, gute Freunde, viel Gesundheit, ein entschleunigter Lebensstil, die Natur und ihr Reichtum, die natürlichen Ressourcen der Meere, Seen, Berge und Täler, all dies ist Luxus, den man schätzen und pflegen sollte. Trotzdem fühlen wir uns immer nur dann reich, wenn andere ärmer sind, sonst haben wir ja keine Vergleichsobjekte zur Verfügung, die uns reich erscheinen lassen. Es gibt jedoch tatsächlich Leute, die bewundern die Schätze der Natur, leben achtsam und bewusst, schützen diese Schätze und erfreuen sich am Gemüse, welches sie im eigenen Garten gezüchtet haben. Sie pflücken Wildblumen, essen Wildkräuter, trinken Quellwasser und leben abseits vom ach so hoch geschätzten materiellen Luxus. Mir ist mein Schlaf und das dazugehörige Bett so heilig, dass ich es als Luxus ansehe, obwohl die Matratze schon alt ist.

Geistiger Luxus - reich im Kopf

Luxus im KopfWir besitzen auch einen grossen Luxus in unserem Körper, vor allem im Kopf. Kennen Sie bereits den geistigen Luxus? Gut, wenn Sie in Ihrem Leben mit der Aufgabe beschäftigt sind, eine weitere oberflächlich dargestellte Medienpräsenz zu werden, dann ist die Kopfsache eine reine Nebensächlichkeit, obwohl der Kopf wieder wichtig wird, wenn die neuen Extensions zwischen die eigenen Haare geklemmt werden. Als ich ein it-girl werden wollte, spielten meine Gehirnzellen verrückt. Ich schaffte es dann doch nicht, mein Charaktergesicht war mir im Weg, ich bin eher fürs nicht optisch getrimmte Radio geeignet.

Geistiger Luxus ist all das, was man mit wenig Geld auch geniessen kann. Da fällt beispielsweise das Gespräch mit einem guten Freund hinein. Wenn man einen Nachmittag oder Abend mit seinen Freunden verbringt, tankt man Energie. Das ist der pure Luxus in unserer hektischen Welt. Ich treffe mich einmal im Monat mit meinen Freunden und bin danach immer wie ausgewechselt, fröhlich und gestärkt.

Gut, ich habe auch Bekannte, da bin ich nachher reif für die Insel, auf der ich ja mit dem Privatjet lande, aber diese Bekannten treffe ich höchstens einmal im Jahr. Luxus ist auch, eine gute CD zu kaufen, ein interessantes Hörbuch zu geniessen, denn dabei kann man auch in Ruhe einschlafen. Als ich das Buch - Die Säulen der Erde - gehört habe, bin ich immer wieder an anderen Stellen eingeschlafen.

Drei Monate brauchte ich, bis ich ans Ziel kam. Das Buch - Die Tore zur Welt - dauerte noch länger. Und dennoch öffneten sich mir bei diesen zwei Werken ganze Scheunentore, denn ich begriff die Welt. Geistiger Luxus ist etwas Kostbares in unserer heutigen Zeit.

Was ist geistiger Luxus?

Glück und Zufriedenheit, Freude und Anerkennung, ein grosses Herz und eine stolze Seele, der Weltfrieden, die Gleichheit aller Menschen, leben in einer intakten, friedlichen, multikulturellen Gesellschaft, ein gesundes, gutes Leben, eine saubere Umwelt, Entspannung und Entschleunigung, eine liebe Familie, all das sind Luxusgüter, die man sich nicht mit Geld erwirtschaften kann, alles andere ist jedoch käuflich. Wer sich in Ruhe entspannen kann und das Leben geniesst, schafft sich viel geistigen Luxus an, denn wenn die Seele wächst, gedeiht auch das Hirn. Wenn man sich einen Garten zulegt, in welchem man arbeitet, in der Erde wühlt, Obst und Gemüse anbaut, gemütlich im Gras liegt und die frische Luft tankt, begegnet man auch einer Art vergeistigtem Luxus. Die Natur sorgt für Luxusgüter, die unbezahlbar sind.

Geistiger Luxus macht uns reich

Geistiger Luxus braut sich im Gehirn zusammen, wie in einer Brauerei, viele geschäumte Gedanken mit nur einem Ziel: Wie kann ich mich noch dekadenter machen? Und so formt sich aus unseren Gedanken die materielle Gestalt, die sich Luxus nennt. Für manche Leute mag diese Gestalt wie ein Gespenst wirken, ich muss jedoch gestehen, dass ich Gefallen an diesem Gespenst finde.

Wir sollten regelmässig für eine gewisse Dekadenz im Kopf sorgen, die wir regelmässig wieder durch gute Gedanken ersetzen können. Bitte, da bleibt etwas in Bewegung. Deshalb müssen wir unseren Luxuskörper in Ehren halten, unsere Luxusseele mit Glück, Liebe und Zufriedenheit füttern, und das dekadente Ego mit schönen, sündhaft teuren Dingen besänftigen. Beispielsweise sind Brillanten und Diamanten wahrlich sanfte Ziergegenstände für eine selbstbewusste Frau, wenn sie in einen Ring aus Platin eingearbeitet sind, denn dann gleiten sie so zart und geschmeidig am Ringfinger entlang.

Geistiger Luxus in einer Partnerschaft

HerzZahlreiche Menschen sind auf der Suche nach dem idealen Partner. Laut Umfragen stehen Treue, Humor und Köpfchen weit oben. Wenn man sich die Beziehungen genauer anschaut, erkennt man, dass das Geld die Partnerschaft regiert.

Und so sind wir doch wieder in erster Linie auf der Suche nach einem Partner, der einen tollen Job hat, das Haus, das Auto und den Urlaub finanziert, denn den Kaffee trinken wir mit Freunden. Für mich muss es ein Mann sein, mit dem ich auf gleicher Höhe kommunizieren kann, denn ich liebe die Herausforderung der sensiblen Reibungspunkte. Meine Mutter nennt mich liebevoll Klotz.

Jetzt weiss ich endlich, wen ich heiraten werde. Bis jetzt wusste ich nur, wen ich nicht heiraten werde, nämlich alle Millionäre, die bereits vergeben sind oder vergeblich darauf warten, bis sie von der aktuellen Frau geschieden sind, und alle geistig armen, denn die wissen nicht, welche kreativen Ideen man erfinden kann, um ein Millionär zu werden. Heiraten werde ich den Mann, der mit mir an meine idealistischen Projekte glaubt, mit dem ich tiefe Gespräche führen kann, wobei jetzt nicht die Tiefe meines Dekolletes gemeint ist, und der mich mit seinem Humor zum Lachen bringt.

Lieber Besucher, auch geistiger Luxus kann ein wertvolles Gut sein, denn aus dem Kopf entstehen die Gedanken, die zu den Handlungen führen, welche zum Reichtum führen. Jetzt mache ich mich auf den Weg, den Mann zu suchen, der reich genug ist, um mich zu ertragen, und hoffentlich übersehe ich ihn nicht.

Ethik und Moral - Ist das Luxus?

Der individuelle Luxus hat viel mit Ethik und Moral zu tun. Während sich die Reichen alles leisten können, fragt man sich, ob so manches Luxusleben ethisch und moralisch nicht verwerflich ist. Moralisch gesehen ist das Verspeisen von seltenen Delikatessen, deren Aussterben naht, deren Überleben bedroht ist, verwerflich, und ethisch gesehen sind Luxusbabys, die man sich aufgrund von Genmanipulation züchtet, sogenannte perfekte Wunschbabys ein No-Go und verstossen gegen jede medizinische Ethik. Trotzdem existieren diese Phänomene des menschlichen Daseins, wenn man sich sonst schon keine Dekadenz gönnt.

Luxus in der Religion

In der Religion gilt Luxuria, die sogenannte Wolllust, als eine der 7 Todsünden. Religiöse Gemeinschaften leben oft sehr bescheiden, widmen ihr Dasein Gott und sind der Meinung, Gott verachtet den materiellen Luxus unserer Konsumwelt. Verschwendung und Habsucht sind daher ethisch und moralisch nicht gerne gesehen, wenn man auf der Kirchenbank sitzt, vorm Altar kniet und zum Himmel hinauf betet. Der Rosenkranz liegt gut in der Hand, aber sobald wir, so religiös wir auch manchmal sind, die Kirchen verlassen, gehen wir shoppen, widmen uns dem Konsum, leisten uns teure Güter, teure Urlaube und residieren in überteuerten Billen, die wir ungern mit armen Menschen teilen. Es sind zwei Welten, die aufeinanderprallen, die spirituelle Welt und die Konsumwelt, und trotzdem finden wir uns als religiös genug, um ethisch hochwertig zu leben. Das kommt daher, weil der Luxus neben der Ethik, Moral und Religion auch von Kultur, Wirtschaft und Technik abhängt. In welcher Kultur lebt ein Mensch? Was können wir uns leisten? Was ist technisch machbar? Von diesen Faktoren machen wir unser Leben abhängig, ohne gross darüber nachzudenken, was ethisch erlaubt ist, wenn es technisch realisierbar ist. Religiös gesehen kann eine handgeschriebene Bibel ein Luxusgut sein, auch wenn sie heute aufgrund des Buchdrucks technisch für alle Leute zur Verfügung steht, Hauptsache die Bibel ist im Haus.

Luxus bedeutet Shopping und Konsum

Shopping ist LuxusWir lieben es, shoppen zu gehen, der Konsum liegt uns zu Füssen, die reichhaltige Welt der Werbung lockt uns an, und die finanzielle Welt der Wirtschaft spüren wir erst, wenn unsere Kreditkarte belastet wird und die Geldbörse leer ist. Der hedonistische Konsum macht das Leben schöner, darüber sind sich die meisten Menschen einig. Das Konsumverhalten hat sich jedoch gewandelt. Ab den 1990er Jahren baute man stark auf Prestige, ein gutes Image, teure Marken und auf elitäre Reichtümer. Man zeigte, was man hat, und wenn jemand nicht in teuren Marken gekleidet war, stand er förmlich am Rande der spottenden Gesellschaft. Ab dem Jahr 2005 bis ca 2012 leistete man sich mehr und mehr an Luxusgütern. Zunehmend baute man jedoch nicht nur auf Markenware alleine, da Qualität immer wichtiger wurde. Heute geht man einen elitären Weg in Richtung Qualität alleine, denn Hochwertigkeit, lange Haltbarkeit, Gesundheit und ein bewusster Lebensstil erobern die Welt. Gutes Essen, Reisen mit Wellness- und Entspannungsfaktor, technischer Fortschritt und Bequemlichkeit sind Luxus, denn die Dinge müssen einwandfrei funktionieren.

Luxus als Massenphänomen

Unser heutiger Luxus ist zu einem Massenphänomen geworden. Jeder kann sich einen gewissen Luxus leisten, der Lebensstandard steigt, die Lebensqualität gewinnt an Oberwasser, der Mensch gönnt sich etwas. So hat das Phänomen des Fast-Shopping die Welt erobert, weil der Konsum zu einer Art Hobby geworden ist. Die grossen Shoppingcenter platzen aus allen Nähten, bitte, da müssen quasi neue Shoppingtempel errichtet werden, damit genug Platz für alle ist. Heute ist auch das Sparen zu einem gewissen Luxus geworden. Geiz ist geil. So gönnt man sich massenhaft billige Ware, häuft sich Unmengen an Klamotten und Technik an, weil es so schön billig ist. Die Aldi-Brüder haben beispielsweise von diesem Hype profitiert, weil sie billige Lebensmittel und Billigprodukte zu einer Art Luxuskonsum gemacht haben. Aldi ist Kult.

Luxus ist Qualität

Inmitten des Massenluxus hat sich ein Qualitätsluxus herausentwickelt, der sogenannte stabile Luxus, stealth Luxury genannt. Nur die absoluten Insider, die Kenner können Qualität von Quantität unterscheiden. Man baut hier nicht mehr auf optisch sichtbare Marken, sondern auf Nachhaltigkeit, Hochwertigkeit, Gesundheit und Achtsamkeit. Man kauft nicht mehr massenhaft ein, sondern gönnt sich wenige, dafür jedoch hochwertige Dinge, an denen man lange Freude hat. Man geht weg vom Fast-Shopping, hin zum Slow-Shopping, vom Fastfood hin zum Slowfood, von der Fast-Fashion hin zur Slow-Fashion. Modeschmuck sieht zwar gut aus, aber teurer Qualitätsschmuck umgarnt die Seele. Es hat sich ein sogenannter Anti-Luxus entwickelt, den der Hipster liebt, da er individuell und anders, quasi alternativ lebt. In Berlin steht beispielsweise die Auguststrasse für diese Art von Luxus. Man schlendert durch die Strassen, lässt das schnelle Leben an sich vorüberziehen, lebt langsam, steigt aus dem menschlichen Hamsterrad aus, trinkt teuren Tee, schlemmt gesunde Speisen, achtet auf seinen Körper und lebt im Hier und Jetzt. Trotzdem achtet man nachhaltig auf eine saubere Umwelt, denn die Zukunft ist wichtig.

Luxus ist Zeit

Der immaterielle Luxus von Zeit und Lebensqualität hat sich endlich bei uns niedergelassen. Man widmet seine Zeit der Familie, den Freunden, den Hobbies, der puren Entspannung. Man konsumiert handgefertigte Dinge, man gönnt sich Zeit für sich selber. Die Luxuslimousine und der schnelle Urlaub im Luxushotel sind nicht so wichtig wie der Urlaub bei Freunden, das eigene Zuhause, ein sicheres, umweltfreundliches Auto, das soziale Leben in der Gemeinschaft. Zeit ist Geld, und Geld ist Luxus, und der echte, naturbelassene Diamant ist immer noch besser als der künstlich produzierte Diamant. Inmitten der Diamanten entwickelt sich zunehmend auch der kleine Luxus, denn der Mittelstand ist zufrieden und kann sich heute viel leisten, auch wenn immer wieder die Existenz des Mittelstandes bedroht ist. Heute leben viele Leute mit kleinen Luxusgütern, die zu Alltagsgütern geworden sind, zufrieden und glücklich. Der Seelenluxus boomt, denn materiell ist man quasi rundum abgesichert.

Das Luxusleben der Reichen und Schönen

Wie leben die Reichen und Schönen? Sie residieren in Luxusvillen, kaufen sich weltweit verstreut die teuersten Luxusimmobilien, besitzen einen Privatjet, eine eigene Insel und genügend Personal, welches ihnen den Alltag erleichtert. Wenn eine Luxuslady schwanger wird, müssen sich nicht unbedingt Muttergefühle in ihrem voluminösen Bauch entwickeln, Hauptsache der Nachwuchs sichert ihnen die Bequemlichkeit im Alltag, wenn der reiche Mann für den Geldregen im Haus sorgt. Die Super-Mami leistet sich einen Babysitter, vorwiegend weiblich und hässlich, denn die schönen Dienstboten könnten zur reinsten Konkurrenz werden. Wenn sich die Luxuslady zu alt fühlt, legt sie sich einen persönlichen Fitness-Coach und einen Schönheitschirurgen zu, damit die Oberfläche der äusseren Brillanz gesichert ist, denn reiche Männer lieben junge, knackige Frauen, die elastisch sind, sich gut bewegen und den Mann bewundern.

Reichtum und Schönheit hängen wie zwei siamesische Zwillinge zusammen. Wer genug Geld besitzt, kann sich Schönheit leisten, sucht elitäre Schönheitskliniken auf, lässt sich permanent rundum erneuern und scheut das natürliche Altern wie der Teufel das Weihwasser. Achten Sie auf Ihre Optik, gönnen Sie sich viel äussere Schönheit, wenn Sie sich einen reichen Mann angeln wollen, der Ihnen ein angenehmes Leben beschert. Schmuck, Juwelen, ein Cabrio, durch welches die warme Sommerluft weht, teure Designerkleider, das alles will bezahlt werden. Wahrlich, bei manchen Leuten steht der symbolische Weihnachtsbaum, der an der puren Oberfläche glitzert, das gesamte Jahr über im Leben. Besser als reich und schön zu sein ist nur noch die edle Prominenz, die reich, schön und berühmt ist.

Das Luxusleben der Promis

Viele Prominente geniessen ein luxuriöses Leben, welches dekadente Züge annimmt. So leisten sich amerikanische Promis den Luxus, ein eigenes Feuerwehr-Personal zu besitzen, welches im Brandfall einschreitet und die Villa vor eventuellem Feuer schützt. Bei den Waldbränden in Californien kam diese Dienstleistung gut an. Viele Prominente besitzen eigene Parkanlagen, eigene Seen, Anlageplätze für ihre Luxusyachten, und sie haben reges Mitspracherecht in politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten, wenn sie reich genug sind. Wahrlich, es leben die Lobbyisten. Wenn man prominent genug ist, bekommt man diverse Einladungen quasi nachgeworfen, weil jeder scharf auf die Anwesenheit eines Prominenten ist. Man verkauft förmlich seine Persönlichkeit an die Öffentlichkeit, lebt jedoch gut davon und kann ein angenehmes Dasein geniessen. Die Schattnseiten dieses prominenten Lebens sind zwar hart, denn man verliert grosse Teile seines Privatlebens, aber dafür erntet man luxuriösen Applaus.

Das Luxusleben in der Öffentlichkeit

Werden Sie prominent, dann haben Sie grosse Chancen auf Reichtum und Schönheit. Gehen Sie auf jede Party, auf der auch die Presse residiert und setzen Sie sich gekonnt in Szene. Ziehen Sie sich ein Kleid an, mit dem Sie die Titelblätter der Zeitungen zieren. Machen Sie etwas, worüber geschrieben und gesprochen wird. Hier müssen Sie sich etwas einfallen lassen, Chancen nutzen und sich eine Schamgrenze setzen, die kein Ende findet, denn schämen dürfen Sie sich für nichts. So können Sie sich eine Eintrittskarte in die Gesellschaft des Luxus erarbeiten. Wenn Sie es geschafft haben, geben Sie mir Bescheid, dann mache ich es Ihnen vielleicht nach, wenn meine Schamgrenze bei Null liegt. Wenn mein guter Ruf erst einmal ruiniert ist, gehe ich auch nackt zum Shopping, dann werde ich vielleicht im Hochglanzmagazin abgebildet und mache mir so einen guten Ruf mit ausgesprochen ausziehenden Tatsachen. Oder ich werde in der Psychiatrie abgeliefert, weil ich nackt zum Shopping gehe. Nein, ich als Luxusfrau werde in der schicken privaten Burnout Klinik abgeliefert und lerne einen schicken Landarzt kennen, denn wenn ich nackt in die Läden spaziere, muss es an einem Burnout liegen.

Das teure Leben im Shopping-Rausch

So manches Luxusleben besteht aus dem puren Konsum, damit das Ego etwas zum Anfassen hat. In einem Seidenkleid wälzt man sich eben viel besser, wenn man am Perserteppich liegt und dem lodernden Feuer im offenen Kamin direkt in die Augen schaut. Shopping ist Luxus, denn es kostet Geld. Apropos Luxus Shopping: Ja, der Handel, die Wirtschaft und die Konsumwelt lachen sich ins geldgierige Fäustchen, wenn das Wort Lifestyle mit materiellen Dingen und Produkten in Verbindung gebracht wird. Wir kaufen das, was Lifestyle ist, denn genau das liegt voll im Trend. Ob es wirklich nützlich ist, wissen wir nicht. Wir zerstören die Umwelt mit unserer Konsumfreude und fragen nicht oft genug nach, ob unsere Erde uns noch erträgt. Besser wäre es, wenn man die Konsumwelt in eine intakte Umwelt integriert und Produkte kauft, die unsere Umwelt schonen. Leider weicht die Theorie von der Praxis ab, denn in der Praxis wärmt uns ein Pelzmantel doch noch am ehesten. Hauptsache teuer war er, zudem noch überversichert und aus echtem Zobel. Bitte, es darf auch ein Nerz sein, ich bin da nicht so wählerisch, obwohl ich mich aus Tierliebe lieber in einen Kunstpelz hülle.

Das erfolgreiche Luxusleben

Kein noch so süss gezuckertes Luxusleben ist erfüllend, wenn man keinen Erfolg nachweisen kann, wenn man mit seinem erworbenen Prestige nicht beim Nachbarn prahlen kann. Erfolg und Luxus liegen eng beieinander, denn der Erfolg ist trendig und verkörpert einen ausführlichen Lebensstil. Erfolg ist aber für jeden Menschen etwas anderes.

Der eine Mensch möchte sich seinen Traum vom eigenen Luxusauto verwirklichen, damit sein kleiner Mann in der Hosengegend verlängert wird, und der andere Mensch möchte einfach nur erfolgreich glücklich sein. Materieller und geistiger Luxus sind Güter, die einerseits unbezahlbar sind, andererseits jedoch erworben werden können, mit und ohne Geld. Reich und schön alleine macht nicht glücklicher, aber zufriedener, wenn man darauf zurückgreifen kann.

Beides sind unterschiedliche Auffassungen eines Luxuslebens, und doch meint man damit dasselbe. Glücklich sein kann man von der einen auf die andere Sekunde, wenn man möchte, doch kaum ein Mensch möchte dies, ohne materiellen Wohlstand erreicht zu haben. Ich habe mir einst zum Ziel gesetzt, in jedem Moment meines Lebens glücklich zu sein. Seither versuche ich es täglich erfolglos zu erreichen. Wahrlich, ich übe noch. Vielleicht fehlt mir das Geld dafür.

Lieber Besucher, Sie sehen bereits, das Luxusleben lässt sich für viele Menschen in kleine Kategorien, in schlichte Schubladen legen. Im Wesentlichen bedeutet ein erfolgreiches Leben für uns: das liebe Geld, in dem wir gerne ein ausgiebiges Vollbad nehmen möchten, das Haus, welches lieber eine Villa mit Dachterrasse sein sollte, oder doch lieber ein Penthouse, das edle Auto, denn in der extravaganten Limousine fahren wir gerne zum Shopping und kreuzen vorher kurz den roten Teppich für ein paar kleine Interviews, der Luxusurlaub, denn entspannen können wir uns am besten, wenn es uns an nichts fehlt. Ich wünsche mir, mit dem Luxus verwandt zu sein, vielleicht adoptiert er mich eines Tages.

Geld regiert die Welt

Edle GeldklammerOhne Geld hat man in vielen Dingen des Lebens das Nachsehen, besonders in den schönen Dingen. Wer im Luxus verweilt, braucht nämlich das nötige Kleingeld, um sich die Villa, das Dienstpersonal und den Butler leisten zu können, selbst wenn der Butler im begehbaren Kleiderschrank seine Runden dreht anstatt zu arbeiten. Ach, es ist schwer, gutes Dienstpersonal zu bekommen. Geld ist die Voraussetzung für den angenehmen Teil des Lebens, und so sollte man eine Arbeit wählen, in welcher man das Geld im Schlaf verdient. Gute Ideen, erfolgreiche Investitionen, Aktien und Wertpapiere, lukrative Produkte und Start-Ups, all dies sind Möglichkeiten, um reich zu werden, und notfalls gewinnt man im Lotto oder angelt sich einen reichen Partner, der heiratswillig und zäh genug ist. Heute gilt man quasi als altmodisch und erfolglos, wenn man nicht bis Mitte 30 ein eigenes Start-Up gegründet hat und die erste Million am Konto verbucht. Danke, ich bin altmodisch, aber Geld macht mich trotzdem glücklich.

Das Luxusleben fürs Ego und für die Seele

Das Ego lebt ja gerne in der Stadt, am liebsten mitten im Stadtzentrum, denn im Kern des Apfels ist man immer vorne mit dabei, wenn das Leben beginnt. Ausserdem kann man sich im Stadtkern besser ums Nachtleben kümmern, denn schlafen könnte man auch tagsüber. Ich ging zu meiner Studentenzeit auch lieber ins Solarium anstatt zur Uni, denn im Sonnenstudio gab es immer Urlaub pur.

Die Seele wohnt mit Vorliebe am Stadtrand oder auf dem Land. Bei der Gelegenheit muss ich gestehen, dass ein ausgeprägtes, feierlich angehauchtes Partyego in mir wohnt, welches als geborener Tyrann ständig mit seinem diktierenden Lebensstil die Seele unterdrückt. Keine zehn Pferde würden mich in die Idylle des Landes treiben, denn in einem Dörfchen würde ich mit meinem schicken, weiss lackierten Blindenstöckchen zu sehr auffallen, sodass sich womöglich die Kuh des Huber Bauern versehentlich in mich verliebt. Da müsste mich schon der Landarzt ehelichen und in seinen Vorgarten einladen, der uralte Landarzt, der mir nach seinem Tod den Vorgarten samt Passivhaus vererbt, damit ich das Haus verkaufen kann und mir eine schicke Penthouse Wohnung im Stadtkern kaufe, wo ich dann vermutlich auf meiner Dachterrasse glückliche Tomaten ziehe und mir zwei junge Lover halte. Zusätzlich bewohne ich eine Villa am Stadtrand, samt Pool mit Gegenstromanlage, Tennisplatz und Golfplatz, eigenem Park und eigenem Seezugang. Sobald ich anfange, Golf zu spielen, sind mein Ego und meine Seele befriedigt.

Das Luxusleben am Golfplatz

Golf ist ein Hobby der Reichen und Superreichen, der Manager und Führungskräfte, der Strategen und der Erfolgreichen. Apropos Golf spielen: Viele meiner Freunde machen gerne Golfurlaub. Manche fahren mit ihrem Golf an die Nordsee, und andere fahren mit ihrer Luxuslimousine los, checken auf Rügen in einem luxuriösen Golfhotel ein, um ihr Handicap nahe der 18 Loch Strategie zu verbessern. Da muss man direkt aufpassen, dass die kleinen weissen Bälle ihr Ziel nicht verfehlen. Das Leben kann ja so anstrengend sein. Lernen Sie die 18-Loch Strategie, spielen Sie Golf, knüpfen Sie die richtigen Kontakte, dann schwelgen Sie eines Tages im günstigsten Fall im Luxus. Wenn Sie es bis ganz nach oben geschafft haben, können Sie im Pool entspannen und sich die Wasserdüsen massierend auf Ihren Luxuskörper plätschern lassen.

Das Luxusleben im Whirlpool

Zu einem Luxusleben gehört der obligatorische Whirlpool dazu, denn man will seinen Champagner in einem edlen Ambiente serviert bekommen, während man sich vom Wasserstrahl massieren lässt. Es geht jedoch auch billiger. Wussten Sie, dass neben Gold und Diamanten ein hauseigener Whirlpool zwar sein Geld wert ist, dass man ihn jedoch als Billigvariante genauso benutzen kann? Jetzt existiert der Whirlpool als Einlagematte für die herkömmliche Badewanne, quasi fürs kleine Luxus-Dasein. Er sprudelt, aber der Billigpool hat seine Eigenheiten, die man in Kauf nehmen muss. Ich warte, bis ich mir die teure Variante leisten kann. Dann mache ich Urlaub im Whirlpool, nachdem ich aus dem Solarium gekrochen komme.

Der Luxusurlaub zum Relaxen

Nicht immer muss man Urlaub im Solarium oder im Whirlpool machen, es darf auch hin und wieder ein luxuriöser Urlaub in einem teuren Urlaubsland sein, oder man gönnt sich Entspannungstage abseits der Prominenz. Ein teurer Lebensstil verlangt nach einem dekadenten Urlaub, in welchem man sich verwöhnen lässt. Die Superreichen buchen ganze Inseln, damit sie ungestört sind, oder sie buchen ganze Hotelareale für sich alleine, samt Butler und Dienstpersonal. Es geht jedoch auch billiger. Wussten Sie, dass das neue Monaco in Montenegro liegt? Die Reichen und Schönen machen zunehmend in Montenegro Urlaub, weil dort die Sandstrände noch ein unberührtes Flair besitzen und man seine Ruhe geniessen kann. Das kleine Land entwickelt sich zum Luxusurlaubsland, während andere gut betuchte Urlaubsorte wieder am Verschwinden sind. In einigen Jahren kann man sich den Montenegro-Urlaub nur noch mit prall gefüllter Geldbörse leisten.

Das kleine Luxusleben ohne Geld

Wer den grossen, pompösen Luxus nicht braucht, kann auch mit wenig oder mit gar keinem Geld ziemlich dekadent leben. Urlaub kann man mit etwas Glück gewinnen, oder man schnorrt sich durch die vielen Last-Minute und Super-Last-Minute Angebote durch. Am Urlaubsort selber kann man dreißt schnorren, durch kleine Arbeiten ein tägliches Taschengeld verdienen, indem man sich am Strand, in Bars oder im Service nützlich macht, und das Hotelzimmer kann man sich schönreden, wenn es nicht unbedingt der 5 Sterne Kategorie angehört. Hauptsache man urlaubt, liegt am Strand und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Ohne Geld kann man auch leben, wenn man einen Gönner, einen Sponsor findet, der das gesamte Leben finanziert. Hierzu existieren sogar Partnervermittlungsagenturen, Sponsorenportale und Big-Spender Partys, auf denen man den Gönner kennenlernen darf. Hier treffen sich schöne Frauen, sogenannte Trophäenfrauen und reiche Männer, aber auch Gigolos und reiche Frauen, die verwöhnt werden wollen. Einige Leute entscheiden sich, vom Wegwerfmüll der Reichen zu leben, essen delikate Speisen aus Überproduktion, fischen Luxusgüter aus dem Müll und leben in verlassenen Häusern, die einfach so leerstehen. Wir leben im Überfluss, nur dass dieser Materialismus nicht gleichmässig auf alle Menschen verteilt ist, sondern nur wenigen Superreichen zuteil wird. Dieses System kann man nutzen, auch wenn ich persönlich vom Schnorren, vom Leben auf Kosten anderer und vom Big-Spender-Reichtum nichts halte, da man hier extrem abhängig wird und diese Abhängigkeit nicht unbedingt gesund ist. Es gibt jedoch durchaus Leute, denen macht eine bestimmte finanzielle Abhängigkeit nichts aus, wenn sie dafür ein luxuriöses Dasein ernten.

Mein früheres Luxusleben

Ich führte für einige Zeit ein dekadent angehauchtes Leben an der Seite eines wohlhabenden Unternehmers. Damals war ich nicht blind, nur blond, hatte kein Handicap, war Tochter und Freundin von Beruf und kümmerte mich nicht um eventuelle Sorgen oder Probleme im Alltag. Mein Leben bestand aus Feiern, Partys, nette Leute einladen, Empfänge geben, das Haus inklusive Haushälterin und Putzfrau zu verwalten, auf der Terrasse zu liegen und mein Fitnessprogramm durchzuziehen, denn nur eine schlanke Frau konnte an der Seite meines damaligen Freundes existieren, ohne ausgetauscht zu werden. Eine meiner schlimmsten Angewohnheiten bildete ein fast täglich wiederkehrendes Frühstück mit Lachs, Champagner und edlen Champagner-Pralinen. Da hilft kein Tee danach, da hilft nur noch ein Beauty-Doc, und so liess ich mir einmal pro Woche eine straffende Gesichtsmaske auf meine geschundene Haut legen, die jedes Mal ein kleines Vermögen kostete. Ich lebte in den Tag hinein, ging meinem Hobby, dem Shopping nach, betreute einige Immobilien und wurde immer unglücklicher. Nach kurzer Zeit fügte ich mich ins Unternehmen meines Freundes ein, hantierte selbst mit Immobilien, lernte alles über Vermögensaufbau und Finanzdienstleistungen, bis ich bemerkte, dass das gesamte Unternehmen nicht ganz Koscher war, nicht so ganz legal geführt wurde. Als Strohfrau wollte ich dann auch nicht dienen, und so verabschiedete ich mich vom Luxusleben und fand endlich ins normal bürgerliche Leben zurück, wo ich mich mit meiner ersten eigenen Firma selbständig machte. Luxus ist eine Wohltat, solange man weiss, was man mit seinem Leben anfängt, solange das Leben einen Sinn macht. Sinnvoll können auch Charity-Veranstaltungen sein, Stiftungen und Spendenaktionen, wenn es tatsächlich dem guten Zweck dient. Dann wird das viele Geld nicht zum Fenster hinausgeworfen.

Mein heutiges Luxusleben

Heute führe ich ein Leben nahe des Normalverbrauchers und erfreue mich an der Realität der menschlichen Welt. Für mich ist Luxus der tägliche Nachmittagsschlaf, da ich bis weit über Mitternacht hinaus arbeite. Schlafen ist für viele Leute ein Luxusgut, beispielsweise in einem stressigen Job, als Alleinverdiener, oder wenn man ein Handicap hat und mehr Energie ins Leben investieren muss als gesunde Menschen es tun. Für mich bedeutet Luxus das kleine Shoppingerlebnis inklusive Windows-Shopping, wenn ich mir die Schaufenster einpräge und mir hin und wieder ein schönes Kleid gönne, da mich vorzeigbare Klamotten einfach schöner machen. Und für mich sind handgemachte Pralinen und gutes Essen reinste Luxusgüter, selbst wenn ich sie in meinen Alltag einbaue. Ich ernähre mich nämlich gesund, förmlich spartanisch mit wenig Zucker und kaum Kohlenhydraten. Luxuriös lebe ich nur im Urlaub, wenn ich mir ein 5 Sterne Hotel gönne oder stundenlang in der Sonne liege, durch Wiesen und Wälder spaziere, die Natur geniesse und anschliessend die Stadt wieder zu schätzen weiss. Auch meine Freunde sind Luxus, denn in der Not reduzierten sie sich auf drei Stück, die wirklich für mich da sind. Bekannte besitzt man wie Sand am Meer, Freunde sind hingegen vermenschlichte Luxusgüter. Heute habe ich den normalen Alltag wieder zu schätzen gelernt.

Dekadenz

Was ist Dekadenz? Die Steigerung des eigenen Vermögens auf Kosten der anderen Menschen? Das schlechte Gewissen, der schlechte Geschmack, auch wenn wir ihn teuer bezahlen? Pelz, Delikatessen, alles, was vom Aussterben bedroht ist, unseren Luxus jedoch erhöht. Dekadent lebt man, wenn man auf Arme herabschaut, in Steueroasen residiert, alle Vorteile nutzt und sich nicht um das Wohl der anderen kümmert. Der Tripple-Down-Effekt ist dekadent, denn Steuervorteile für die Superreichen können niemals für einen ausgewogenen Wohlstand für alle sorgen. Wenn wir unsere Champagner-Feten feiern, während die Leute in Afrika hungern, sind wir dekadent. Eine Villa mit eigenem Seezugang, Parkanlage, Golfplatz und allen Annehmlichkeiten der Welt wirkt dekadent, wenn das Dienstpersonal gerade einmal so viel verdient, dass es überleben kann. Wenn diese Villa dann noch in einem Dritte-Welt-Land steht, protzt man nur so mit seinem Reichtum, während andere am Hungertuch des Lebens knabbern.

Luxusfrau

Wie muss sie sein, die perfekte Luxusfrau? Was braucht sie, und wie lernt man sie kennen? Luxusfrauen gönnen sich und ihrem Körper viel Pflege. Sie benutzen teure Anti-Aging Produkte, streben ewige Jugend und Schönheit an, bevorzugen die edle Villa, die Kreuzfahrt und die Shoppingtour in New York. Der Mann muss einer verwöhnten Frau einiges bieten, um sie als Partnerin halten zu können, denn Luxusfrauen wollen sich materiell verwirklichen, Prestige und Anerkennung ernten, in der High-Society überleben und zur Creme de la Creme der Gesellschaft gehören.

Luxusmann

Wie muss er sein, der ideale Luxusmann? Wie lernt man ihn kennen, und was braucht er? Luxusmänner bevorzugen die hochwertige, materiell ausgeprägte Seite des Lebens, gönnen sich und ihrem Körper viel Pflege, Entspannung und jede Menge Luxusprodukte. Sie suchen sich gerne Frauen aus, die ihren Lebensstil unterstützen, ihnen den Rücken frei halten und sie an der langen Leine laufen lassen. Sie sind jedoch spendabel und gönnen der Frau an ihrer Seite ein angenehmes Dasein.

Luxustyp

Gold oder Silber, der Lexus oder der Porsche, die Glashütte oder die Rolex Uhr, welcher Luxustyp schlummert in Ihnen? Wir typisieren ja gerne alles, Autos, Schmuck, Immobilien, ja sogar uns selber. Die teure Villa mit eigenem Seezugang, das Luxusloft in New York mit gigantischem Blick über die Dächer der Stadt, das Luxushotel als Residenz für die Superreichen, jeder Luxustyp verfolgt einen anderen Lifestyle, aber alle haben sie etwas gemeinsam, sie geben gerne Geld aus.

Luxusimmobilien

Luxusimmobilien begehren unser Herz, unser Ego. Wann und wo lohnt sich der Kauf einer solchen Immobilie? Wie teuer sind Luxusimmobilien? Wie hält man sie in Stand? In der Karibik könnte man sich so ein Anwesen leisten, denn Urlaub im eigenen Ambiente ist erholsamer als im Luxushotel. Als Zweitwohnsitz ist sie eher ungeeignet, denn sie benötigt Pflege und Personal, weil das riesen Anwesen mit Grünflächen, See und Teichanlagen viel Service benötigt. Wer eine Luxusvilla in einer Tombola, aufgrund einer Losziehung gewinnt oder günstig ersteigert, muss stets im Hinterkopf behalten, dass das Anwesen Geld für die Instandhaltung frisst. Und so sind Luxusimmobilien eher für den finanziell prall gefüllten Geldbeutel eine Option, es sei denn, man verkauft sie weiter, wenn die Pflege zu intensiv wird.

Luxusprodukte

Luxusprodukte stärken unser Selbstwertgefühl, stehen für eine teure Marke, signalisieren Reichtum und sorgen für ein gutes Image. Der reale Wert liegt oft unterhalb des bezahlten Preises, die Güter sind nur für eine begrenzte Gesellschaft der sozialen Oberschicht, für die Creme de la Creme zugänglich, und sie sind begehrt. Luxusuhren, Luxuspralinen, der teuerste Pilz der Welt, all dies brauchen wir im Grunde nicht, es stärkt jedoch unser Ego.

Privatinsel

Spezielle Immobilienmakler haben sich auf Inseln konzentriert, sie vermarkten Privatinseln, bieten sie zum Kauf oder zur Miete an, und sie verdienen gut daran. Gut erschlossene Inseln kosten ein Vermögen, brach liegende bekommt man für einen Schnäppchenpreis, aber die Yacht und der Privatjet sind Pflicht, sonst sitzt man auf seiner Inselimmobilie fest. Mit mehr als 1 Million Euro muss man schon rechnen, wenn man zum Insel-Eigentümer werden will. Haben Sie sich schon den Luxus einer eigenen Insel geleistet? Ich schwöre, es ist die reinste Dekadenz, aber man hat seine Ruhe. In Griechenland gibt es ja durchaus Inseln zu verkaufen, aber sie zu kaufen ist ein Kraftakt, denn die griechischen Mühlen der Bürokratie malen extrem langsam. Erstrebenswert ist die eigene Insel nur dann, wenn man sie als Prestigeobjekt ansieht, sie selber bewohnen möchte oder sie zur Urlaubs- und Partyinsel ausbaut.

 


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Elisabeth Putz

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